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Rezensionen: Neue Video-DVDs im November

Wer das eigene Heimkino mit neuen Scheiben füttern will, benötigt mehr Informationen, als sie der Klappentext der DVD-Box verrät. Carsten Scheibe berichtet für stern.de.

Big Fish

Edward Bloom (Albert Finney) liegt im Sterben. Das ist die letzte Möglichkeit für seinen Sohn Will (Billy Crudup), seinen Frieden mit seinem Dad zu machen. Will fühlte sich schon von Kindesbeinen an von seinem übermächtigen Vater an den Rand gedrängt. Selbst auf Wills eigener Hochzeit kann es der Vater nicht lassen, eine seiner beliebten Märchengeschichten aus seinem eigenen Leben zu erzählen, die Will einfach nicht mehr hören kann. Es kommt zum Streit, Vater und Sohn sprechen nicht mehr miteinander. Am Sterbebett erzählt der charmante Vater deswegen seiner Schwiegertochter die fantastischen Geschichten seines Lebens.

Tim Burton ("Beetlejuice", "Edward mit den Scherenhänden", "Mars Attacks!") legt mit "Big Fish" einen Film vor, der märchenhafter, sensibler, erzählfreudiger und stimmungsgewaltiger nicht sein könnte. Der alte Edward fabuliert von gefräßigen Riesen, von einem Spukwald und von Meerjungfrauen, die in einem See wohnen. Diese Geschichten, die mit einem fantastisch spielenden Ewan McGregor in Rückblenden erzählt werden, beschwören die längst vergessen geglaubte Magie des Märchens und wecken schnell den Zweifel im Zuschauer, ob sich der alte Bloom wirklich alles nur ausgedacht hat.

Burton webt seine Geschichte intelligent, bildgewaltig und überaus verschmitzt. Dabei greift er immer wieder einzelne Handlungsstränge auf und führt sie fort, was den Film angenehm kompliziert macht. Das schreckt sicher einige Zuschauer ab, die so etwas wie eine Filmhandlung gar nicht mehr gewöhnt sind. Sei es drum: Wunderbare Cameo-Auftritte etwa von Danny deVito als Werwolf-Zirkusdirektor und Steve Buscemi als Bankräuber setzen da nur noch das i-Tüpfelchen auf einen der schönsten DVD-Filme des Jahres. Zu den DVD-Extras zählen ein Regiekommentar, mehrere Dokumentationen und ein Quiz über Tim Burton. Verleih: Columbia Tristar
Ton: DD 5.1
Bild: 1:1,85
FSK: ab 6 Jahren
Laufzeit: 120 Minuten
Preis: ca 20 Euro

50 erste Dates

Der romantische Liebesfilm "50 erste Dates" startete in den USA ausgerechnet am Valentinstag 2004 - und legte hier den besten Valentinsstart aller Zeiten für eine Romantikkomödie vor. Kein Wunder: Das von Peter Segal ("Die Wutprobe") inszenierte Liebesdrama ist zuckersüß. Starkomiker Adam Sandler spielt den Tierpfleger Henry Roth, der auf Hawaii als Tierarzt in einem Sea-Life-Park arbeitet. Henry nutzt die Urlaubslaune der hübschen Touristinnen, um sie mit irren Geschichten ins Bett zu quatschen. Der unverfängliche Sex liegt Henry - bis er beim Frühstücken die fröhliche Lehrerin Lucy Whitmore (hinreißend: Drew Barrymore) kennen- und lieben lernt. Das Problem: Bei einem Unfall hat Lucys Hirn Schaden genommen. Ihr Kurzzeitgedächtnis wird jede Nacht aufs Neue gelöscht, so dass sie exakt den gleichen Tag immer wieder neu durchlebt. Das bedeutet: Mit viel Fantasie muss Henry seine Angebetete jeden Tag aufs Neue erobern, weil sie sich partout nicht mehr an ihn erinnern kann. So kommt es zu 50 sehr schrägen und erinnerungswürdigen Dates.

Regisseur Peter Segal zieht alle Register. Hawaii ist eine mehr als dankbare Kulisse für diese Romantikkomödie, die mit ihren Palmen und Stränden immer wieder zum Träumen einlädt. Aber auch die Story selbst nimmt immer wieder überraschende Wendungen. So trifft Henry schon bald auf Lucys Vater (Blake Clark) und dessen Anabolika-umnebelten Sohn (wunderbar schräg: Sean Astin, der Sam aus "Herr der Ringe"). Gemeinsam versuchen sie, Lucys Gedächtnis wieder anzukurbeln. Vergeblich.

