"Tatort: Könige der Nacht" aus Zürich
Oben und unten in der Schweiz

"Tatort: Könige der Nacht": Moya (Nambitha Ben-Mazwi, l.) und Yaro (André Nkot Olinga, M.) werden von Kommissarin Isabelle Gra
"Tatort: Könige der Nacht": Moya (Nambitha Ben-Mazwi, l.) und Yaro (André Nkot Olinga, M.) werden von Kommissarin Isabelle Grandjean (Anna Pieri Zuercher, r.) in Sicherheit gebracht.
© SRF/Pascal Mora

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Im "Tatort: Könige der Nacht" wird eine illegale Migrantin Zeugin in einem Mordfall - ein Spagat für die Polizei. Lohnt sich der Krimi?

Im "Tatort: Könige der Nacht" (3. Mai, 20:15 Uhr, das Erste) müssen die Zürcher Ermittlerinnen Tessa Ott (Carol Schuler) und Isabelle Grandjean (Anna Pieri Zuercher) den Mord an einem Callboy aufklären.

Worum geht's im "Tatort: Könige der Nacht"?

Bei einer nächtlichen Pizzalieferung beobachtet eine illegale Kriegsgeflüchtete, Moya (Nambitha Ben-Mazwi), zufällig, wie eine Leiche beseitigt wird. Aus Angst vor Abschiebung wagt sie es nicht, zur Polizei zu gehen. Kurz darauf wird ein ermordeter Sexarbeiter gefunden, den sie erkennt. Wenig später stirbt ihre Freundin Sanaa (Nancy Mensah-Offei) bei einem mysteriösen Unfall.

Die Ermittlungen führen zu dem angesehenen Richter Dr. Urs Jacobi (Stefan Merki), der in dubiose Beziehungen verwickelt ist. Während Moya und ihr Sohn Yaro (André Nkot Olinga) zunehmend in Gefahr geraten, versuchen die Kommissarinnen, sie zu schützen und die Wahrheit aufzudecken. Der Fall spitzt sich zu, als klar wird, dass einer der Täter näher ist, als sie vermuten...

Lohnt sich das Einschalten?

Ja. Der Krimi ist sehr spannend und steigert sich sogar zum Schluss hin noch - und das, obwohl erfahrene "Tatort"-Fans einen Teil des späteren Twists sogar recht schnell ahnen dürften.

Vor dem Hintergrund der Schweizer Asyl- und Migrationspolitik hat Drehbuchautor Mathias Schnelting eine Geschichte entwickelt, in der die Gegensätze der Züricher Gesellschaft nur so aufeinanderprallen. Der Schweizer Regisseur Claudio Fäh, der ab den Nuller-Jahren in seiner Wahlheimat Los Angeles Filme machte, inszeniert seinen ersten "Tatort" mit viel Gespür für feines Schauspiel und mindestens so viel Talent für spannende Thriller-Elemente.

Einen großen Teil der Atmosphäre steuert die in Südafrika geborene Episodenhauptdarstellerin Nambitha Ben-Mazwi (37) bei. Die preisgekrönte Schauspielerin ist im wahren Leben auch Empowerment-Aktivistin, Medienunternehmerin, Markenbotschafterin und TV-Moderatorin.

Dieser letzte Sonntagskrimi vor der Sommerpause ist vor allem gute Krimi-Unterhaltung - und ganz nebenbei gewinnen die Kriegsgeflüchtete und ihr Sohn unser Herz - und das der Ermittlerinnen.

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