HOME

REISE: Wallanders Welt

Nirgendwo wird grausamer gemordet als in der südschwedischen Hafenstadt Ystad - jedenfalls in den Krimi-Bestsellern von Henning Mankell. Fans seines Komissars Kurt Wallander strömen inzwischen aus ganz Europa nach Schonen, wo Roman und Wirklichkeit miteinander verschmelzen.

Von Walter Wüllenweber

Kurz hinterm Dörfchen Knickarp hängt am Wegrand eine Tote an einem Pfahl. Festgebunden am rechten Fuß, baumelt sie mit dem Kopf nach unten. Wind zerrt an der Leiche. Das Opfer wurde erschossen, vermutlich vor einer Woche. Die Verwesung ist weit fortgeschritten. Schon fallen der toten Krähe die ersten Federn aus. Sie soll ihre Artgenossen abschrecken. Die Methode ist weit verbreitet in Schonen, Schwedens südlichster Provinz. Wie anderswo Laternen säumen hier Vogelscheuchen die einsamen Straßen.

__________________________________________________

Webreporter: Ein Fuß im Sand, der andere im Schnee

Wallanders letztes Abenteuer

Gehören Sie auch zu den Mankell-Fans? Tauschen Sie sich mit Gleichgesinnten im stern.de-Forum aus.

Sie haben den stern noch nicht? Wenn Sie jetzt ein Probe-Abo bestellen, können Sie den neuesten Mankell-Roman »Die Brandmauer« lesen: exklusiv in 10 Beilagen als ungekürzten Vorabdruck.

__________________________________________________

Gut 200 Meter weiter duckt sich ein alter Bauernhof in den Windschatten einer Kuhle. Nebendran ein Pferdestall. Mehr Anzeichen für die Anwesenheit von Menschen sind nicht zu sehen. Nichts als Gegend, bis zum Horizont. Genau hier, an diesem idyllischen Ort, geschah Mitte der 80er Jahre ein Verbrechen, das die Menschen in Schonen bis heute nicht vergessen haben. Für viele markiert es das Ende der heilen Welt.

In der Nacht hielt ein Auto an der Landstraße. Männer schlichen zum Haus, fesselten das alte Bauernehepaar und schlugen es zusammen. Dann stahlen sie ein paar Kronen Bargeld. Die Bauern überlebten schwer verletzt. In ihr Zuhause kehrten sie nie zurück. Die zuständige Polizei aus dem Provinzstädtchen Ystad fasste die Täter schnell: zwei Zigeuner aus Malmö.

Nicht weit von dem Hof wohnt Henning Mankell. Er musste miterleben, wie der Überfall eine Welle der Ausländerfeindlichkeit in Schonen auslöste. Mankell ist Schriftsteller ? die Tat und die Reaktionen darauf wurden zum Auslöser für einen Roman. »Für mich ist Rassismus nichts anderes als ein Verbrechen. Also lag es nahe, einen Krimi zu schreiben, mit einem Kommissar als Hauptfigur«, sagt Mankell. Das war die Geburt von Kurt Wallander.

Und der Beginn einer außergewöhnlichen literarischen Erfolgsgeschichte. In den 90er Jahren schrieb Mankell acht Wallander-Romane, die in 29 Sprachen übersetzt und etwa zehn Millionen Mal verkauft wurden, fast die Hälfte davon in Deutschland. Mankells Bücher sind der größte Exportschlager Schwedens seit Abba. Und Kommissar Kurt Wallander, jener übergewichtige, einsame, ständig überarbeitete, redliche Grübler, wurde weltberühmt.

Für den ersten Wallander »Mörder ohne Gesicht« hat Henning Mankell ein paar Straßen verschoben, das Dorf Knickarp in Lenarp umgetauft, ein Nachbarhaus neben dem alten Hof erfunden und das Bauernpaar sterben lassen. »Ein Roman ist immer ein selbstherrlicher Schöpfungsakt«, sagt Mankell. Nur dieses Mal ließ er Wallander in einem teilweise realen Fall ermitteln. Alle anderen Verbrechen geschahen nur in der Fantasie des Autors. Und der Leser.

