Vecna hat offenbar erneut zugeschlagen - zumindest fühlte es sich für viele Fans so an. Als das mit Spannung erwartete Serienfinale von "Stranger Things" an Silvester auf Netflix erschien, brach der Streamingdienst unter dem Ansturm teilweise zusammen. Genau um 17 Uhr pazifischer Zeit, dem Moment der Veröffentlichung, ging bei zahlreichen Nutzerinnen und Nutzern nichts mehr. In Deutschland ging das Finale in der Nacht von Silvester auf Neujahr an den Start.
Statt in die Welt von Hawkins einzutauchen, starrten Fans auf eine Fehlermeldung. Netflix zeigte ausgerechnet ein Bild der Backshow "Nailed It!" mit dem wenig tröstlichen Hinweis: "Something went wrong." In den sozialen Medien machten die Zuschauerinnen und Zuschauer ihrem Frust umgehend Luft. "Netflix ist abgestürzt, bitte lasst mich rein - ich habe keine Silvesterpläne!", schrieb eine Nutzerin auf X etwa. Ein anderer berichtete: "Mein Netflix ist schon zweimal abgestürzt, und ich bin erst drei Minuten im Finale."
Nicht der erste Crash
Der Zusammenbruch dauerte laut Berichten nur eine Minute und ließ sich durch mehrfaches Neuladen beheben. Für Netflix ist es allerdings kein Einzelfall. Bereits bei der Premiere der fünften Staffel am 26. November hatte der Streamingdienst mit technischen Problemen zu kämpfen - damals war die Plattform Berichten zufolge rund fünf Minuten lang nicht erreichbar. Auch die vierte Staffel hatte im Juli 2022 ähnliche Schwierigkeiten verursacht, als die finalen Episoden online gingen.
Die Episoden der fünften Staffel, die an Weihnachten erschienen sind, starteten hingegen ohne technische Pannen. Sie bescherten Netflix den bisher höchsten Zuschauerwert an einem Weihnachtstag. Zwischen dem 22. und 28. Dezember verzeichnete die finale Staffel 34,5 Millionen Aufrufe - das zweitbeste Wochenergebnis nach dem Debüt mit 59,6 Millionen Aufrufen im November, dem Startrekord für eine englischsprachige Serie bei dem Streamingdienst.
Kino-Event zum Abschied
Das Finale der Duffer-Brüder lief nicht nur auf dem heimischen Bildschirm. In mehr als 350 Kinos in den USA konnten Fans das zweistündige Serienende auf der großen Leinwand erleben. Co-Schöpfer Ross Duffer verkündete auf Instagram, dass sich mehr als 1,1 Millionen Menschen für die Kinovorführungen angemeldet hätten. Insgesamt seien 3.500 Vorstellungen in über 620 Kinos ausverkauft. "Was für eine Art, eine zehnjährige Reise zu beenden - gemeinsam", schrieben Ross und sein Bruder Matt Duffer. "Vielleicht sehen wir einige von euch in LA."
Achtung, massive Spoiler!
Wer das Finale noch nicht gesehen hat, sollte jetzt aufhören zu lesen. Im großen Showdown müssen alle Charaktere zusammen Vecna und den Gedankenschinder besiegen, bevor die Welten verschmelzen und Hawkins - sowie die gesamte Erde - vom Upside Down verschlungen wird. Die Kerngruppe der Helden überlebt den finalen Kampf, auch wenn Kali, bekannt als "Eight", den Tod findet.
Das Schicksal von Eleven bleibt bewusst offen. Sie scheint sich zunächst zu opfern, indem sie im explodierenden Upside Down zurückbleibt. Doch in einem ausgedehnten Epilog, der 18 Monate in die Zukunft springt, deutet Mike Wheeler eine andere Möglichkeit an: Eleven könnte Kalis Illusionskräfte genutzt haben, um ihren Tod vorzutäuschen und zu entkommen.