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Verbraucherministerium beschließt Keine Schockfotos auf Zigarettenschachteln


Verfaulende Zähne, entzündete Mundhöhlen: Schockfotos auf Zigarettenschachteln soll es in Deutschland nicht geben. Dazu hat die Bundesregierung eine Änderung der Tabakrichtlinien gefordert.

In Deutschland soll es nach Informationen der "Bild am Sonntag" keine Schockfotos auf Zigarettenschachteln kommen. Die schwarz-gelbe Regierungskoalition wolle Änderungen bei der entsprechenden Tabakrichtlinie der EU-Kommission durchsetzen, die die europaweite Einführung solcher Ekel-Bilder zur Abschreckung vorsieht. Die Bundesregierung wolle, dass jedes EU-Land selbst entscheiden kann, ob die Schockfotos, etwa von Raucherlungen, auf Schachteln abgebildet werden müssen.

Federführendes Ressort ist das Verbraucherschutzministerium von Ilse Aigner. Die CSU-Politikerin will die Zahl der Raucher reduzieren, bezweifelt aber, dass größere Warnhinweise oder Fotos von Raucherkrankheiten den Tabakkonsum tatsächlich einschränken. Ein Ministeriumssprecher sagte: "Bisher sind diese Maßnahmen umstritten, deshalb ist es jetzt an der EU-Kommission, die Wirksamkeit neuer Warnhinweise zu untermauern."

mme/DPA DPA

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