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"Bares für Rares" Ehepaar erlebt mit Tresorfund einen riesigen Reinfall

"Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter hat bereits eine Vorahnung: Experte Schulte-Goltz (l.) hat keine guten Nachrichten für das Ehepaar Tomassini.
"Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter hat bereits eine Vorahnung: Experte Schulte-Goltz (l.) hat keine guten Nachrichten für das Ehepaar Tomassini.
© ZDF
Mit einem Silberschatz kommt Ehepaar Tomassini zu "Bares für Rares". 50 Jahre lagen die Stücke in einem Tresor. Doch der Experte hat leider keine guten Nachrichten.

Diese Stücke lagen jahrelang in einem Tresor: Anja und Werner Tomassini aus Neu-Anspach in Hessen kommen mit mehreren Silberobjekten zu "Bares für Rares". Auf dem Dachboden eines Freundes sei bei einer Haushaltsauflösung ein verschlossener Tresor entdeckt worden. "Wir wollten ihn schon aufbrechen lassen, doch dann hat er den Schlüssel noch gefunden", erklärt das Ehepaar, das gebürtig aus der Schweiz stammt. Zum Vorschein sei das silbrig glänzende Service gekommen, das in Zeitungspapier von 1975 eingewickelt war. "Die Sachen waren schwarz", sagen die Tomassinis. Erst beim Putzen sei der Glanz zurückgekommen. Jetzt hoffen sie auf einen Silberschatz.

"Tatsächlich ist der Augenschein erstmal prima", beginnt Colmar Schulte-Goltz seine Expertise. Alle Stücke hätten eine Verbindung zur Antike und vor allem zu den Werken, die im Nationalmuseum von Neapel aufbewahrt werden. Schenkkanne, Becher und Vase seien so ähnlich gemacht, wie die archäologischen Fundstücke, die dort ausgestellt seien. Doch Horst Lichter geht es nicht schnell genug: "Jetzt will ich es aber wissen", unterbricht der Moderator seinen Experten. "Ist es echtes Silber?"

"Bares für Rares"-Experte hat keine guten Nachrichten

"Nein", lautet die schlichte Antwort von Schulte-Goltz. Es sei zwar eine Versilberung angebracht, doch das Gewicht spreche für eine Kupfer-Zink-Legierung. Es seien keine Silberpunzen vorhanden, aber ein Stempel vom bekannten italienischen Silberschmied Giacinto Melillo, der von 1846 bis 1915 in Neapel gelebt habe. "Ein Meister seines Faches", sagt Schulte-Goltz. Die Erklärung für den Stempel: Es sind keine Originale, sondern Fälschungen. "Vermutlich in den 70er Jahren gemacht, mit dem Anschein seines Stils", sagt der Sachverständige.

Bares für Rares: Moderator Horst Lichter

Bei Ehepaar Tomassini ist die Enttäuschung groß. Der erhoffte Schatz aus dem Tresor hat sich als plumpe Fälschung entpuppt. "Es wäre ein Knaller gewesen, wenn es echt gewesen wäre", sagt Werner Tomassini. Die Händlerkarte bekommen sie für die Nachahmungen nicht. Stattdessen müssen sie die Stücke wieder mit zurück nach Hessen nehmen.

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