Zehn Jahre nach »Mörder ohne Gesicht« und sieben Wallander-Krimis später, fällt es den Menschen in Ystad schwer, zwischen Dichtung und Wahrheit zu unterscheiden. Ein wenig ergeht es ihnen wie den New Yorker Mafiosi in den 70er Jahren. Nachdem »Der Pate« in die Kinos gekommen war, wusste keiner mehr, ob die Gangster Vorbild für den Film waren, oder umgekehrt. »Wir leben hier mitten in Mankells Büchern«, sagt Mats Blomquist, der am Marktplatz von Ystad eine Buchhandlung betreibt. »Für uns ist Wallander längst auf dem Weg, eine echte Person zu werden.« Wallander lebt. »Sie sollten mal sehen, was hier los ist, wenn ein neuer Wallander rauskommt.«

Blomquists Kundschaft macht Telefonterror: im Laden, zu Hause, am Wochenende, in der Nacht. Du hast bestimmt ein Vorabexemplar. Ich bin doch so ein guter Kunde. Mein Mann besitzt Einfluss im Rathaus. Alles zwecklos. Steht der Erstverkaufstermin dann fest, reservieren sich in dem 16000-Einwohner-Städtchen ein paar tausend Fans ihr Exemplar und wollen auch noch wissen, um welche Uhrzeit der Lastwagen erwartet wird. Schließlich steht der Marktplatz voller Menschen. »Mitunter verkaufen wir die Bücher vom Laster herunter.« Einige Stunden später ist die erste Ladung ausverkauft. Im selben Augenblick schaltet das öffentliche Leben in Ystad einen Gang zurück. Am Abend sehen die Straßen aus, als würden Schwedens Fußballer gerade im WM-Finale spielen.

Was ist das für eine Figur, mit der sich Leser in ganz Europa identifizieren? Kurt Wallander ist nicht sexy wie James Bond, nicht cool wie Philip Marlowe und schon gar nicht skrupellos wie Dirty Harry. Wallander ist ein Moralist. Er hat den Traum von einer funktionierenden, solidarischen Gesellschaft immer ernst genommen. Und er ist nicht bereit, ihn aufzugeben. Trotz allem nicht. Doch seine Umgebung hat sich nicht zu einer Welt der offenen Arme entwickelt, sondern der verschlossenen Türen. »Manchmal dachte er an seinen Schlüsselbund. Von Jahr zu Jahr gab es mehr Schlüssel und immer neue Kodeschlösser. Und zwischen all diesen Schlössern und Schlüsseln nahm eine Gesellschaft Gestalt an, in der Wallander sich zunehmend wie ein Fremder vorkam.«

Das Besondere an Wallander ist, dass an ihm nichts besonders ist. »Er ist wie du und ich«, sagt Mankell. Durchschnitt. Er tut sich schwer. Mit allem. Arbeit und Privatleben bekommt er nicht gleichzeitig geregelt. Als Kommissar hängt er sich voll rein, zu Hause hängt er durch. Die Haare des Mittfünfzigers sind grau, genau wie seine Haut. Er bewegt sich nur, wenn er zum

ungestörten Grübeln die paar Schritte vom Polizeirevier zum Hafen geht. Auf seinem Speiseplan stehen zuckersüße Marzipan-Teilchen aus einer der unzähligen Konditoreien Ystads oder Fettiges aus dem Würstchenwagen. Tag und Nacht arbeitet er, wachgehalten nur von dickflüssigem Kaffee aus dem Automaten auf dem Flur. So ein Leben hat Folgen: Wallander bekommt Diabetes. Und kann sich selber immer weniger leiden. »Voller Abscheu stellte er sich plötzlich vor, wie kleine Inseln aus weißem Zucker in seinen Adern herumtrieben.« Seine Frau Mona verließ Wallander, um einen Hobbygolfer zu heiraten. Überhaupt hat der Kommissar Probleme mit Frauen. Lange hat er gebraucht, bis er es akzeptierte, dass mit Lisa Holgersson

eine Frau Polizeichefin von Ystad wurde.

