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Emmy Awards "Modern Family" und "Mad Men" sahnen wieder ab


"Mad Men" und "Modern Family" bleiben die erfolgreichsten Serien im US-Fernsehen: Sie sahnen die Top-Preise bei der Emmy-Verleihung in Los Angeles ab. Und Charlie Sheen zeigte sich versöhnlich. Er wünschte seinen Ex-Kollegen viel Erfolg mit der Sitcom "Two and a Half Men".

Das nostalgische TV-Drama "Mad Men" und die spritzige Komödie "Modern Family" sind erneut zu den besten Serien des amerikanischen Fernsehens gekürt worden. Die Satire über drei Familien und ihren Umgang mit Hürden im Alltag erhielt bei der Vergabe der begehrten Fernsehpreise in der Nacht zum Montag in Los Angeles sogar fünf Auszeichnungen. Preissegen auch für Martin Scorsese und Kate Winslet: Die beiden Oscar-Preisträger dürfen nun Emmy-Trophäen neben ihre goldenen Männer in die Vitrine stellen.

Scorsese ("Departed - Unter Feinden") wurde für eine Episode der ersten Staffel des Gangsterdramas "Boardwalk Empire" belohnt, das in Deutschland beim Bezahlsender TNT Serie zu sehen war. Winslet ("Der Vorleser") war außer sich vor Freude. Sie umarmte ihre Kollegen überschwänglich, bevor sie in einem gewagten roten Kleid den Preis für die Hauptrolle in einer Miniserie entgegennahm. In dem Fünfteiler "Mildred Pierce" des amerikanischen Kabelsenders HBO kämpft Winslet in den Wirren der Weltwirtschaftskrise um die Liebe ihrer Tochter.

Fox zensiert Baldwin

Guy Pierce wurde für seine Rolle in "Mildred Pierce" mit einem Nebenrollen-Emmy geehrt. Als bester Hauptdarsteller in einem Film oder einer Miniserie machte Barry Pepper von "The Kennedys" das Rennen.

Vor Beginn der dreistündigen Live-Show im Nokia Theater war es zwischen Alec Baldwin und dem Sender Fox zum Eklat gekommen. Fox strich einen Witz über den Abhörskandal von Rupert Murdochs News Corp aus der Aufzeichnung, in der Baldwin zum Auftakt der Gala zu sehen sein sollte. Empört blieb der Schauspieler der Veranstaltung fern - und informierte seine Fans über den Kurznachrichtendienst Twitter von dem Vorfall. Der Sender verteidigte sich später, dass es den Witz über eine so ernste Angelegenheit nicht für angemessen befunden habe.

"Mad Mens" Erfolg reißt nicht ab

Im Kopf-an-Kopf-Rennen um das beste Drama des Jahres errang "Mad Men" bereits im vierten Jahr den Sieg. Die Serie um eine New Yorker Werbeagentur in den 1960er Jahren läuft seit 2007 in den USA und seit 2009 auch in Deutschland - derzeit beim Digitalsender ZDFneo sowie beim Bezahlsender Fox Channel. Das Nachsehen hatte "Boardwalk Empire", das sich mit 18 Nominierungen Hoffnung auf den begehrten Titel gemacht hatte. Der Gewinner, "Mad Men", war sogar mit 19 Nennungen in die Ausscheidung gegangen.

Bei den Komödien wiederholte die in Deutschland noch unbekannte Satire "Modern Family" ihren Erfolg von 2010. Außer dem Hauptpreis heimste sie die Nebendarsteller-Emmys für Ty Burrell und Julie Bowen ein, die in "Modern Family" als Ehepaar auftreten. Die weiteren Preise wurden Regisseur Michael Alan Spieler und den Drehbuchautoren Steve Levitan und Jeffrey Richman verliehen.

Das satirische Nachrichtenprogramm des Politkomödianten Jon Stewart ("The Daily Show With Jon Stewart") stach zum neunten Mal alle Konkurrenz aus, darunter auch die populäre Samstagabendshow "Saturday Night Life" mit Tina Fey.

Sheen auf Versöhnungskurs

Die Emmys wurden zum 63. Mal von der Amerikanischen Fernsehakademie verliehen. Durch die schmissige Show führte die Schauspielerin Jane Lynch, die vor einem Jahr einen Emmy für ihre Rolle in der Musicalserie "Glee" - in Deutschland bei Super RTL zu sehen - entgegengenommen hatte, in dieser Saison aber trotz Nominierung unterlag.

Zu den Promis, die die Gewinner bekanntgaben, gehörte auch Charlie Sheen. Er wünschte seinen ehemaligen Kollegen von der Sitcom "Two and a Half Men" (in Deutschland bei ProSieben) noch einmal offiziell Erfolg für die bevorstehende Saison - und zwar "aus der Tiefe meines Herzens". Ihm war wegen Beleidigung des Produzenten der Stuhl vor die Tür gesetzt worden.

DPA DPA

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