Fünf externe Festplatten müssen sich im stern-Test miteinander messen. Sie alle haben viel gemeinsam: All unsere Testmodelle beherbergen ein klassisches, mechanisches Festplattenlaufwerk, bieten jeweils einen Terabyte Speicherplatz und liegen in einem ähnlichen Preisrahmen. Bei so viel Ähnlichkeit in den Datenblättern müsste auch die Performance vergleichbar sein – oder?
Unser Test zeigt, dass die externen Festplatten im Alltagsgebrauch doch etwas mehr voneinander trennt, als die nackten Zahlen vermuten lassen. Mit unserem Festplatten-Vergleichstest möchten wir herausfinden, wo die wichtigsten Unterschiede liegen und welches Modell die beste Leistung fürs Geld bietet.
Externe-Festplatten-Test: Die ausgewählten Modelle
Weitere lohnende externe Festplatten
Folgende Modelle haben wir nicht selbst getestet, sind aber auch einen Blick wert:
Testergebnis: Diese externen Festplatten überzeugen
Beste externe Festplatte und Testsieger ist die Toshiba Canvio Basics – mit knappem Vorsprung. Sie punktet mit guter Verarbeitung und minimalistischem Design, vor allem aber mit einwandfreien Lese- und Schreibgeschwindigkeiten, auch beim Kopieren vieler kleiner Dateien. Der Kaufpreis ist mit rund 90 Euro relativ hoch, die Variante mit 2 TB Kapazität ist mit rund 120 Euro deutlich attraktiver.
Unser Preis-Leistungs-Tipp ist die Intenso 2,5” Memory Drive. Im Gehäuse steckt das gleiche Toshiba-Laufwerk wie in der Canvio Basics. Die Intenso-Platte erreicht nur geringfügig niedrigere Geschwindigkeiten. Sie liegt in der Gesamtwertung sehr knapp hinter dem Testsieger – ihr schmutzempfindliches Gehäuse und die FAT32-Formatierung sind das Zünglein an der Waage.
Die vielleicht größte Überraschung: Wir haben zwar fünf Modelle im Test, aber nur drei verschiedene Festplatten. In der LaCie Rugged Mini steckt ein Laufwerk des Mutterkonzerns Seagate – das gleiche Modell, das auch in der Seagate Expansion Portable steckt. Und in der Intenso Memory Drive fanden wir das gleiche Toshiba-Laufwerk wie in der Toshiba Canvio Basics. Das heißt aber nicht, dass die Geräte gleich gut oder schlecht Leistung zeigen: Bei der Lese- und Schreibgeschwindigkeit zeigten sich teils immense Unterschiede.
Wenn man von einem Ausreißer absieht, liegen unsere Testmodelle aber recht nah beieinander – sowohl bei der Geschwindigkeit als auch bei Ausstattung und Verarbeitung. Sie alle eignen sich als mobile Datenspeicher und für regelmäßige Backups daheim. Preislich fallen die Unterschiede deutlicher aus: Die Verfügbarkeit und die Preise externer Festplatten schwanken derzeit ziemlich stark. So ist unser Preis-Leistungs-Tipp schon ab rund 80 Euro erhältlich, während das WD-Modell aktuell 110 Euro und mehr kostet.
Alle Details, Eindrücke und Testergebnisse finden Sie in den Einzeltests unter der Tabelle.
Über den Tester
Ich fotografiere gern, kann mich schlecht von digitalen Erinnerungen trennen und sichere ein- bis zweimal im Jahr meine wichtigsten Daten. Unterm Strich bedeutet das: Interner Speicherplatz ist bei mir Mangelware. Wenn ich Bilder, Filme und Videos auch noch unterwegs dabei haben möchte, komme ich um den Einsatz einer externen Festplatte nicht herum. Über die Jahre durfte ich beobachten, wie Kapazitäten wuchsen und Preise fielen – und lange war das Verhältnis zwischen Kapazität und Preis mein wichtigster Auswahlfaktor. Mit diesem Test bekommt mein Auswahlverfahren jedoch mehr Methode, um herauszufinden, ob es abseits des Preises weitere nennenswerte Unterschiede zwischen den Herstellern gibt – und so viel sei verraten: Die gibt es. Weitere Informationen über Tobias Stahl
Vergleichstabelle: Externe Festplatten im Test
| Bewertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | |||||
| Größe (BxHxT) | 109 × 14 × 79 mm | 127 × 13 x 79 mm | 116 × 12 x 80 mm | 112 × 14 x 83 mm | 135 × 19 × 85 mm (mit Gummimanschette) | 109 × 14 × 78 mm* | 115 × 15 × 75 mm* | 126 x 13 x 77 mm* | keine Angabe | 116 × 13 × 80 mm* |
| Gewicht | 121 g | 165 g | 124 g | 136 g | 221 g | 130 g* | 174 g* | 134 g* | 148 g* | 220 g* |
