Vogelgrippe Erster Verdachtsfall in Indonesien


Die Vogelgrippe hat jetzt auch Bangkok erreicht. Aus Indonesien wurde ein erster Verdachtsfall gemeldet. Ein drei Jahre alter Junge von der Ferieninsel Bali zeige entsprechende Krankheitssymptome.

Die Vogelgrippe-Epidemie hat jetzt auch die thailändische Hauptstadt und Millionenmetropole Bangkok erreicht. Wie die Behörden am Mittwoch mitteilten, wurde die Tierseuche in zwei Bezirken festgestellt. In Bangkok wollen am Mittwoch auf einer Krisenkonferenz Minister aus den von der Geflügelpest betroffenen Ländern über Wege im Kampf gegen die Krankheit beraten. An dem auf nur wenige Stunden angesetzten Treffen nehmen unter anderem auch Vertreter der Weltgesundheitsorganisation und der EU teil.

Kleiner Junge zeigt Krankheitssymptome

In Indonesien ist unterdessen ein erster Verdachtsfall einer Vogelgrippe-Infektion bei Menschen aufgetaucht. Ein drei Jahre alter Junge von der Ferieninsel Bali zeige Krankheitssymptome, die von der Tierseuche herrühren könnten, hieß es von den örtlichen Gesundheitsbehörden am Mittwoch. Für eine Bestätigung müssten aber noch die Ergebnisse von Labortests abgewartet werden.

Massentötung von Hühnern

Der Viruserkrankung sind in Asien bislang mindestens acht Menschen zum Opfer gefallen: sechs in Vietnam und zwei in Thailand. Insgesamt sind inzwischen mindestens zehn Länder betroffen. Zuletzt hatten am Dienstag China und Laos einen Ausbruch der Geflügelpest bestätigt. Möglicherweise sind auch die Philippinen betroffen, dort seien 200 Hühner gestorben. Auch Pakistan meldete erste Krankheitsfälle bei Hühnern. Mehrere Millionen Stück Federvieh sind inzwischen getötet worden, um einen Ausbreitung der gefährlichen Krankheit zu stoppen.

Katastrophe für Landwirtschaft

Die Vereinten Nationen bezeichneten die Vogelgrippe als Bedrohung für die menschliche Gesundheit und Katastrophe für die Landwirtschaft. Wichtigstes Ziel sei es, eine Epidemie bei Mensch und Tier zu vermeiden, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der WHO, der Welternährungsorganisation (FAO) und des Internationalen Tierseuchenamts (OIE). "Uns steht nur ein kleiner Spielraum zur Verfügung, um diese Bedrohung auszuschalten", sagte FAO-Generaldirektor Jacques Diouf.

Die WHO halt eine Eindämmung des Vogelgrippe-Virus aber nach wie vor für möglich. Man könne immer noch verhindern, dass sich der Erreger weltweit verbreite, sagte Klaus Stohr, Projektleiter für Influenza-Überwachung.

DPA DPA

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