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"Kreuzotter der Meere" Giftfisch Petermännchen sticht in der Nordsee in diesem Jahr häufiger zu als sonst

Petermännchen
Ein Petermännchen kann am Meeresgrund schnell übersehen werden. 
© WILDLIFE/W.Fiedler / Picture Alliance
Der Stich eines Petermännchens ist schmerzhaft und kann gefährlich werden. In diesem Jahr kommt es an der Nordsee offenbar zu mehr Vorfällen mit dem Giftfisch als üblich. 

Ihr wissenschaftlicher Name klingt zunächst niedlich, doch schon ihr Spitzname verrät, dass sie alles andere als harmlos sind: Die Rede ist vom Petermännchen, einem Giftfisch, der auch als "Kreuzotter der Meere" bezeichnet wird. Tatsächlich zählen Petermännchen zu den giftigsten Tieren Europas. Und in diesem Sommer werden offenbar an der Nordseeküste mehr Stiche verzeichnet als üblich. Das berichten Medien und berufen sich dabei auf das Giftinformationszentrum Nord (GIZ-Nord) in Göttingen. Dort gingen zum jetzigen Zeitpunkt demnach bereits fast 30 Anfragen wegen Stichen des giftigen Fisches ein, üblich seien sonst etwa 40 Anfragen für das ganze Jahr, heißt es. Eine besondere Häufung tritt offenbar auf der Nordseeinsel Wangerooge auf. 

Ein Stich vom Petermännchen kann gefährlich werden

Das Tückische: Zum Laichen halten sich die Fische in Deutschland in der Nordsee und der Ostsee im Frühjahr und Sommer in flachen Gewässern auf und graben sich oft so in den Sand ein, dass nur die Augen zu sehen sind. Schwimmer, Wattwanderer oder Taucher treten dann auf die schwer zu sehenden Tiere. 

Angler, die ein Petermännchen am Haken haben, verletzen sich wiederum mit Pech beim Ablösen. Eine Empfehlung lautet, im flachen Wasser in den betroffenen Regionen Badeschuhe zu tragen, beim Angeln helfen Handschuhe. Ein Stich ist nicht zu unterschätzen, er führt zu stechenden Schmerzen und Schwellungen. Im schlimmsten Fall kann es zu einem allergischen Schock und sogar Herzstillstand kommen.

"Die Verletzungen sind ausgesprochen schmerzhaft und die Symptome können Wochen, Monate, in seltenen Einzelfällen sogar über Jahre anhalten. Die Therapie orientiert sich an den Symptomen, ein spezifisches Gegengift gibt es nicht", erklärt Dr. Martin Ebbecke vom GIZ-Nord gegenüber "GEO". Bei den Kollegen finden Sie an dieser Stelle mehr Informationen über Petermännchen, Vorsichtsmaßnahmen und das Verhalten nach einem Stich:  

Weitere Quellen: "Kieler Nachrichten", NDR

Sehen Sie im Video: Das sind die fünf giftigsten Spinnen der Welt. Arachnophobie ist kein seltenes Phänomen, und das hat einen guten Grund: Manche der teils winzigen Achtbeiner können mit ihrem Gift ausgewachsene Menschen außer Gefecht setzen.

rös

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