| Schnittstelle | USB 3.2 Gen 1 (5Gbps) | USB 3.2 Gen 1 (5Gbps) | USB 3.2 Gen 1 (5Gbps) | USB 3.2 Gen 1 (5Gbps) | USB 3.2 Gen 1 (5Gbps) | USB 3.2 Gen 1 (5Gbps)* | USB 3.2 Gen 1 (5Gbps)* | USB 3.2 Gen 1 (5Gbps) | USB 3.2 Gen 1 (5Gbps)* | USB 3.2 Gen 1 (5Gbps)* |
| Verbaute Festplatte | MQ04ABF100 | MQ04ABF100 | ST1000LM035 | WD10SDRW-11A0XS0 | ST1000LM035 | nicht in der Wertung | nicht in der Wertung | nicht in der Wertung | nicht in der Wertung | nicht in der Wertung |
| SMR/CMR | SMR | SMR | SMR | SMR | SMR | nicht in der Wertung | nicht in der Wertung | nicht in der Wertung | nicht in der Wertung | nicht in der Wertung |
| U/min* | 5.400 | 5.400 | 5.400 | 5.400 | 5.400 | 5.400 | 5.400 | 5.400 | 5.400 | 5.400 |
| Kopiergeschwindigkeit Film/Bilderordner (MB/s) | 142,3 / 136,4 | 152,7 / 122,3 | 140,1 / 91,7 | 129,1 / 106,9 | 23,6 / 25,9 | nicht in der Wertung | nicht in der Wertung | nicht in der Wertung | nicht in der Wertung | nicht in der Wertung |
| Extras/Sonstiges | - | Mit Schutzetui | - | - | Spritzwasser- und staubgeschützt (IP52); sturzfest bis 1,20 m; bruchfest bis 1.400 kg | - | Aluminium-Gehäuse* | Inkl. Sicherungssoftware (Ashampoo Backup Pro)* | Gehäuse aus gebürstetem Metall; inkl. Datensicherung, Spiegelung & Passwortschutz (Seagate Toolkit)* | - |
| Vorformatierung | NTFS | FAT32 | exFAT | NTFS | exFAT | keine Angabe | FAT32* | FAT32* | exFAT* | exFAT* |
| Beiliegendes Kabel | Typ A auf Micro-B | Typ A auf Micro-B | Typ A auf Micro-B | Typ A auf Micro-B | USB-C auf Micro-B | USB-C auf Micro-B, USB-A auf Micro-B* | USB-C auf Micro-B* | USB-C auf Micro-B, inkl. USB-C auf USB A-Adapter* | USB-A auf Micro-B* | USB-A auf Micro-B* |
| Statusleuchte | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ |
| Datenrettung inkl.? | ✘ | ✘ | ✔ | ✘ | ✔ | ✘ | ✘ | ✘ | ✔ | ✘ |
| Erhältlich bei |
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* Herstellerangabe
So haben wir die Produkte ausgewählt
Wir haben das Testfeld für unseren Vergleich auf Basis folgender Kriterien zusammengestellt:
- Beliebtheit: Wir haben gängige Onlineshops wie Amazon und Otto nach externen Festplatten durchsucht, die Nutzer häufig gekauft haben. Dazu zählen Modelle bekannter Hersteller wie Toshiba, Seagate, LaCie, Western Digital und Intenso.
- Verfügbarkeit: Alle getesteten Festplatten sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung in bekannten Onlineshops erhältlich. Produkte, die nur schwer oder unregelmäßig verfügbar sind, haben wir bewusst außen vor gelassen.
- Speicherplatz: Alle von uns getesteten externen Festplatten bieten 1 Terabyte (TB) Speicherplatz. Die meisten Modelle sind auch in anderen Kapazitäten erhältlich. Wir haben uns aber bewusst für eine einheitliche Kapazität entschieden, um auch den Preisvergleich zu vereinfachen.
- Bauart: In unserem Vergleichstest beschränken wir uns bewusst auf die klassische externe HDD (Harddisk Drive) mit drehender Platte und mechanischem Lesekopf. SSD-Festplatten sind zwar viel schneller und dank des Mangels an beweglichen Teilen auch robuster. Sie sind aber auch deutlich teurer, haben eine begrenzte Kapazität und verschleißen durch wiederholte Schreibvorgänge. Festplatten verschleißen auch nach zahlreichen Schreibvorgängen praktisch überhaupt nicht, sie bieten viel Speicherplatz für vergleichsweise wenig Geld und halten die darauf gespeicherten Daten viele Jahre sicher – das macht sie zur idealen Wahl fürs Sichern und Archivieren.
- Betriebssystem: Zwar führen wir unseren Test auf einem Windows-Rechner durch, allerdings arbeiten die von uns getesteten Festplatten prinzipiell mit allen gängigen Betriebssystemen. Vereinzelt kann jedoch eine Erstformatierung erforderlich sein, bevor eine externe Festplatte auch am Mac funktioniert – darauf weisen wir im Test aber gesondert hin.
So haben wir getestet
Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck – und das nehmen wir uns im Rahmen dieses Tests zu Herzen: Der Vergleichstest startet mit einem klassischen Unboxing. Bei dieser Gelegenheit nehmen wir die Verpackung in Anspruch, wobei uns die Optik weniger interessiert als die Frage, ob die Festplatte sicher verpackt ist und wir sie frustfrei aus der Packung holen.
