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Bei stern TV am Sonntag "Das ist nicht logisch": Virologe Hendrik Streeck kritisiert Infektionsschutzgesetz

Virologe Hendrik Streeck
Der Bonner Virologe Hendrik Streeck – einer der Gäste bei stern TV am Sonntag
© Fabian Sommer / DPA
"Mehr auf Eigenverantwortung pochen" – Virologe Hendrik Streeck hat Verständnis für das Aufheben der Corona-Regeln auf dem Oktoberfest – und kritisiert bei stern TV am Sonntag gleichzeitig das neue Infektionsschutzgesetz.

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck zeigt zum Start des Oktoberfestes in München Verständnis dafür, dass auf den Wiesn Infektionsschutzmaßnahmen wie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes aufgehoben sind. "Wir können nicht den Rest unseres Lebens damit verbringen, in Sorge zu sein", sagt der Mediziner am Abend bei stern TV am Sonntag.

Hendrick Streeck hält neue Corona-Regeln für "unlogisch"

Statt auf gesetzliche Auflagen zu setzen, sei nun ein Zeitpunkt in der Pandemie erreicht, "wo wir sehr viel mehr auf Eigenverantwortung pochen sollten", führte Streeck in der Sendung weiter aus. Bei seinem eigenen Besuch auf der Theresienwiese am Samstag habe er eine Unsicherheit bei vielen Besucherinnen und Besuchern festgestellt. "Im Grunde hat es viele beruhigt, dass auch ein Virologe dahingeht", so Streeck weiter.

Das Oktoberfest in München war nach zweijähriger Corona-Pause am Samstag gestartet und läuft noch bis zum 3. Oktober.

Grundsätzlich hält der Virologe die Regeln des neuen Infektionsschutzgesetzes, das am 1. Oktober in Kraft treten wird, für unstimmig. "Wir haben auf der einen Seite FFP2-Maskenpflicht in der Bahn, während im Flugzeug keine Masken getragen werden müssen", nannte er als Beispiel. "Das ist nicht logisch und das ist nicht kohärent, und dadurch kann es auch der Bürger nicht mehr nachvollziehen", erläuterte Streeck im Gespräch mit stern TV-Moderator Dieter Könnes.

Die komplette Sendung können Sie bei RTL+ sehen

Zu den Regeln des neuen Gesetzes gehören unter anderem die bundesweite Maskenpflicht in Bussen und Bahnen sowie in medizinischen Einrichtungen. Schul- oder Betriebsschließungen sowie generelle Lockdowns soll es dagegen nicht mehr geben, verspricht die Bundesregierung. Je nach Lage können die Bundesländer in einzelnen Bereichen schärfere Regeln erlassen. Die neuen Maßnahmen sollen vorerst bis Anfang April gelten.

RTL / wue

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