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Krankenkassen: AOK Rheinland stoppt Auslieferung der Gesundheitskarte

Die größte Krankenkasse in Nordrhein-Westfalen, die AOK Rheinland/Hamburg, hat die für November geplante Auslieferung der elektronischen Gesundheitskarte vorerst gestoppt. "Wir wollen Klarheit haben, was das im Koalitionsvertrag von Union und FDP festgeschriebene Moratorium bedeutet", sagte Vorstandschef Wilfried Jacobs.

Die größte Krankenkasse in Nordrhein-Westfalen, die AOK Rheinland/Hamburg, hat die für November geplante Auslieferung der elektronischen Gesundheitskarte vorerst gestoppt. "Wir wollen Klarheit haben, was das im Koalitionsvertrag von Union und FDP festgeschriebene Moratorium bedeutet", sagte Vorstandschef Wilfried Jacobs am Mittwoch in Düsseldorf der Nachrichtenagentur AFP. Er bestätigte damit entsprechende Meldungen der WAZ-Mediengruppe. Union und FDP wollen die Gesundheitskarte, die die bisherige Krankenkassenkarte ablösen sollte, laut Koalitionsvertrag einer Bestandaufnahme unterziehen und die Erfahrungen aus den Testregionen auswerten. Erst danach soll über das weitere Vorgehen entschieden werden. Es müsse Klarheit geben, "dass der Start der Gesundheitskarte wie geplant stattfinden kann", sagte Jacobs. Er warte auf ein entsprechendes Zeichen aus Berlin. In der Region Nordrhein war die elektronische Gesundheitskarte Anfang Oktober gestartet. Die AOK Rheinland wollte die Karte ab Mitte November an ihre 2,6 Millionen Versicherten in der Region ausgeben. Nach Angaben eines AOK-Sprechers sollten bis Ende des Jahres zunächst rund 20.000 Karten an die Versicherten ausgeliefert werden.

AFP / AFP

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