Anschließend nehmen wir die externen Festplatten und die mitgelieferten Kabel in Augenschein. Die Verarbeitung und Robustheit der Festplatten, hauptsächlich ihre Widerstandsfähigkeit gegen Druck von oben und unten, sind ebenso Wertungsfaktoren wie ihre Optik und Haptik.
Dann geht es auch schon ans Eingemachte: Wir schließen die Festplatten an den 5-Gigabit-USB-Port unseres Windows-Rechners an – der reicht nämlich aus, um die maximalen Lese- und Schreibgeschwindigkeiten der Geräte zu testen. Anschließend nutzen wir das Programm CrystalDiskInfo, um das Innenleben der Festplatten auszulesen. Uns interessiert, welche Festplatte tatsächlich im Gehäuse verbaut ist – es ist nämlich so: Nach einer Zeit der Übernahmen und Insolvenzen gibt es inzwischen nur noch drei echte Festplattenhersteller: Seagate, Western Digital und Toshiba. Die anderen Anbieter kaufen Laufwerke zu und verbauen sie in ihren eigenen Gehäusen mit unterschiedlichen USB-Controllern und gegebenenfalls auch eigener Firmware.
Nachdem wir das Innenleben ausgelesen haben, startet der wichtigste Teil unseres Tests: Wir analysieren die Lese- und Schreibraten der unterschiedlichen Testmodelle. Zunächst der Benchmark, für den wir mit dem Tool CrystalDiskMark unter kontrollierten und für alle Festplatten identischen Bedingungen die Lese- und Schreibraten prüfen. CrystalDiskMark prüft die Lese- und Schreibraten sowohl für große, zusammenhängende Dateien als auch für viele kleine Dateien – Festplatten lesen und schreiben die beiden Datenarten nämlich unterschiedlich. Die hier ermittelten Werte sind sauber miteinander vergleichbar und lassen sich jederzeit nachprüfen. Sie erzählen aber nur einen Teil der Geschichte, denn der vergleichsweise kurze Testlauf sagt nicht zwingend etwas darüber, wie eine Festplatte sich im Alltagseinsatz schlägt.
Das soll die zweite Hälfte des Lese- und Schreibtests zeigen: Wir kopieren den gleichen, knapp 43 Gigabyte großen Film von unserem Rechner auf die Festplatten und messen die benötigte Zeit, um die tatsächliche sequenzielle Schreibrate zu ermitteln. Anschließend kopieren wir einen knapp 20 Gigabyte großen Ordner mit zahlreichen Unterordnern und tausenden Fotos auf die Festplatten und messen auch hier die Zeit, um die Geschwindigkeit der wahlfreien Schreibvorgänge zu prüfen. Beide Kopiervorgänge führen wir jeweils dreimal pro Testgerät durch und bilden aus den Ergebnissen einen Durchschnitt.
Nach Abschluss dieses Dauertests lesen wir mit CrystalDiskInfo die interne Temperatur der HDD aus und prüfen, ob und wie stark sich das Gehäuse erwärmt hat. Eine zu starke Wärmeentwicklung oder schlechtes Abführen der entstehenden Wärme führen zu Punktabzug.
Zu guter Letzt vergeben wir Schulnoten für die einzelnen Wertungskategorien und berechnen daraus eine gewichtete Gesamtnote. Diese setzt sich aus folgenden Wertungskategorien und den dazugehörigen Gewichtungen zusammen:
| Gewichtung | Kategorie |
| 45 % | Lese- & Schreibgeschwindigkeit |
| 15 % | Verarbeitung & Materialqualität |
| 15 % | Lieferumfang & Features |
| 15 % | Datensicherheit/-rettung |
| 10 % | Design & Haptik |
Aus der Gesamtnote leiten wir eine Sternebewertung von bis zu fünf Sternen ab.
1. Externe Festplatten Testsieger: Toshiba Canvio Basics
Verarbeitung & Design: Unser Gesamtsieger ist zugleich eine der optisch unauffälligsten Festplatten im Testfeld. Das Design der Toshiba Canvio Basics besticht durch Zurückhaltung: Die Längsseiten der schwarzen HDD sind abgerundet, das Kunststoffgehäuse leicht texturiert, auf der Oberseite prangen eine Toshiba-Prägung sowie eine Statusleuchte – das war’s aber auch schon mit den visuellen Besonderheiten. Die Verarbeitung ist angemessen für den Preis von knapp 90 Euro – wir finden keine verdächtigen Spaltmaße, die USB-Buchse sitzt stabil im Gehäuse, welches auf Druck von oben nur geringfügig nachgibt. Mit ihrem unauffälligen Auftreten dürfte die Canvio Basics auf keinem Schreibtisch wirklich aus dem Rahmen fallen. Die Textur macht das Kunststoffgehäuse etwas weniger rutschig – für eine perfekte Note hätten wir uns allerdings Gummifüßchen oder -applikationen auf der Unterseite gewünscht, die ein Wegrutschen verhindern.
