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"Big Brother": "Sex ja, Kinder nein"

"Big Brother" wird zum Fall für die Medienkontrolle. Der Grund: Zwei Container-Bewohner nutzten die kamerafreie Stunde zum Liebesspiel - und ein Mitbewohner plauderte es aus.

Der RTL-2-Soap "Big Brother" droht eine Auseinandersetzung mit den deutschen Medienanstalten. Eine 19-jährige Kandidatin und ein 25-jähriger Kollege nutzten die so genannte "Freistunde" am frühen Montagmorgen zwischen fünf und sechs Uhr zum Liebesspiel, wie die Produktionsfirma Endemol am Montag berichtete. Eine Sprecherin der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR) sagte, die Medienkontrolle werde überprüfen, ob mit der Bekanntgabe der Ereignisse durch Endemol "der Sinn der kamerafreien Stunde konterkariert" worden sei.

"Freistunde" erkämpften die Landesmedienanstalten

Diese "Freistunde" wurde mit der ersten Staffel der Containershow im Frühjahr 2000 auf Druck der Landesmedienanstalten eingeführt. Sie sollte den Kandidaten, die sonst 24 Stunden lang unter Dauerbeobachtung der Kameras stehen, die Gelegenheit geben, sich zurückzuziehen und dabei private Probleme zu besprechen. In dieser Zeit überwacht zwar die Regie alle Räume, es werden aber keine Bilder aufgezeichnet und übertragen, weder in der Tageszusammenfassung auf RTL 2 noch live bei Premiere.

Mitbewohner hat die beiden verpfiffen

Eine Endemol-Sprecherin sagte, der Vorgang werde in der Tageszusammenfassung auf RTL 2 am 8. März thematisiert, da das Paar von einem Mitbewohner, der im selben Zimmer geschlafen hatte, am Montag morgen darauf angesprochen worden sei. Somit sei die Aktion öffentlich geworden.

Der Wecker macht's möglich

Die beiden Mitspieler hatten sich für Montagmorgen den Wecker gestellt. Möglich war dies erst durch die Einführung von Weckern in der seit Dienstag vergangener Woche laufenden neuen Staffel geworden. Denn wegen des Bauernhofs müssen die Bewohner des "Big Brother"-Dorfs bereits um sieben Uhr aufstehen. Sollte der Liebesakt der beiden weitere Folgen haben, gibt es eindeutige Ansagen von Endemol: "Sex ja, Kinder nein", sagte die Sprecherin.

DPA / DPA
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