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Studie: Und er schützt doch: Alkohol gegen Herzinfarkt

Die Häufigkeit gemäßigten Alkoholgenusses ist einer neuen US-Studie ausschlaggebend für die positive Wirkung auf die Durchblutung.

Häufigkeit des Konsums offenbar ausschlaggebender Faktor

Die Häufigkeit gemäßigten Alkoholgenusses ist einer neuen US-Studie ausschlaggebend für die positive Wirkung auf die Durchblutung. Eine halbe Alkoholeinheit drei Mal pro Woche reiche aus, das Risiko von Herzanfällen zu reduzieren, heißt es in der im Wissenschaftsmagazin „New England Journal of Medicine“ veröffentlichten Untersuchung der Harvard-Universität. Es spiele offenbar keine Rolle, ob es sich dabei um Bier, Wein oder andere alkoholische Getränke handele und zu welcher Tageszeit der Alkohol konsumiert werde.

Der Leiter der Studie, Kenneth Mukamal, nannte es überraschend, dass die Häufigkeit des Alkoholkonsums offenbar nahezu allein ausschlaggebend für die Senkung des Herzanfallrisikos sei. Andere Faktoren hätten in der Untersuchung, die sich auf Daten von knapp 40.000 Personen stützte, kaum einen Einfluss gehabt.

Wer mindestens drei Mal pro Woche eine gemäßigte Menge Alkohol zu sich nimmt, hat demnach ein um ein Drittel geringeres Herzanfallrisiko als Personen, die keinen Alkohol trinken. Dabei war keine wesentlicher Unterschied zwischen dem Genuss von ein und vier Gläsern festzustellen. Bei einem Alkoholkonsum ein bis zwei Mal die Woche sank das Risiko um 16 Prozent. Mukamal macht eine Blut verdünnende Wirkung des Alkohols dafür verantwortlich. Die Ergebnisse bezögen sich aber nur auf den gemäßigten Genuss alkoholischer Getränke, betonte Mukamal.

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