Lieferumfang & Extras: Beim Lieferumfang und den Extras agiert Toshiba ähnlich zurückhaltend wie beim Design: Die Canvio Basics kommt mit einem gut 36 Zentimeter langen USB-A-Kabel (Stecker nicht eingerechnet) – das ist noch in Ordnung und schränkt uns im Gebrauch nicht ein, zumal deutlich längere Kabel auch Geschwindigkeitseinbußen mit sich bringen. Ansonsten finden wir nichts in der Verpackung, die beiden Bedienungsanleitungen sind digital auf der Festplatte hinterlegt. Die Toshiba Canvio Basics kommt mit NTFS-Vorformatierung – auf macOS oder einem Chromebook lesen wir somit allenfalls die Bedienungsanleitungen, aber beschreiben die Platte noch nicht. Dafür müssten wir sie zunächst formatieren.
Geschwindigkeit & Performance: Schon im Benchmark-Test mit CrystalDiskMark zeigt die in der Canvio Basics verbaute SMR-Festplatte Toshiba MQ04ABF100 vielversprechende Werte. Dieses Versprechen löst sie in unserem Kopiertest auch ein: Sequenziell, also beim Kopieren der großen Filmdatei, zählt sie mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 142 MB/s und einer soliden Schreibrate ohne große Fluktuationen zu den schnellsten Platten im Test. Deutlich schwerer tun sich HDD-Platten mit vielen kleinen Dateien – doch gerade hier arbeitet die Toshiba mit durchschnittlich 136 MB/s nur rund 4 Prozent langsamer als beim sequenziellen Kopieren und in absoluten Zahlen besser als alle anderen Testgeräte. Somit benötigt sie nur rund zweieinhalb Minuten, um unseren knapp 20 GB großen Bilderordner zu kopieren. Ihre Arbeit erledigt sie nahezu lautlos. Wir registrieren im Testverlauf keine Klackergeräusche und kein Brummen. Nach unseren Kopiertests beträgt die Temperatur im Gehäuseinneren lediglich 33 Grad – auch auf der Außenseite stellen wir kaum Wärmeentwicklung fest.
Fazit: Wer keinen besonderen Wert auf ein robustes Gehäuse legt und lediglich eine möglichst schnelle Backup-Platte sucht, wird mit der Toshiba Canvio Basics fündig: Sie erreicht hervorragende sequenzielle Geschwindigkeiten und schreibt auch viele kleinere Dateien – die typische Schwachstelle von HDDs – schneller als jedes andere Testgerät. Mit einem Preis von aktuell rund 90 Euro ist die Canvio Basics nicht das günstigste Modell; der Preis für die 2-TB-Variante ist mit aktuell rund 108 Euro deutlich fairer. Unterm Strich ist die Toshiba Canvio Basics eine leistungsstarke, optisch wie akustisch zurückhaltende Festplatte mit toller Rundumleistung – und damit auch unser Testsieger.
+ Vorteile:
- Hohe Lese- und Schreibgeschwindigkeiten
- Unauffälliges Design
- Nahezu lautloser Betrieb
– Nachteile:
- 1-TB-Version vergleichsweise teuer
2. Preis-Leistungs-Tipp: Intenso 2,5″ Memory Drive
Verarbeitung & Design: Schwarzglänzend wie Klavierlack und mit abgerundeten Ecken kommt die 2,5" Memory Drive von Intenso daher. Unten rechts auf der kurzen Seite ist das Markenlogo in Weiß aufgedruckt, unten links befindet sich eine blaue Statusleuchte. Die Unterseite ist leicht texturiert, das verleiht der Memory Drive etwas mehr Grip auf dem Schreibtisch. Die Verarbeitung ist insgesamt ordentlich und ohne sichtbare Mängel – die Gehäuseoberseite gibt auf Druck nur wenig nach. Allerdings zeigt die glänzende Oberfläche nicht nur bereitwillig Fingerabdrücke, Flecken und Staub, sondern offenbart auch, dass das Gehäuse nicht hundertprozentig eben ist. Zwar sind das rein kosmetische Mängel, die den Betrieb nicht einschränken und für einen Kaufpreis von aktuell rund 75 Euro angemessen sind – Schönheitskönigin unseres Tests wird die Intenso 2,5” Memory Drive damit aber nicht.
