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Dresden-Cotta: Verdacht auf Meningokokken: Dreijähriges Mädchen wohl an Blutvergiftung gestorben

Ein dreijähriges Kind ist in Dresden offenbar an den Folgen einer Meningokokken-Infektion gestorben. Ob die gefährlichen Bakterien tatsächlich zum Tod des Mädchens geführt haben, sollen jetzt Laboruntersuchungen zeigen. 

Kinder stehen in Kita hinter einer Glasscheibe

Ein dreijähriges Mädchen ist womöglich an den Folgen einer Meningokokken-Infektion gestorben. Erste Laborergebnisse bestätigten den Verdacht zunächst aber nicht. (Symbolbild)

DPA

An der Eingangstür der Kindertagesstätte "Pirolino" im Dresdner Stadtteil Cotta klebt seit Dienstag ein Aushang. "Achtung! In unserer Einrichtung ist Meningokokken-Meningitis aufgetreten", steht dort geschrieben. Wie am Mittwoch bekannt wurde, hat sich ein dreijähriges Mädchen mit den gefährlichen Bakterien infiziert. Laut Stadt, die Träger der Einrichtung ist, war es am vergangenen Freitag noch in der Kita. Am Wochenende habe sich der Zustand der Kleinen aber rapide verschlechtert. Sie starb demnach am Montag in der Kinderklinik am Universitätsklinikum der sächsischen Landeshauptstadt. Ob das Kind tatsächlich an den Folgen einer Meningokokken-Infektion gestorben ist, wird derzeit noch untersucht. 

"Wissen nicht, ob es sich um Meningokokken handelt"

"Aufgrund des schweren Krankheitsverlaufs müssen wir zunächst davon ausgehen, dass das Mädchen an einer Meningokokken-Sepsis verstorben ist" sagt Jens Heimann, Leiter des Gesundheitsamts Dresden. Prof. Reinhard Berner, Leiter der Kinderklinik, konnte den Verdacht zunächst nicht bestätigen. "Wir wissen nicht, ob es sich um Meningokokken gehandelt hat", so Berner gegenüber "Tag24". Erste Tests hätten die Erreger nicht bestätigt. Derzeit werte man weitere Laborproben aus. Um die etwa 150 Kinder und 24 Erzieherinnen und Erzieher der Kita "Pirolino" zu schützen, läuft derzeit eine Antibiotika-Prophylaxe. Wie das Gesundheitsamt mitteilte, müssen alle 37 Krippenkinder zwei Tage lang Antibiotika als Saft oder Dragees einnehmen. 

Zuletzt war im November 2018 - ebenfalls an einer Dresdner Kita - bei einem kleinen Mädchen eine Hirnhautentzündung festgestellt worden. Auch damals wurden an die Kontaktpersonen präventiv Antibiotika verabreicht. Das Mädchen überlebte. 

Hintergrund: Was sind Meningokokken überhaupt?

Meningokokken sind Bakterien, die über direkten und engen Kontakt durch Tröpfcheninfektion beim Anhusten oder Niesen übertragen werden. Auch beim Kuscheln, Küssen oder Spielen mit engem Körperkontakt können sie von Mensch zu Mensch übertragen werden. Etwa zehn Prozent der europäischen Bevölkerung tragen die Keime in ihrem Nasen-Rachen-Raum, ohne Krankheitszeichen zu entwickeln. Gefährlich sind die Keime, weil sie eine lebensbedrohliche Hirnhautentzündung oder eine Blutvergiftung auslösen können. Fachleute gehen in Deutschland pro Jahr von etwa 700 durch Meningokokken ausgelöste Erkrankungen aus. Betroffen sind demnach vor allem Säuglinge im ersten Lebensjahr, aber auch Kleinkinder unter fünf Jahren und Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren.

Meningokokken: Symptome und Prophylaxe

Die Zeit zwischen Infektion und den ersten Symptomen geben Mediziner bei Meningokokken mit durchschnittlich drei bis vier Tagen an. Im Fall einer Hirnhautentzündung leiden die Patienten zunächst unter hohem Fieber, Erbrechen, Schüttelfrost sowie Gelenk- und Muskelschmerzen. Ein typisches Zeichen ist die sogenannte Nackensteifigkeit. Zu einer Blutvergiftung kommt es, wenn die Bakterien in die Blutbahn gelangen und den Körper förmlich mit Giftstoffen überschwemmen. Ärzte sprechen dann von einer Sepsis.

Die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Institus (StiKo) empfiehlt Eltern, ihre Kinder nach dem ersten Geburtstag mit einer Grundimmunisierung gegen Meningokokken vom Serotyp C zu schützen. Ein Impfstoff gegen den mit 70 Prozent am häufigsten auftretenden Serotyp B wurde 2013 von der EU-Kommission zugelassen und wird von Kinderärzten ebenfalls empfohlen. Da diese Impfung derzeit nicht auf der Liste der Stiko auftaucht, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen hier aber die Kosten nicht. Die Eltern müssen den Impfstoff also selbst zahlen.

Anmerkung: In einer früheren Version der Meldung hieß es, dass Impfungen gegen Meningokokken vom Serotyp B in Deutschland nicht eingesetzt werden. Das stimmt nicht. Die Textpassage wurde entsprechend geändert.

Das Robert-Koch-Institut warnt vor Zecken, die sich aufgrund des milden Winters weiter nach Norddeutschland ausbreiten und FSMI oder Borreliose übertragen können.

Quellen: "Tag24", Robert-Koch-Institut

js / AFP

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(