"50 erste Dates" bietet mal ganz üblen Krawallhumor, dann wieder ganz feinfühlige und sensible Momente. Hinzu gesellt sich auch ein leichtes Gefühl der Tragik, das dem Zuschauer oft genug einen Kloß in den Hals zaubert - vor allem zum Ende hin. Verleih: Columbia Tristar
Ton: DD 5.1
Bild: 1:2,40
FSK: ab 6 Jahren
Laufzeit: 95 Minuten
Preis: ca 20 Euro

Der Appartementschreck

Alex (Ben Stiller) schreibt an seinem zweiten Buch, seine frisch angetraute Frau Nancy (Drew Barrymore) arbeitet in einem Verlag. Beide können es kaum fassen, dass es ihnen gelingt, mitten in New York ein wunderbares Doppelappartement zu einem absoluten Schnäppchenpreis zu erstehen. Das einzige Problem: In der Einliegerwohnung, die einmal das Kinderzimmer werden soll, wohnt noch eine alte Frau. Doch der Makler weiß ganz genau: Die macht es nicht mehr lange.

Leider Gottes ist die Alte (Eileen Essell) alles andere als scheintot. Viel zu schnell entwickelt sie sich zur echten Landplage, die ständig an der Tür klingelt, dem Pärchen durchs Fenster beim Sex zusieht oder nachts so laut fernsieht, dass niemand dabei mehr ein Auge zumachen kann. Schon bald sind Alex und Nancy mit den Nerven völlig am Ende - was jeder Zuschauer nachvollziehen kann, der schon einmal störende Nachbarn hatte. Das ehemals so süße Pärchen ist kaum mehr wiederzuerkennen und denkt schon bald an Mord. Dieses Vorhaben ist allerdings nicht leicht umzusetzen, wenn die Alte mehr Leben als eine Katze hat und der Polizist des Viertels anscheinend einen echten Narren an ihr gefressen hat.

Regisseur Danny deVito schafft es, eine Stimmung wie im Film "Geschenkt ist noch zu teuer" mit Tom Hanks aufzubauen. Immer wenn man denkt, es kann einfach nicht noch schlimmer werden, passiert genau das. Oder was würden Sie mit einer Nachbarin machen, die Sie mit zum Einkaufen nimmt und dann in der Obstabteilung jede Weintraube einzeln abzählt? Am Ende zeigt der Regisseur, wie schwarzhumorig seine Seele ist und verwehrt dem Zuschauer sein Happyend - dem Film tut das nur gut.

Die DVD-Extras laden den Zuschauer zu einem Blick hinter die Kulissen ein. Außerdem finden sich hier drei zusätzliche Szenen, die im Film noch fehlen.

Verleih: Buena Vista
Ton: DD 5.1
Bild: 1:1,85
FSK: ab 6 Jahren
Laufzeit: 89 Minuten
Preis: ca 20 Euro

Buddy der Weihnachtself

Will Ferrell gilt in den USA als Top-Comedian, der zur Truppe der Saturday-Night-Live-Komiker gehört. Viele kennen ihn auch aus der Komödie "Old School", wo er den nackt durch die Straßen laufenden "Frank the tank" spielte.

Mit seinem Weihnachtsfilm "Buddy der Weihnachtself" feierte Ferrell in den USA einen echten Überraschungserfolg, der über 220 Millionen Dollar einspielte. Der Kinderfilm erzählt vom Waisenkind Buddy, das zum Weihnachtsmann in den Geschenkesack krabbelt und so mit zum Nordpol reist. Hier ziehen ihn die Elfen groß, bis Buddy aufgrund seiner Körpermaße nicht mehr in den filigranen Werkstätten arbeiten kann. Geschockt von der Erkenntnis, ein Mensch zu sein, beschließt Buddy, nach New York zu gehen, um seinen Vater zu besuchen. Der weiß nicht einmal, dass er einen Sohn hat. Und überhaupt steht der Daddy (James Caan) auf der schwarzen Liste des Weihnachtsmann - er ist ein zynischer Geschäftsmann, der auch auf den Gefühlen seiner Familie herumtrampelt.

Will Ferrell spielt den naiven Buddy, der noch nie zuvor außerhalb der harmonischen Weihnachtsbastelstuben gewesen ist, trotz des lächerlich grünen Kostüms sehr gut. Mit seinem kindlichen Glauben an das Gute und an den Weihnachtsmann rettet Buddy schnell den Tag, kommt seinem Dad näher und lernt auch noch die Liebe seines Lebens kennen.