Lieferumfang & Extras: Mit rund 40 Zentimetern, exklusive der Stecker, hat das beiliegende USB-A-Kabel eine schöne Länge. Es ist nicht so lang, dass wir uns um Geschwindigkeitsverluste sorgen müssten, aber lang genug, um bequem auch in einer der USB-Buchsen hinten am Rechner Platz zu finden, ohne herumzubaumeln. Die Memory Drive kommt außerdem mit einem kleinen Kunstleder-Etui, in dem wir die Festplatte unterwegs aufbewahren. Das Etui ist trotz Logoprägung aber wenig beeindruckend und kann nicht als Kaufanreiz herhalten. Soweit wir es aus der Ferne beurteilen können, ist die Intenso Memory Case die gleiche Festplatte wie die Memory Drive, nur ohne Etui – der Preisunterschied ist mit rund 2 Euro jedoch vernachlässigbar. Im Auslieferungszustand ist die Festplatte leer, die Bedienungsanleitung kommt im Papierformat. Kurios: Die Intenso Memory Drive kommt formatiert auf FAT32 – damit dürfte sie zwar ab Werk mit nahezu jedem Betriebssystem und technischem Gerät mit passendem Anschluss kompatibel sein. FAT32 kann aber keine einzelnen Dateien über 4 GB Größe speichern. Um einen Film oder andere größere Dateien zu kopieren, müssen wir die Platte also auf NTFS formatieren – das gehört aber ohnehin zu unserer Testprozedur.
Geschwindigkeit & Performance: Auf der Herstellerwebsite verspricht Intenso Lesegeschwindigkeiten von bis zu 85 MB/s und Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 75 MB/s. Uns bleibt unklar, wieso, denn damit stellt Intenso sein Licht unter den Scheffel: Nicht nur im CrystalDiskMark-Test, sondern auch im Kopiertest mit echten Daten zeigt die Memory Drive eine ordentliche Leistung. Sequenziell ist sie mit durchschnittlich 153 MB/s sogar die schnellste Platte im Testfeld, aber auch bei vielen kleinen Dateien ist sie mit durchschnittlich 122 MB/s nur etwas langsamer als der Testsieger von Toshiba. Ein Blick in CrystalDiskInfo verrät auch, wieso: In der Intenso Memory Drive ist die gleiche SMR-Festplatte verbaut wie beim Testsieger, nämlich die Toshiba MQ04ABF100. Die leichten Geschwindigkeitsunterschiede dürften dementsprechend auf den verwendeten USB-Chip zurückzuführen sein. Für aktuell rund 75 Euro ist die Geschwindigkeitseinbuße aber leicht zu verschmerzen. Mit einer Innentemperatur von 39 Grad ist das Modell von Intenso nach den Kopiertests deutlich wärmer als die Toshiba – am Kunststoffgehäuse spüren wir davon aber wenig.
Fazit: Günstig muss nicht automatisch lahm bedeuten – und die Intenso Memory Drive macht es vor. Für rund 75 Euro liefert sie die höchste sequenzielle Schreibgeschwindigkeit im Test und liegt auch beim Kopieren vieler kleiner Dateien nur rund zehn Prozent hinter dem Modell von Toshiba. Das ist auch kein Wunder, schließlich steckt in der Intenso die gleiche Toshiba-Platte wie beim Testsieger. In der Gesamtwertung trennt die beiden nur die zweite Nachkommastelle aufgrund der FAT32-Formatierung und des schmutzempfindlichen Gehäuses. Wer darüber hinwegsehen kann, erhält hier das beste Verhältnis zwischen Preis und Geschwindigkeit – womit die Intenso Memory Drive unser Preis-Leistungs-Tipp wird.
+ Vorteile:
- Hohe Lese- und Schreibgeschwindigkeiten
- Dasselbe Toshiba-Laufwerk wie beim Testsieger
- Tolles Preis-Leistungs-Verhältnis
– Nachteile:
- Schmutzempfindliches Gehäuse
- Vorformatiert auf FAT32
3. Inklusive Datenrettungs-Service: Seagate Expansion Portable
Verarbeitung & Design: Seagate zeigt mit der Expansion Portable, dass eine elegante Optik einfach umsetzbar ist: Das Gehäuse hat ein Riffelmuster, das zwar simpel ist, aber trotzdem einiges hermacht. Es ist jedoch nicht sonderlich stabil, sondern gibt bei Druck vergleichsweise stark nach. Auf der Oberseite befindet sich eine kleine Logoprägung in Silber. Die kleine Statusleuchte sitzt direkt neben der USB-Buchse und ist somit nicht aus allen Winkeln einwandfrei erkennbar. Trotz dieser Verarbeitungsschwächen gefällt uns die dezente, geschmackvolle Optik der Seagate-Festplatte am besten unter allen Testgeräten.
Lieferumfang & Extras: Der Seagate Expansion Portable liegen ein etwa 38 Zentimeter langes USB-A-Kabel (gemessen ohne Stecker) und eine Kurzanleitung bei, ansonsten befindet sich nichts in der Packung. Dafür liegt relativ viel Gerümpel auf der Festplatte, als wir sie zum ersten Mal anschließen: gut 30 MB Daten, darunter ein Dokument mit Garantiebestimmungen, ein Ordner mit Hinweisen für Mac-Nutzer sowie Tools zur Online-Produktregistrierung. Die Festplatte kommt mit exFAT-Formatierung, wir nutzen sie also ohne Neuformatierung auch an Mac-Geräten oder Chromebooks – für diesen Test formatieren wir die HDD jedoch wie alle anderen Testmodelle auf NTFS. Die Seagate Expansion Portable kommt außerdem mit einem inkludierten Datenrettungs-Service: Sollten die Daten verloren gehen, reichen wir einen Antrag über die Support-Website ein – etwa bei mechanischen Schäden, Viren oder einem beschädigten Dateisystem, laut Website sogar durch Unfälle oder Naturkatastrophen. Seagate sendet uns dann ein vorfrankiertes Versandlabel und wir senden die defekte Festplatte ins Labor. Es unternimmt einen Versuch, die Daten zu retten, was laut Hersteller rund 30 Werktage dauern kann. Ist der Versuch erfolgreich, erhalten wir die geretteten Daten auf einem neuen, verschlüsselten Speichermedium zurück. Gelingt es nicht, bekommen wir auf Wunsch den defekten Datenträger zurück oder Seagate entsorgt ihn sicher. Wie hoch die Erfolgschancen einer professionellen Datenrettung sind, hängt freilich auch von Art und Ausmaß der Beschädigung ab – da eine Laborrettung aber oft einige hundert Euro kostet, ist der Service ein echter Vorteil.
