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Erste Hilfe Wie Sie Ihrer Gefühle Herr werden

Erste Hilfe: Wie Sie Ihrer Gefühle Herr werden
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Wir kochen hoch, stehen kurz vor dem Platzen, fahren aus der Haut: Ärger kann uns um den Verstand bringen, und wir glauben, ihm ausgeliefert zu sein. Aber das ist ein Irrtum.

1. Zum Verstehen des eigenen Grolls müssen Sie dessen verschiedene Faktoren mitberücksichtigen. Fragen Sie sich etwa, welche Rolle Ort und Zeitpunkt der Situation spielen - oder Ihre körperliche Verfassung. 2. Ärger entsteht oft durch die Verknüpfung einer Situation mit negativen Gedanken ("Das war Absicht", "Alle Beamten sind faul", "Immer bin ich der Gelackmeierte"). Überprüfen Sie den Wahrheitsgehalt dieser Gedanken!

3. Psychologen unterscheiden bei einem Gespräch verschiedene Ebenen: die Sachebene (Worüber wird gesprochen?), die Beziehungsebene (Wie stehen die Gesprächspartner zueinander?), die Selbstoffenbarung (Teilt der eine dem anderen indirekt etwas über sich mit - etwa, dass er überfordert ist?) und die Appellebene (Welche Reaktion soll erzeugt werden?). Oft entsteht eine unangemessene Reaktion, weil ein Gesprächspartner nicht berücksichtigt, dass der andere ihn auf einer ganz anderen Ebene ansprechen will. Überprüfen Sie in einer Ärgersituation, ob Sie vielleicht "auf einem Ohr taub" sind. 4. Wenn Sie die Situation analysiert haben, stellen Sie womöglich fest, dass Sie tatsächlich Grund zum Ärger haben. Denn Ärger kann ein Zeichen dafür sein, dass ein echtes Problem vorliegt, das gelöst werden muss. Fragen Sie sich: Was stört mich, was will ich, wie kann ich das erreichen?

5. Werfen Sie dann nicht mit Geschirr, sondern wagen Sie es, Ihre momentanen Gefühle mit "Ich-Botschaften" anzusprechen (nicht "Man muss sich ja ärgern", sondern: "Ich fühle mich jetzt miserabel, weil ?")

6. Wenn Ihnen das Schwierigkeiten macht, versuchen Sie zunächst zu entspannen ("bis zehn zählen", autogenes Training). Sie bekommen so einen klaren Kopf, um eine passende Haltung finden zu können.

Nach: Peter Schwenkmezger u. a.: "Umgang mit Ärger"


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