»Wenn es Wallander wirklich gäbe, ich glaube nicht, dass ich sein Freund sein wollte«, sagt Henning Mankell. Genau so behandelt er seinen Kommissar auch. Lässt ihn auf zwei beengten Zimmern ? Küche, Bad ? in der Mariagatan hausen, der einzigen heruntergekommenen Straße in einer Stadt voll postkartenschöner Fachwerkhäuser.

Die Mariagatan ist inzwischen Schwedens berühmteste Straße. Wallander-Fans aus ganz Europa knipsen einander unter dem Straßenschild. Wenn mal eines da ist. Ein Original-Straßenschild ist ein begehrtes Souvenir. Die Stadtverwaltung muss ständig neue anschrauben.

Wegen Wallanders Wohnung muss Mankell sich heftige Vorwürfe gefallen lassen, wenn er zur zur Lesung nach Ystad kommt. Weil sie ja quasi Wallanders Nachbarn sind und er sie beschützt, halten die Fans aus Ystad es für ihre Pflicht, sich beim Autor persönlich für die Belange ihres Kommissars einzusetzen: Kurt muss endlich umziehen, das ist nicht die richtige Gegend für ihn. Er behandelt seinen Vater so schlecht, das darfst du ihm nicht durchgehen lassen. Henning, sei gnädig, such ihm eine Frau. Doch Mankell bleibt hart.

Mit jedem Buch werden Wallanders Fälle beunruhigender. Die Mörder werden jünger, die Fälle komplizierter, das Böse wird stärker. Der Kommissar tut Dienst in einer zerbröselnden Gesellschaft. Wallander denkt: »Ich lebe in einer Welt, in der sich junge Menschen das Leben nehmen, weil sie es nicht aushalten. Wenn ich weiter Polizist sein soll, muss ich verstehen, warum.« Aber das gelingt ihm nicht. Wallander stellt zwar die richtigen Fragen, aber Antworten darf man von ihm nicht erwarten.

Eine Eigenart Wallanders, in der sich viele Leser wiedererkennen, ist das Gefühl der permanenten Überforderung, sein Bewusstsein, den ewig wechselnden Anforderungen nicht gewachsen zu sein, so sehr er sich auch bemüht. Alles geschieht so schnell, dass der Kommissar unter der Gewissheit leidet, etwas Wichtiges zu übersehen.

Mankell begnügt sich nicht mit belanglosen Episoden aus den Nischen des Lebens. Er traut sich an die großen Theman ran. Darum bugsiert er den Kommissar aus der Provinz in die globalisierte Welt und beauftragt ihn mit Fällen, die ihren Ausgangspunkt in einer anderen Welt haben. »Wenn irgendwo auf dem Globus die schlimmsten Verbrechen geschehen, bekommen wir die Auswirkungen davon immer auch in Europa zu spüren«, sagt Henning Mankell. »Wir können uns nicht davor verstecken.«

In »Hunde von Riga« wird am Strand bei Mossby ein Gummiboot angetrieben, darin zwei Tote aus Lettland. Opfer einer osteuropäischen Schlepperbande? In »Die falsche Fährte« stirbt in der Dominikanischen Republik eine junge Mutter, weil sie zu arm ist für Medikamente. 16 Jahre später verbrennt sich eine junge Frau mit südländischem Aussehen in einem Rapsfeld bei Ystad, vor den Augen Wallanders.

Was hat das alles miteinander zu tun? Und wie soll ausgerechnet Kurt Wallander diese globalen Zusammenhänge aufklären? Er spricht ja nicht mal brauchbar Englisch. »Er fühlte sich schwerfällig, müde und mutlos. Was Trauer und Empörung war, konnte er nicht unterscheiden. Aber vor alle anderen Regungen in seinem Bewusstsein schob sich die nackte Angst.«

Wallander ist nicht clever, nicht weltgewandt und kein Superhirn wie Sherlock Holmes. Seine Waffen sind Redlichkeit und Hartnäckigkeit. Durchhalten, weitermachen, nicht aufgeben. Auch wenn er sich noch so oft fragt, »ob nicht das, von dem wir befürchten, es könnte eintreten, bereits eingetreten ist. Der Schritt nach dem endgültigen Verfall der Rechtsgesellschaft.« Immer diesen einen, entscheidenden Schritt hinterherzuhinken, das wird mehr und mehr zum Lebensgefühl von Kommissar Wallander. Er klärt die Fälle auf, aber am Ende ist nichts geklärt.