Geschwindigkeit & Performance: Im Kopiertest erreicht die Seagate Expansion Portable beim Kopieren des großen Films ein solides Tempo von rund 140 MB/s, das die Platte auch stabil beibehält. Allerdings bricht die Kopiergeschwindigkeit bei vielen kleineren Dateien deutlich ein: Mit durchschnittlich 92 MB/s liegt sie etwa 35 Prozent unter dem sequenziellen Durchschnittswert. Dabei schwankt das Tempo stark, zwischen mindestens 70 MB/s und maximal 105 MB/s. Den knapp 20 GB großen Bilderordner kopiert die Seagate somit in 3:52 Minuten – immer noch ein akzeptabler Wert. Nach unseren Kopiertests liegt die Innentemperatur bei 38 Grad – am Gehäuse spüren wir davon aber nur wenig. Im Betrieb ist die Festplatte auch aus kurzer Distanz nahezu unhörbar.
Fazit: Die Seagate Expansion Portable patzt in keinem unserer Wertungskriterien, sie brilliert aber auch nicht. Sie bietet zwar die wohl ansprechendste Optik im Testfeld, aber nicht die stabilste Verarbeitung. Ihre Geschwindigkeit ist gut – doch andere Testmodelle sind schneller, gerade beim Kopieren vieler kleiner Dateien. Der Preis von aktuell knapp 90 Euro ist aber fair, hauptsächlich dank des inkludierten Datenrettungs-Services, der andernfalls schnell ins Geld gehen kann. Das ist ein echter Pluspunkt, der letztlich dabei hilft, die Seagate Expansion Portable in unserem Test auf Platz 3 zu bringen.
+ Vorteile:
- Ordentliche Lese- und Schreibgeschwindigkeiten
- Ansprechende Optik
- Inklusive Datenrettungs-Service
– Nachteile:
- Gehäuse gibt auf Druck leicht nach
- Bei vielen kleinen Dateien spürbar langsamer
4. Ordentliche Leistung, hoher Preis: Western Digital Elements SE
Verarbeitung & Design: Teils in mattem, teils in glänzendem Kunststoff gehalten, wirkt die WD Elements recht unauffällig. Die Naht zwischen oberer und unterer Gehäusehälfte ist scharfkantig, außerdem gibt das Gehäuse bei Druck von oben spürbar nach. Immerhin: Die WD Elements ist die einzige Festplatte im Test, die kleine Gummifüße hat und somit rutschfest auf dem Tisch steht. Zentral auf der Oberseite befindet sich zudem ein geprägtes „WD“-Logo, das ähnlich scharfkantig ist wie die Gehäusenaht. Verletzungsgefahr besteht hier zwar keine – einen sonderlich wertigen Eindruck macht das aber auch nicht.
Lieferumfang & Extras: Das Modell von Western Digital kommt mit einem rund 39 Zentimeter langen USB-A-Kabel und einer gedruckten Kurzanleitung. Auf der Platte selbst finden wir nach dem Anschließen ein Tool für Windows und Mac, mit dem wir Passwörter einrichten. Online finden sich aber bessere, herstellerunabhängige Lösungen für denselben Zweck. Die WD Elements kommt vorformatiert auf NTFS – wir formatieren sie vor unserem Geschwindigkeitstest aber erneut.
Geschwindigkeit & Performance: Wenig überraschend: In der WD Elements steckt auch eine Festplatte von Western Digital, nämlich die WD10SDRW‑11A0XS0. Bei der Leistung zeigt sich die WD Elements ähnlich unaufgeregt wie beim Design: Den großen Film kopiert sie in knapp sechs Minuten mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 129,1 MB/s. Diese etwas niedrige Rate hält sie aber konstant. Anders beim Kopieren unseres Bilderordners: Hier startet die Western Digital eher schwach mit rund 90 MB/s, legt zwischendurch zu und wird dann wieder langsamer. Die durchschnittliche Geschwindigkeit beim Kopieren vieler kleiner Dateien liegt bei 106,9 MB/s, der Vorgang dauert insgesamt rund 3:19 Minuten – schneller als die Seagate und LaCie, aber auch spürbar langsamer als die Modelle von Toshiba und Intenso. Der Zeitverlust bleibt mit weniger als einer Minute freilich gering. Wer nur sporadisch Daten sichert, spürt davon kaum etwas. Beim Kopiertest erreicht die Platte eine Innentemperatur von 42 Grad – sie wird also wärmer als die anderen Modelle im Testfeld. Auch das Gehäuse erwärmt sich spürbar, es wird jedoch nicht heiß. Bei normalem Abstand arbeitet die WD Elements nahezu unhörbar. Aus kurzer Distanz stellen wir ein leises Brummen fest, das im Alltag aber nicht auffällt.
