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Welt-Aidstag: "Größte Herausforderung unserer Generation"

Millionen Menschen leben mit der tödlichen Krankheit, die Medizin bekommt das Virus nicht in Griff - doch doch ist Aids für viele ein Tabuthema. Beim Welt-Aidstag rief Kofi Annan zum Kampf gegen die Krankheit auf.

Die Bedrohung durch das Aidsvirus HIV ist nach Ansicht von UN-Generalsekretär Kofi Annan "die größte Herausforderung unserer Generation". In einem Appell zum 19. Weltaidstag an diesem Freitag forderte Annan "jeden Präsidenten und Ministerpräsidenten, jeden Parlamentarier und sonstige Politiker" auf, sich dem Kampf gegen Aids zu verpflichten. Weltweit fehlt nach Angaben der Vereinten Nationen viel Geld im Kampf gegen die Immunschwäche: 2006 stünden voraussichtlich knapp 9 Milliarden US-Dollar (7 Milliarden Euro) zur Verfügung. Benötigt würden aber rund 15 Milliarden Dollar, hieß es.

Epidemie in Osteuropa

Das UN-Kinderhilfswerk Unicef warnte vor einer "Aids-Epidemie katastrophalen Ausmaßes" in Osteuropa. "Der weltweit stärkste Anstieg der Neuinfektionen findet vor unserer Haustür statt", sagte Dietrich Garlichs, Geschäftsführer von Unicef Deutschland. Allein in diesem Jahr hätten sich 270.000 Menschen in Osteuropa und in Zentralasien mit dem Aidserreger HIV angesteckt. Verglichen mit 2004 sei das ein Zuwachs von fast 70 Prozent.

Aids ist "ein großes Tabuthema"

Unterdessen drohe die weiterhin unheilbare Krankheit in Deutschland bei vielen Menschen aus dem Bewusstsein zu verschwinden, sagte der Geschäftsführer der Aidshilfe Frankfurt, Achim Teipelke. Die Krankheit sei hier zu Lande "ein großes Tabuthema". Entgegen der verbreiteten Ansicht habe die Medizin Aids nicht im Griff. "Die Prävention ist aber heute so nötig wie eh und je. Das einzig wirksame Mittel gegen HIV ist, es nicht zu bekommen."

Der Chef des Aidsbekämpfungsprogramms UNAIDS der Vereinten Nationen, Peter Piot, begrüßte einen "positiven Trend im Verhalten junger Menschen". Der weltweite Rückgang neuer HIV-Infektionen bei Jugendlichen zeuge davon, dass diese Altersgruppe inzwischen dem Ruf nach der Benutzung von Kondomen folge, sich mehr Zeit lasse bis zum ersten Geschlechtsverkehr und vorsichtiger sei beim Partnerwechsel.

Aids hemmt die Wirtschaft

Die Versorgung HIV-infizierter Kinder mit Aidsmitteln hinkt nach Angaben der Stiftung des früheren US-Präsidenten Bill Clinton hinterher. "Nur eines von zehn Kindern, das eine Behandlung braucht, bekommt sie", sagte Clinton in Neu Delhi. Seine Stiftung wolle daher mit einem neuen Programm im nächsten Jahr 100.000 zusätzliche Kinder in Entwicklungsländern mit Medikamenten versorgen. Die beiden indische Pharmafirmen Cipla und Ranbaxy würden ihre Aidsmittel dafür 45 Prozent billiger verkaufen.

Unterdessen kündigte die thailändische Regierung laut Medienberichten an, wegen Versorgungsengpässen das Patent des US-Pharmaherstellers Merck für dessen Aidsmedikament Efavirenz zu brechen und ein eigenes Nachahmerpräparat (Generikum) herzustellen.

Aids behindert auch die wirtschaftliche Entwicklung: Nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation sind die wirtschaftliche Entwicklung und die Arbeitsproduktivität in den Ländern mit einem hohen Anteil HIV-infizierter Menschen stark eingeschränkt. Derzeit lebten etwa 36,3 Millionen Menschen im arbeitsfähigen Alter mit der Krankheit, die meisten davon in Afrika südlich der Sahara, heißt es in einem ILO-Bericht.

Deutschland stellt 400 Millionen Euro bereit

Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) kündigte erneut an, dass Deutschland 2007 für die Bekämpfung von Aids, Malaria und Tuberkulose insgesamt 400 Millionen Euro bereitstellen werde. Das seien 100 Millionen mehr als bisher. Zudem werde Aids ein zentrales Thema der Präsidentschaften Deutschlands bei der EU und den G8 im nächsten Jahr sein.

Unter dem Symbol der roten Schleife lenkt der Weltaidstag die Aufmerksamkeit jeweils am 1. Dezember auf die Opfer von HIV. Nach UN- Angaben leben derzeit rund 40 Millionen Menschen mit dem Virus. Bis zum Jahresende werden sich weltweit 4,3 Millionen Menschen neu angesteckt haben. 2,9 Millionen werden 2006 an den Folgen sterben.

Wissenscommunity

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?