»Ach, diese Krimis, die darf man nicht ernst nehmen«, sagt Inspektor Lasse Lauritzen auf der Polizeistation in Ystad. Pro Jahr haben sie hier einen Mord aufzuklären, meist Familiendramen. »Die Bücher haben wenig mit der Realität zu tun«, sagt der Inspektor. Da biegt eine Frau auf den Flur, Eva Astrid Rosberg, die Polizeichefin von Ystad. »Auf der Straße nennen mich die Leute oft Lisa Holgersson, wie die Frau, die im Buch meinen Job macht«, sagt sie. Inspektor Lauritzen berichtet, viele Kollegen »aus Wallanders Generation« täten sich schwer mit einem weiblichen Chef. Aber sonst sei die Polizei ganz anders als in Mankells Romanen. »So wie Wallander arbeitet hier keiner.«

Am ehesten noch ein älterer Kommissar im ersten Stock. Er heißt: Kurt Wald. Zur Zeit ist er krankgeschrieben. Diabetes. »Aber nicht, dass Sie jetzt denken, die Chefin und der Kurt seien Vorbilder für Mankell gewesen. Er hat über die Leute schon geschrieben, bevor sie in die Positionen kamen.« Aber sonst: Alles ganz anders als in den Büchern, betont Inspektor Lauritzen.

Na gut, gibt er zu: Viele Polizisten fühlen sich dem Job nicht mehr gewachsen und kündigen, die Jugendkultur wird gewalttätiger. »Der Sozialstaat in Schweden bricht zusammen. Und wir kriegen es zu spüren.« Vor ein paar Wochen war Lauritzen bei den Kollegen in Polen. Sie haben um die Wette geschossen und getrunken. Und über eine bessere Zusammenarbeit gesprochen. »Die Globalisierung ist die Herausforderung für die Polizei. Gerade hier in Ystad.«

Im Kalten Krieg lag das Hafenstädtchen am Ende der Welt. Seit dem Fall der Mauer ist es ins Zentrum gerückt. Praktisch der gesamte Verkehr von Skandinavien nach Osteuropa und Asien wird im Hafen von Ystad verladen. Drei Viertel aller Ausländer, die illegal nach Schweden kommen, werden hier aufgegriffen. Darum muss sich Wallander auch mit der Verfolgung von Autoschieberbanden herumschlagen.

Draußen rollt ein Golf auf den Parkplatz der Polizei. Berliner Kennzeichen. Wallander-Touristen. In den letzten Jahren entwickelt sich Ystad zum Wallander-Museum. Bei der Lokalzeitung »Ystads Allehanda« kann man Wallander-Untersetzer kaufen. Das Touristenbüro bietet im Sommer Wallander-Touren an: In einem historischen Feuerwehrauto wird man zu »Fridolfs Konditori« gefahren, wo sich Wallander süßen Nachschub für die Zuckerinseln in den Adern holt. Weiter zum Polizeirevier, in den Hafen, wohin der Kommissar sich zum Nachdenken zurückzieht. Höhepunkt ist natürlich die Mariagatan. Viermal täglich geht die Tour. Für dieses Jahr sind alle Fahrten schon komplett ausgebucht.

Viele Touristen ermitteln auf eigene Faust. In Nybrostrand spähen sie unter die umgedrehten Ruderboote. Es könnte ja ein toter Ex-Minister drunter liegen, wie in »Die falsche Fährte«. An Ystads Strand stellen sie sich eine Szene aus dem »Mittsommermord« vor: Ein Fotograf macht Bilder von einem Brautpaar. Da kommt aus dem Wasser ein Mann in Badehose, geht zu seinem Handtuch, wickelt eine Pistole aus und erschießt das Paar und den Fotografen.

