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Berlinale-Tagebuch: Nächtliches Konzert von Kevin Spacey

Superstar Kevin Spacey kam nach Berlin, um seinen neuen Film vorzustellen. Dazu gab er auch Konzerte - und übte sich in Publikumsbeschimpfung.

Filme, Pressekonferenzen, Partys, Filme, Pressekonferenzen, Partys, Filme. Spätestens am vierten Tag der Berlinale vermischen sich sämtliche Eindrücke, Begegnungen, Gespräche und Anekdoten zu einem großen, bunten Bilderbogen, der keine Unterschiede mehr macht zwischen Leinwand und Leben.

Da heuert Superstar Kevin Spacey ("American Beauty") das Model Eva Padberg als Background-Sängerin an. Da tritt Spacey mit einer 17-köpfigen Big Band weit nach Mitternacht ("Dies ist die Ein-Uhr-Show. Bei der Vier-Uhr-Show ziehen sich die Mädchen aus.") in einem kleinen Nachtclub auf und als das unhöfliche Publikum immer lautstarker Privatgespräche führt, schnauzt er in Richtung des deutschen Qualitätsmimen Herbert Knaupp: "Shut the fuck up!"

Zwei illustre Empfänge

All das geschieht nicht im Kino, sondern auf zwei Empfängen. Der eine, von einer Champagner-Marke gesponsert, im noblen "China Club" des Adlon Hotels, eine Mischung aus Kunstgalerie, American Diner und asiatischer Bar. Thomas Kretschmann, Jan-Josef Liefers, Veronica Ferres und Bastian Pastewka waren auch da. Der andere, von einer Leute-Zeitschrift gesponsert, im "Quatsch Comedy Club" im Friedrichsstadtpalast.

Bei soviel Spacey-Show vergisst man schnell, das der Film, für den hier eigentlich geworben wird, etwas weniger Sex-Appeal und Biss hat. Spacey erzählt in "Beyond The Sea" das Leben des jung verstorbenen US-Entertainers Bobby Darin - bekanntester Hit in Deutschland wohl "Splish, Splash, I'm Taking A Bath" -, kann aber nur durch seine Stimmkünste überzeugen. Der Rest ist schwerfälliges Genre-Kino, das in der Nebenreihe "Panorama" gut aufgehoben ist.

Dennis Quaid empfiehlt Drogen und Chirurgie

Da gesteht Dennis Quaid, braungebrannt und unverschämt gutaussehend, dass er sich noch eine Tochter wünscht und verrät schelmisch grinsend sein Rezept gegen den Jugendwahn: "Drogen und Chirurgie sind der richtige Weg". Das tut er jedoch nicht in seiner Rolle als liebevoller Familienvater. Nein, Quaid, selbst Vater eines Sohnes, gibt eine Pressekonferenz. Bei der sich auch endlich der ungewöhnliche Vorname von Jungstar Topher Grace erklärt: "Das ist nur die zweite Hälfte von Christopher und mein Spitzname als Kind." Wie langweilig.

Der hier vorgestellte Film ist deutlich mehr ist als eine warmherzige US-Komödie. "In Good Company" nimmt vielmehr ein brandaktuelles Thema auf die Comedy-Schippe. Eine kleinere Firma wird von einer größeren geschluckt, der neue Chef bringt seine eigenen Leute in Position. Der altgediente Anzeigenverkäufer (Quaid) muss Platz machen für den jungen, aalglatten Emporkömmling (Grace), der zu allem Überfluss auch noch mit seiner Tochter (leider nicht in Berlin: Scarlett Johansson) eine Affäre beginnt.

Schon der zweite gelungene US-Film

Regisseur Paul Weitz ("About A Boy") ist ein kleines, extrem amüsantes Meisterstück gelungen. Geschickt hält er die Balance zwischen Leicht und Schwer, zwischen menschlichen und wirtschaftspolitischen Irrungen, tatkräftig unterstützt von seinen tollen Darstellern. Nach "Thumbsucker" schon der zweite gelungene Amerikaner im Wettbewerb.

Der zweite Deutsche lief ebenfalls im Wettbewerb: "Sophie Scholl - Die letzten Tage". Und bekam viel Beifall. Auch wenn das berührende Kammerspiel nichts weiter ist als eine historisch akkurate Nacherzählung der letzten Stunden im Leben der Widerstandskämpferin. Geschichtslehrer dürfen schon mal Karten für ihre Klassen reservieren. Und falls Sie die letzten Wochen in einem Erdloch verbracht haben sollten: Die Hauptdarstellerin Julia Jentsch ist wirklich super. In echt.

Matthias Schmidt
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(