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"American Sniper": Der erfolgreichste Kriegsfilm aller Zeiten

Fast 400 Millionen Dollar hat "American Sniper" bereits eingespielt. Die Oscars scheinen sicher. Doch das amerikanische Publikum ist zerrissen.

Von Sophie Albers Ben Chamo

Kinotrailer: "American Sniper"

So heftig hat man "The Interview"-Komiker Seth Rogen noch nie zurückrudern sehen: Kurz nach der Premiere von Clint Eastwoods Irak-Drama "American Sniper" hatte er folgenden Tweet abgesetzt:

American Sniper erinnert mich irgendwie an an den Film, der im dritten Akt von Inglourious Basterds gezeigt wird" (Rogen meinte damit Quentin Tarantinos Propagandafilmeinlage, die Daniel Brühls Heckenschützen-Nazi erklärt)

Rogen hielt dem Shitstorm, den Amerikas rechte Medien dankbar aufgenommen und aufgeblasen haben, kaum einen Tag stand. Und so twitterte der für seine große Klappe bekannte Rogen schnell Klärungsversuche hinterher.

Etwas, das Michael Moore nicht passieren könnte. Auch der "Fahrenheit 9/11"-Regisseur hatte etwas zum Thema "Sniper" zu sagen:

Mein Onkel wurde im Zweiten Weltkrieg von einem Sniper getötet. Wir haben gelernt, dass Sniper Feiglinge sind. Sie schießen dir in den Rücken. Heckenschützen sind keine Helden. Und Eindringlinge sind noch schlimmer.

Für Moore haben die Kritiker gleich die ganz großen Geschütze aufgefahren. Allen voran Sarah Palin mal wieder mit Fadenkreuzen. Immerhin Moore konnte darüber lachen.

Was ist das für ein Film, der den Graben, der die Bevölkerung Amerikas trennt, noch einen Meter tiefer legt?

Der erfolgreichste Kriegsfilm von allen

Vor allem ein Kassenhit. "American Sniper" ist der erfolgreichste Kriegsfilm aller Zeiten, heißt es. Das Einspielergebnis von knapp 400 Millionen Dollar hat damit Spielbergs "Saving Private Ryan" abgehängt.

"American Sniper" ist inspiriert vom wahren Schicksal des US-Seals Chris Kyle, der in den USA von vielen als Held gefeiert wird, denn der Mann aus Texas war als Heckenschütze angeblich so erfolgreich wie nun Eastwoods Film. Kyle soll in vier Irak-Einsätzen 160 Feinde "ausgeschaltet" haben, was ihn zum "tödlichsten Heckenschützen" der US-Geschichte gemacht hat. Mit einem tragischen Ende: Nur schwer hat der traumatisierte Veteran sich wieder im zivilen Leben bei der Famile zurechtfinden können. Schließlich wurde er von einem anderen traumatisierten Veteran erschossen. Der Prozess läuft gerade.

Schießen, ducken, nachladen

Es soll der französische Kultregisseur François Truffaut gewesen sein, der einst feststellte, dass es keinen Antikriegs-Film geben könne, dazu sei das Thema einfach zu verführerisch.

Tatsächlich bietet auch "American Sniper" immer wieder das Bild des selbstlosen Kriegers, imposant in voller, verstaubter Montur. Die Hatz durch Falludscha und Sadr verpflanzt den Zuschauer in einen Ego-Shooter: schießen, ducken, nachladen. Und ein paar Mal zu häufig nennen Eastwoods Helden die Menschen im Irak "Barbaren".

Dem Film deshalb Kriegsverherrlichung vorzuwerfen, wäre allerdings auch falsch. Alle Filmcharaktere, die im Krieg waren, sind entweder traumatisert, körperlich versehrt oder tot. Allein Kyle scheint an der Lüge vom "gerechten Krieg" festzuhalten, denn ohne sie würde augenblicklich seine Existenzberechtigung erlöschen.

Das Problem von "American Sniper" ist ein anderes. Es ist das Publikum.

Zu viele Bilder des harten, selbstlosen Kriegers

Zu viele Bilder des harten, selbstlosen Kriegers

Das Schicksal der Veteranen

So vielschichtig Eastwoods Film ist, so eindimensional ist die Diskussion darüber. Wer "American Sniper" kritisiert, steht nicht hinter Amerikas Truppen, scheint das Motto zu lauten. Den Film zu mögen, steht für die Solidarität mit den eigenen Soldaten.

Das sind zumindest gute Neuigkeiten für die Veteranen. Die haben in den USA - wie auch in Deutschland - keinen wirklichen Platz in der Gesellschaft. Sie sind Produkte des Krieges, von dem in der friedlichen Heimat die Mehrheit lieber nichts wissen will. Laut einer Studie aus dem Jahr 2013 nehmen sich jeden Tag rund 22 US-Kriegsheimkehrer das Leben. Eine schreckliche Zahl, die keine große Öffentlichkeit findet. Und auch nicht diese hier: Zwölf Prozent der Obdachlosen in den USA sind Kriegs-Veteranen.

Eastwoods Film hat ihr Schicksal ins fette Scheinwerferlicht gerückt. "American Sniper" ist sechs Mal für den Oscar nominiert. Jetzt müssten all die Rogen- und Moore-Hasser nur noch begreifen, dass es mehr braucht als einen Tweet, um die Situation von Kriegsheimkehrern zu verbessern.

Der andere Heckenschütze

2005 gab es schon mal einen breit diskutierten, autobiografischen Heckenschützen-Film (der allerdings nur 97 Millionen Dollar eingespielt hat): "Jarhead". Jake Gyllenhaal spielte darin den Sniper Anthony Swofford, der den Wahnsinn des zweiten Golfkriegs nicht nur erlebt, sondern auch in Worte zu fassen wusste. "Der Krieger wird zum Helden, und die Gesellschaft feiert den Tod und die Zerstörung des Krieges. Zwei Dinge, die ein Krieger niemals feiern würde. Der Krieger feiert die Tatsache, dass er überlebt hat (...) Das große, komplexe emotionale Chaos namens nationaler Sieg bedeutet dem Krieger nichts. Es ist notwendig, Zivilisten daran zu erinnern. Und sie die Stimme des Kriegers hören zu lassen."

Definitiv keine schöne Stimme, aber eine über die die Menschen - auch bei uns - zu wenig nachdenken.

Liebe Leser, das Einspielergebnis war falsch und wurde korrigiert. Am Erfolg und an der Bedeutung des Films ändert sich damit aber nichts.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(