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Insel Verlag Suhrkamp-Tochter muss Insolvenz anmelden


Im Streit um den traditionsreichen Suhrkamp-Verlag gibt es ein Opfer: Das Tochterunternehmen Insel Verlag hat Insolvenz angemeldet. Der Schritt sei unausweichlich gewesen.

Der zu Suhrkamp gehörende Insel Verlag hat Insolvenz angemeldet. Der Schritt sei eine rechtlich zwingende Folge des Insolvenzantrags, den Suhrkamp Ende Mai gestellt hatte, sagte Verlagssprecherin Tanja Postpischil am Dienstag in Berlin. Sie bestätigte damit einen Bericht der Zeitung "Die Welt".

Das Geschäft des Insel Verlags, in dem viele Klassiker sowie Werke von Suhrkamp-Autoren veröffentlicht werden, laufe normal weiter. Suhrkamp und Insel seien eng verflochten, so dass der Insolvenzantrag in Eigenverwaltung für den Insel Verlag unausweichlich gewesen sei, sagte Postpischil.

Suhrkamp hatte ein sogenanntes Schutzschirmverfahren beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg beantragt. Der Verlag sollte nach einem Gerichtsurteil 2,2 Millionen Euro als Gewinnausschüttung an den Minderheitsgesellschafter Hans Barlach auszahlen. Mit dem Schutzschirm war die Auszahlungspflicht zunächst ausgesetzt worden. Barlach hat inzwischen auf eine Ausschüttung verzichtet, allerdings nur für eine begrenzte Zeit. Die von der Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz angeführte Familienstiftung und Barlach streiten seit Jahren über die Führung des Traditionshauses, dessen Existenz durch die Querelen bedroht ist.

juho/DPA DPA

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