Manchmal weiß man nicht genau: Ist das hier noch „Der Teufel trägt Prada 2“ oder schon „Emily in Paris“? Die Outfits von Anne Hathaway und Meryl Streep auf Promotion-Tour für ihren neuen Film erinnern auffällig oft an die überdrehten Looks, die Lily Collins als Emily trägt – immer einen Tick zu laut, zu bunt, zu rüschig.
Die Redakteurinnen der „Vogue“ dürften jedenfalls die Augen verdrehen, wenn sie sehen, wie die an sich immer sehr authentisch daherkommende Meryl Streep von ihrer Stylistin zu einer Modepuppe gemacht wird, nur weil es in dem Film um Mode geht. Da wird Streep zum Talkshow-Auftritt in eine Leoparden-Jacke mit dicker Schleife gesteckt, die sie wie Zsa Zsa Gabor erscheinen lässt. Ähnlich seltsam: Anne Hathaway, die in elfenbeinfarbenen Valentino Rockstud-Pumps über den roten Teppich trippelt, von denen man dachte, sie seien schon vor zehn Jahren von gestern gewesen.
Doch wer gesehen werden will, muss auffallen. Und irgendwie müssen sich die Outfits bei den weltweiten Pressekonferenzen zum Film und den Premierenfeiern ja auch unterscheiden. Also, immer tief in die Kostümkiste greifen und weiter geht’s. Demnächst auch auf den roten Teppichen in Europa.