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Weltstillwoche Hebammen verraten, was Mütter in der Stillzeit am dringendsten brauchen

Eine Frau stillt ihr Baby auf eine Sessel.
Stillende Frauen brauchen vor allem in der ersten Zeit tatkräftige Unterstützung. 
© Getty Images
Vier von fünf Müttern beginnen direkt nach der Geburt ihres Kindes mit dem Stillen. Gerade in der ersten Zeit stehen sie dadurch vor einigen Herausforderungen. Zwei Hebammen verraten, die man die Frauen dabei unterstützen kann.

Vier von fünf Frauen in Deutschland werden im Laufe ihres Lebens mindestens einmal Mutter. Und 80 Prozent aller Mütter beginnen direkt nach der Geburt ihres Kindes mit dem Stillen. Was im ersten Moment nach der natürlichsten Sache der Welt klingt, ist für frischgebackene Mütter oftmals mit einer gewissen körperlichen und mentalen Belastung verbunden.

Diese wird jedoch oftmals vom Kindsvater zwar wahrgenommen, aber nur die wenigsten Partner bieten der Stillenden die Unterstützung, die sie in der herausfordernden Zeit braucht, wie eine Umfrage der Frauen-Gesundheitsmarke “Elvie“ zeigt. Demnach möchten 70 Prozent der Väter ihre Partnerin in der Stillzeit mehr unterstützen.

Was brauchen stillende Mütter?

Aber wie können Partner, Freunde und Familie Frauen während der intensiven Stillzeit überhaupt helfen? Die Hebammen Julia Brömsen und Jasmin Czech sind bereits jahrelang in ihrer eigenen Praxis tätig und geben auf Instagram unter dem Namen “Mommalie“ Tipps für frischgebackene Eltern.

Im Rahmen der Weltstillwoche mit Beginn am 3. Oktober 2022 geben die beiden Expertinnen auch Tipps für das soziale Umfeld von Stillenden. Die fünf wichtigsten Ratschläge von Brömsen und Czech:

Fünf Tipps, um stillende Mütter zu unterstützen

  1. Fragen Sie nach den Bedürfnissen der Stillenden. Seien Sie aufmerksam und achten Sie genau darauf, was gerade gebraucht wird.  "Fragen wie 'Wie gehts dir?', 'Wie kann ich dir helfen?', 'Was brauchst du?' oder 'Möchtest du etwas trinken?' lassen keine unerfüllten Erwartungen aufkommen und auch die Mamas fühlen sich umsorgt", sagt Brömsen.
  2. Nehmen Sie das Baby auch mal an sich. Nehmen Sie das Baby auch mal an sich. Klar, die Bindung zwischen Mutter und Kind ist gerade in der Anfangszeit sehr wichtig. Aber jeder braucht mal eine Pause. Das entlastet die Stillende und sorgt dafür, dass auch Partner, Freunde und Familie eine Bindung zum Neugeborenen aufbauen.
  3. Unterstützen Sie die Stillende beim Haushalt. Ein neugeborenes Kind zu versorgen ist meistens sehr viel mehr Arbeit, als man auf den ersten Blick denkt. Wenn sich Stillende zusätzlich noch um den Haushalt kümmern müssen, dann ist Überforderung programmiert. Bieten Sie also Hilfe im Haushalt, beim Einkaufen oder anderen Erledigungen an.
  4. Räumen Sie der Stillenden Freizeit ein. Gerade in den ersten Monaten mit Baby verbringen Mütter sehr viel Zeit am Tag mit Stillen. Durch das Abpumpen von Milch können Freiräume geschaffen werden, die dann für wertvolle Selbstfürsorge genutzt werden können. Füttern Sie das Baby also gerne auch mal mit der abgepumpten Muttermilch aus der Flasche, um die stillende Mutter zu entlasten.
  5. Sorgen Sie für entspannende Momente. Stress ist Gift für Mutter und Kind. Es gilt also: Die Umgebung und den Alltag so stressfrei wie nur möglich zu gestalten, damit im besten Fall alle Beteiligten gesund und munter durch die erste Zeit als kleine Familie kommen.

Quelle: Elvie, Mommalie

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