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Neue Studie: Jetzt ist es offiziell: Linkshänder können besser Mathe als Rechtshänder

Dass Linkshänder die kreativeren Köpfe sein sollen, ist schon länger bekannt. Sie sind aber tendenziell auch in Mathe begabter als ihre Mitmenschen. Das zeigt jetzt eine neue Studie.

Ein kleiner Junge schreibt mit links Mathe-Aufgaben an die Tafel

Das sieht doch ganz nach einem jungen Mathe-Genie aus – ob es daran liegt, dass er Linkshänder ist?

Linkshänder haben es im Leben oft nicht leicht. Viele, die als Kinder in der Schule instinktiv mit der linken Hand zu schreiben anfingen, wurden zu Rechtshändern "umerzogen". Gegenüber denen, die im Alltag eher die rechte Hand benutzen, sind Linkshänder in der Unterzahl – nach Schätzungen sollen es lediglich zehn bis 13,5 Prozent sein. Die Welt ist in vielerlei Hinsicht auf Rechtshänder ausgerichtet.

Doch es kann auch Vorteile haben, Linkshänder zu sein. Da bei ihnen die rechte Gehirnhälfte, die für Kreativität und Vorstellungskraft verantwortlich ist, aktiver ist, sind sie oft künstlerisch begabter. Nicht umsonst zählen beispielsweise Beethoven und Picasso zu den berühmtesten Linkshändern der Geschichte.

Linkshänder meistern schwierige Mathe-Aufgaben

Doch nicht nur in Sachen Kreativität haben die Linkshänder ein besseres Händchen. Eine neue Studie zeigt, dass sie tendenziell auch bessere mathematische Fähigkeiten besitzen. Wissenschaftler aus Liverpool, Mailand und Amsterdam ließen 2300 Schüler zwischen sechs und 17 Jahren Mathe-Aufgaben lösen. Die Studie erschien in dem Wissenschaftsjournal "Frontiers".

Eines der Kernergebnisse: Bei einfachen Aufgaben schnitten Rechts- und Linkshänder gleich gut ab. Sobald die Tests jedoch anspruchsvoller und komplexer wurden, tat sich ein Unterschied auf. Die Linkshänder erzielten deutlich bessere Ergebnisse als ihre Mitschüler. Besonders männliche Linkshänder konnten dabei glänzen, schreiben die Wissenschaftler.

Hoffnung für Rechtshänder

Im Umkehrschluss zeigte sich, dass "Extrem-Rechtshänder" – also Menschen, die alles mit rechts machen – unterdurchschnittlich abschnitten. Aber Vorsicht, die Handpräferenz ist nicht der ausschlaggebende Faktor für die Mathe-Note. Sie ist nur Ausdruck einer Hirnstruktur – und nur ein Drittel der Menschen mit dominanter rechter Gesichtshälfte sind tatsächlich auch Linkshänder. Die Chancen, dass ein Rechtshänder mit stark ausgeprägter rechter Gehirnhälfte ebenfalls gute mathematische Fähigkeiten hat, sind also durchaus vorhanden.


epp
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