Fazit: Die WD Elements stellt sich in unserem Test ordentlich an: Sie erzielt ein konstantes, gutes Tempo beim sequenziellen Kopieren, ordentliche Geschwindigkeiten bei den zahlreichen kleineren Dateien und steht als einziges Modell in unserem Test rutschfest auf Gummifüßen. Sie kommt aber nirgendwo über das Mittelmaß hinaus, ist nicht sehr wertig verarbeitet, läuft vergleichsweise warm, bietet keinen besonderen Lieferumfang und keine brauchbaren Extras – liegt aber mit aktuell rund 115 Euro preislich am oberen Ende unseres Testfelds. Die günstigeren Festplatten von Toshiba und Intenso sind in fast jeder Hinsicht besser. Unsere Empfehlung lautet deshalb: Wer unbedingt die WD Elements möchte, wartet am besten auf ein Angebot oder sinkende Preise – alle anderen bekommen anderswo ein besseres Produkt für weniger Geld.
+ Vorteile:
- Ordentliche Lese- und Schreibgeschwindigkeit
- Rutschfest dank Gummifüßchen
– Nachteile:
- Vergleichsweise teuer
- Stellenweise dürftig verarbeitet
5. Fast unkaputtbar, aber ziemlich lahm: LaCie Rugged Mini
Verarbeitung & Design: Die LaCie Rugged Mini ist ein Sonderfall im Test. Wie der Name bereits andeutet, ist sie eine Festplatte mit besonders robuster Bauweise. Das silberne Gehäuse besteht aus Aluminium, zudem verfügt die Platte über eine leuchtend orange Gummimanschette. Damit soll sie Stürze aus bis zu 1,20 Metern Höhe unbeschadet überstehen. Laut Hersteller ist sie außerdem bruchfest und übersteht, wenn ein bis zu 1,4 Tonnen schweres Auto über sie rollt. Letzteres haben wir nicht getestet, den Sturz aus 1,20 Metern Höhe übersteht die LaCie aber problemlos. Die Rugged Mini ist zudem spritzwasser- und staubgeschützt nach IP52. Damit dürfte sie eine passende Wahl für Foto- und Videografen sein, die ihre Dateien auch unter widrigen Umständen dabei haben möchten. Mit Alugehäuse, Gummimanschette und einem Gewicht von 221 Gramm wirkt sie tatsächlich ziemlich wertig – und ohne die abnehmbare Gummimanschette macht sie auch optisch etwas her.
Lieferumfang & Extras: Das beiliegende USB-C-Kabel misst ohne die Stecker rund 42 Zentimeter. Die Kurzanleitung ist auf die Verpackung gedruckt, ansonsten liegen keine weiteren Extras dabei. Sie kommt aber – genau wie die Expansion Portable des Mutterkonzerns Seagate – inklusive Datenrettungs-Service, der in diesem Fall auf drei Jahre befristet ist. Die Festplatte kommt vorformatiert in exFAT. Sie nutzen sie somit auch an Macs und Chromebooks ohne Neuformatierung.
Geschwindigkeit & Performance: Beim Auslesen mit CrystalDiskInfo die erste Überraschung: Im Aluminiumgehäuse steckt exakt die gleiche Festplatte wie bei der Seagate Expansion Portable, die SMR-Festplatte ST1000LM035. Das ergibt Sinn, schließlich gehört LaCie vollständig zu Seagate, einem der letzten drei verbliebenen Festplattenhersteller. Umso größer die zweite Überraschung: Obwohl die gleiche Seagate-Platte verbaut ist, erreicht die LaCie im sequenziellen Kopiertest nur eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 23,6 MB/s – so braucht sie geschlagene 32 Minuten, um den Film zu kopieren. Beim Kopieren unseres Ordners mit zahlreichen Bildern erreicht sie lediglich 25,9 MB/s. Wir öffnen den Geräte-Manager und schauen uns die Betriebsrichtlinien an – dort steht die LaCie auf „Schnelles Entfernen“, genau wie die anderen Geräte im Test. Die niedrige Geschwindigkeit kann also nicht an einer abweichenden Windows-Einstellung liegen. Bleibt das Gehäuse als mögliche Ursache: Eine SMR-Platte kann in der Regel nur dann zügig Daten schreiben, wenn sie eingehende Daten zwischenpuffert. Wir vermuten, dass das Seagate-Gerät (und die anderen Modelle im Test) das von sich aus tut, während das LaCie-Gehäuse seine Schreibvorgänge ohne Puffern an die Festplatte durchreicht. Unser Test stützt diese Annahme: Stellen wir die Richtlinien im Geräte-Manager auf „Bessere Leistung“, springt die sequenzielle Schreibgeschwindigkeit in CrystalDiskMark von knapp 35 und 25 MB/s auf gut 135 und 132 MB/s – etwa auf dem Niveau der Seagate. Das könnte Absicht sein, da es zum Rugged-Konzept passen würde: Bei deaktiviertem Schreibpuffer parkt sie die Daten nicht zwischen, sondern schreibt sie sofort auf die Platte. Reißt man das Kabel während eines Kopiervorgangs versehentlich heraus, was unterwegs schnell passiert, gehen keine gepufferten Daten verloren. Ob das tatsächlich gewollt ist, bleibt offen – in jedem Fall kommuniziert LaCie es nicht. Ohne eigene Recherche und angepasste Einstellungen bleiben Nutzer also im Unklaren, warum ihre Festplatte so lahm ist.
