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Verkaufsstop für Ikea-Lasagne: Schwein in Elch

Nach Pferdefleisch in "Köttbullar" nun Schweinefleisch in der Elch-Lasagne: Ikea musste erneut verunreinigte Lebensmittel aus dem Handel nehmen.

Ikea hat in seinem Lebensmittelsortiment den Verkauf von Lasagne mit Elchfleisch vorübergehend gestoppt. Grund dafür ist der Fund von Schweinefleisch in einer Lieferung des Fertiggerichts. Wie eine Sprecherin am Samstag bestätigte, haben belgische Behörden Ende März einen Anteil von "etwas mehr als einem Prozent" Schweinefleisch in einer Lieferung Fertiglasagne für Ikea-Restaurants gefunden. Der zulässige Grenzwert für den laut Deklaration nur von Elchen stammenden Fleischanteil sei bei einem von 25 Tests überschritten worden.

Die Lasagne mit Elchfleisch, die in einer Menge von rund 10.000 Tonnen von einem schwedischen Produzenten geliefert worden sei, werde in IKEA-Läden in 18 europäischen Ländern angeboten, teilte das Unternehmen weiter mit. Davon seien auch die deutschen Ikea-Häuser betroffen, sagte die zuständige Sprecherin Josefin Thorell in Helsingborg. Das Unternehmen reagierte mit der Sperrung von vorproduzierter Lasagne des heimischen Lieferanten Dafgård. Außerdem habe man 17.600 schon ausgelieferte Portionen einer bestimmten Tagesproduktion wieder zurückgezogen.

Ab Ende Februar hatte Ikea bereits den Verkauf seiner populären Hackfleischklöße "Köttbullar" in fast ganz Europa für einen Monat gestoppt, nachdem Anteile von Pferdefleisch entdeckt worden waren. Im März stoppten chinesische Behörden die Einfuhr von Mandelkuchen für die Ikea-Restaurants wegen hoher Anteile von Darmbakterien. Die Ikea-Sprecherin sagte, man habe die Öffentlichkeit bisher wegen noch laufender Untersuchungen nicht über den Fund von Schweinefleisch in der Elchlasagne informiert.

cjf/DPA/Reuters / DPA / Reuters

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