»Ich bin der Hochzeitsfotograf von Ystad«, sagt Bosse Lasson. »Aber wie Sie sehen« ? er breitet die Arme aus und dreht sich um die eigene Achse ? »ich lebe noch.« Lasson ist skandinavischer Meister in Hochzeitsfotografie und holte bei der Europameisterschaft Bronze. Früher hat er fast nie Paare am Meer fotografiert. Doch seit dem Buch gehört der Strandgang zum Hochzeitsritual in Schonen. »Das war eine gute Idee von Mankell«, sagt Lasson. »Vorigen Samstag habe ich wieder ein Paar am Strand fotografiert. Ein komisches Gefühl ist das jedes Mal. Ich schau mich laufend um, ob nicht ein Typ in Badehose herumläuft.«

Was oft vorkommt. Spätestens im Mai, wenn sich die Ostsee-Temperatur der Zehn-Grad-Marke nähert, gehen die Schweden baden. Schonen gilt als Riviera Skandinaviens. Die Urlauber kommen wegen der weißen Strände, der menschenleeren Hügel im Hinterland und wegen der dramatischen Wolkengemälde, die der ewige Westwind an den Himmel pinselt. Wallanders Vater war von der Schönheit Schonens so überwältigt, dass er seine letzten Lebensjahre damit verbrachte, sie zu malen. Schonische Landschaft ? mit oder ohne Auerhahn. Nur diese beiden Motive, immer und immer wieder. Es müssen grauenhaft kitschige Bilder gewesen sein. Wallander schämte sich für seinen durchgedrehten Vater.

»Dabei ist das gar kein so schlechtes Motiv«, sagt Gunnar Andersson. Er muss es wissen, schließlich malt auch er die schonische Landschaft, mit oder ohne Auerhahn. Als der 71-jährige pensionierte Seemann die Wallander-Krimis las, identifizierte er sich weniger mit Kurt Wallander als mit dessen skurrilem Vater. »Zu Anfang war es schon komisch, immer dasselbe zu malen. Aber jetzt gefällt es mir. Es ist sehr beruhigend, fast meditativ.« Und es füllt die Haushaltskasse. In der Galerie am Marktplatz werden die Bilder an Wallander-Touristen verkauft, für umgerechnet 200 Mark das Stück.

Der Mensch, dessen Leben der Wallander-Boom am nachhaltigsten umgekrempelt hat, ist vermutlich Inke Nordström. Vor 16 Jahren lernte sie auf einer Silvesterfeier einen unbekannten Autor kennen. Ein paar Wochen später fragte er sie, ob sie sich nicht um seinen Papierkram kümmern wolle, solange er in Afrika ist. Mitte der 80er ging Henning Mankell nach Mosambik, um in der Hauptstadt Maputo das »Teatro Avenida« zu leiten. Seitdem pendelt er zwischen Maputo und Schonen. »Viel wird es nicht werden, hat er damals gesagt.« Inke Nordström muss lachen.

Vor ein paar Jahren hat sie ihren Job bei der Bank gekündigt, weil sie sonst mit der Arbeit für Mankell nicht nachgekommen wäre. Seine Post wird in Kilo gemessen. »Etwas Schlechtes hat sein Erfolg schon bewirkt«, sagt Inke Nordström. »Henning kommt seltener nach Ystad. Es gibt ja jedesmal einen Volksaufstand, wenn er nur über den Marktplatz geht. Früher hat er sich oft ein paar Stunden ins Restaurant gesetzt und den Leuten zugehört. Nachher hatte er meist eine Idee für seine Bücher.«

Inke Nordström wohnt in der Stickgatan, einem engen Gässchen. Absolutes Halteverbot. Kommissar Wallander stellt manchmal, wenn er zu faul ist, bis zur nahen Pizzeria zu laufen, seinen alten Peugeot trotzdem hier ab. Im wahren Leben sollte man das besser lassen. Wer es wagt, könnte die Bekanntschaft eines kleinen Mädchens machen, das aus dem Haus rennt und den Falschparker zurechtweist: »He, hier darfst du nicht parken. Das darf nur der Kommissar Wallander.«

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(