Fazit: Keine andere Festplatte in unserem Test ist so widerstandsfähig gegen Stürze, Regen und Spritzwasser wie die LaCie Rugged Mini. Das erklärt auch, warum die Rugged Mini die teuerste Festplatte in unserem Test ist – an der Verarbeitung ist nichts auszusetzen und der Datenrettungs-Service ist eine tolle Dreingabe. Für alle, die mit ihren Daten tatsächlich oft unterwegs sein möchten, dürfte die LaCie eine gute Wahl sein. Alle anderen dürften hingegen wenig Freude mit dem Gerät haben, denn die Rugged Mini ist die mit Abstand langsamste Platte im Test. Das gleichen wir zwar durch einen aktivierten Schreibpuffer teilweise aus – die Einstellung ist aber recht versteckt. Insgesamt liefert LaCie somit ein im doppelten Sinne solides Paket, das aber weder mit Bestpreisen noch mit hohen Schreibgeschwindigkeiten glänzen kann.
+ Vorteile:
- Sehr robust
- Schickes Aluminiumgehäuse
- Vor Spritzwasser und Staub geschützt
- Inklusive Datenrettungs-Service
– Nachteile:
- Ab Werk sehr langsam
- Vergleichsweise teuer
Externe Festplatten: Die wichtigsten Fragen & Antworten
Was ist der Unterschied zwischen SMR- und CMR-Festplatten?
Der Unterschied zwischen SMR- und CMR-Platten liegt in der Art und Weise, wie sie ihre Daten auf die Magnetscheibe schreiben. CMR-Platten schreiben ihre Datenspuren sauber nebeneinander; SMR-Platten schreiben sie überlappend wie Dachziegel. Dank der Überlappung haben SMR-Platten mehr Speicherkapazität auf gleichem Raum, was die Kosten pro Terabyte senkt. Allerdings schreiben SMR-Platten spürbar langsamer als CMR-Platten, gerade bei langen Schreibvorgängen oder vielen kleinen Dateien.
SMR oder CMR: Wie erkenne ich, welche Technik in meiner Festplatte steckt?
Hersteller weisen fast nie aus, ob sie eine SMR- oder CMR-Platte in ihren externen Festplatten verbauen. Zudem wechselt das verbaute Laufwerk teils von Charge zu Charge. Die einzige Möglichkeit, um an gesicherte Informationen zu kommen, ist es, die Festplatte mit einem speziellen Diagnoseprogramm wie CrystalDiskInfo auszulesen. Dort ist das genaue Laufwerksmodell angegeben, das Sie dann etwa in den Datenblättern des Herstellers nachschlagen oder googlen können.
Externe HDD oder SSD – was ist besser?
Das kommt ganz auf den Einsatzzweck an. Klassische Festplatten (HDD) bieten mehr Speicherplatz fürs Geld und eignen sich ideal für Backups und zum Archivieren. SSDs sind deutlich schneller, leiser und unempfindlich gegen Stöße, womit sie sich besonders fürs mobile Arbeiten und regelmäßige Verwendung eignen.
Warum zeigt meine 1-TB-Festplatte weniger Speicher an?
Das ist kein Defekt, sondern vollkommen normal: Hersteller berechnen die Kapazität dezimal, wobei ein Terabyte aus 1.000.000.000.000 Byte besteht. Windows rechnet hingegen binär, wodurch aus einem Terabyte in der Anzeige rund 931 Gigabyte werden. De facto geht jedoch kein Speicherplatz verloren – nur die Zählweise unterscheidet sich.
Welches Dateisystem sollte ich für meine externe Festplatte wählen?
Für den alleinigen Einsatz unter Windows gilt NTFS als beste Wahl – das Dateisystem hat keine Grenzen bei der Dateigröße und ist sofort beschreibbar. Wer die Platte auch oder ausschließlich am Mac nutzen möchte, sollte auf exFAT setzen. FAT32 hat die wohl größte Kompatibilität mit allen Endgeräten, kann aber keine einzelnen Dateien über 4 GB Größe schreiben. Wer das vorhat, sollte entsprechend formatieren.