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Always, Jessa und Co. Ökotest prüft Slipeinlagen – Umweltschweine versus Öko-Binden

Ein blutiger Slip hängt an der Wäscheleine
Slipeinlagen und Binden sollen Menstruierende davor schützen, dass nichts in die Hose geht. Aber klappt das auch?
© Georgii Boronin / Getty Images
Slipeinlagen und Binden müssen vor allem eines, die Menstruierenden sicher durch die Periode bringen. Ökotest hat sich angesehen, ob die Blutsauger dicht halten und ob es umweltfreundliche Produkte mit den traditionellen aufnehmen können.

Die Periode ist, das liegt nun einmal in der Natur der Sache, eine blutige Angelegenheit. Um eben dieses aufzufangen und von den Augen anderer fernzuhalten, nutzt der Menstruierende meist eines der unzähligen Damenhygieneprodukte im Sortiment – Tampon, Menstruationskappe, Periodenwäsche oder eben die gute alte Slipeinlage. Letztere gilt zwar als altmodisch, viele Frauen wollen sie aber dennoch nicht missen. Sicher ist sicher. Ökotest hat sich angesehen, ob Binden und Slipeinlagen wirklich so dicht halten, wie sie es versprechen. 

Die eher traditionellen Periodenprodukte haben ein Problem. Das Problem ist nicht, dass sie nicht ordentlich funktionieren würden, denn das tun sie. Aber sie sind schlecht für die Umwelt. Die Wegwerfprodukte gehören laut dem Portal erdbeerwoche.com zu den Abfällen, welche die Strände dieser Welt mit am meisten verschmutzen. Vor allem die sogenannten Superabsorber, also die Plastikkügelchen, die verhindern, dass das Blut irgendwo hinläuft, wo man es nicht haben will, schaden der Natur. Und trotzdem hat eine Umfrage von Statista ergeben, dass nur ein Viertel der Nutzer:innen bereit wäre, auf nachhaltiger Produkte wie Menstruationstasse oder Stoffbinden zu wechseln.

Aufholbedarf bei Öko-Binden

Die Lösung? Die Produkte müssen umweltfreundlicher werden. Einige Anbieter tüfteln bereits daran und bieten einen Mix aus umweltverträglicher und trotzdem saugstark. Gerade aber bei den Ultrabinden besteht noch Aufholbedarf. In diesem Bereich können die nachhaltigeren Produkte oftmals nicht mithalten, sie halten beispielsweise weniger gut trocken. So stellt ausgerechnet Naty mit ihren "Eco bei Naty Damenbinden" die schlechteste Ultrabinde im Test, das Ergebnis ist nur "ausreichend". Aber es gibt auch "gute" Öko-Produkte. Dazu zählen im Bereich Ultrabinde unter anderem die "Natracare"-Pads von Bodywise (Stück 29 Cent, Note 1,8). Diese kommen außerdem ohne halogenorganische Verbindungen aus, die oftmals in traditionellen Produkten stecken und meist über die Bleiche in die Einlage kommen. 

Unterm Strich schneiden viele Produkte im Test ordentlich ab. Von den geprüften Slipeinlagen werden vier mit "sehr gut" bewertet, davon zwei sogar mit Bestnote 1,0. Dazu gehören die günstigen "Jessa Slipeinlagen" von DM. Die schlechtesten Slipeinlagen, das ist erfreulich, bewertet Ökotest mit "befriedigend". Und auch das Testergebnis der Ultrabinden kann sich sehen lassen. Das Gros überzeugt mit einer "guten" oder "sehr guten" Leistung. Auch bei diesen können günstige mit Markenbinden mithalten. Die "Be She Ultrabinden" von Penny zählen mit der Note 1,4 zu den besten und kosten mit einem Preis von 4 Cent pro Binde gerade einmal ein Drittel so viel wie die gleichbenoteten von der Konkurrenz "Always" (13 Cent). 

Den gesamten Test finden Sie gegen Gebühr auf test.de.

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