Nun: Europäer sind ein wenig verwöhnter als die Amerikaner. Unsereiner findet es schade, dass der Film über weite Strecken einfach nur dahindümpelt und nicht vom Fleck kommt. Die wirklich guten Gags lassen sich an den Fingern einer Hand abzählen - dazu gehört sicherlich auch der längste Rülpser der Filmgeschichte. Aber schon der "Grinch" mit Jim Carrey hat ja gezeigt, dass es in den USA völlig ausreicht, sich dumm zu verkleiden, um einen Weihnachtserfolg im Kino zu erzwingen. Verleih: Warner
Ton: DD 5.1
Bild: 1:1,85
FSK: ab 6 Jahren
Laufzeit: 93 Minuten
Preis: ca 20 Euro

Unterwegs nach Cold Mountain

Mit zweieinhalb Stunden Länge ist das mit sieben Oscar-Nominierungen ausgezeichnete "Unterwegs nach Cold Mountain" eine wahrlich epische Geschichte. Zu Beginn des amerikanischen Bürgerkriegs lernen sich die städtische Priestertochter Ada (Nicole Kidman) und der einfache Südstaaten-Mann Inman (Jude Law) kennen. Eine zarte Liebe bahnt sich an. Doch der Krieg fordert seinen Tribut: Inman wird eingezogen und gelangt an die Front.

Sehr hart und zu Anfang sehr nah an der Buchvorlage von Charles Frazier erzählt der Film beide Seiten. Er begleitet Ada, die nach dem Tod ihres Vaters nicht weiß, wie sie die Farm bestellen soll und die nebenbei die Liebesavancen der schmierigen Typen von der Bürgerwehr abwehren muss. Und er zeigt die Sinnlosigkeit des Krieges, wenn Inman in den Schützengräben liegt und an der extrem blutigen Schlacht von Petersburg, Virginia, im Jahre 1864 mitmischt. Schon bald hat Inman genug vom Krieg - er desertiert, um zurück nach Cold Mountain in South Carolina zu laufen.

Regisseur Anthony Minghella erzählt seine epische Geschichte mit voller Wucht und Härte. Das ganze Elend der damaligen Zeit, das sinnlose Töten, das Hungern, die Willkür der Bürgerwehr - all das kann einem am Bildschirm schon zur Verzweiflung treiben, zumal man sehr mit Ada und Inman mitfiebert. Doch immer dann, wenn man glaubt, nicht noch mehr Elend ertragen zu können, überrascht der Regisseur mit einer atemberaubenden Landschaftsaufnahme oder mit einer überraschenden Wendung in der Geschichte. Ada bekommt etwa Hilfe von der resoluten Ruby (wunderbar burschikos: Renée Zellweger), die ihr zeigt, wie man die Arbeit auf der Farm meistert.

Gerade auf DVD wirken die wunderschönen Landschaftsaufnahmen und der explosive Lärm des Krieges natürlich besonders gut. Elf zusätzliche Szenen (20 Minuten Länge) werten das Drama zusätzlich auf. Verleih: Buena Vista
Ton: DD 5.1
Bild: 1:2,35
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: 148 Minuten
Preis: ca 20 Euro

Van Helsing

Hugh Jackman ist Van Helsing, ein Ungeheuer-Jäger des Vatikans. In den Katakomben von Rom betritt Van Helsing ein modernes Waffenlabor, in dem ihm ein an James Bonds Q erinnernder Experte mit den neuesten Anti-Vampir-Armbrüsten und Weihwasser-Bomben konfrontiert. Derart ausgestattet, ist es für Van Helsing kein Problem, alle Monster mit charmanter Coolness zu erlegen. Lange Zeit zum Verschnaufen bleibt dem Superhelden aus der Vergangenheit allerdings nie: Im Film muss Van Helsing nach Rumänien reisen, um Dracula daran zu hindern, sich über Gebühr zu vermehren. Vor Ort wartet bereits eine heißblütige Prinzessin (Kate Beckinsale) darauf, ihm mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Regisseur Stephen Sommers ("Die Mumie") hat 148 Millionen Dollar verballert, um fast tausend Spezialeffekte einzukaufen, die aus dem Kinostreifen eine turbulente und sehr schnelle Mischung aus James Bond, Indiana Jones und den Monster-Schmonzetten aus alten Schwarz-weiß-Tagen machen. Schade ist allein, dass Sommers nicht noch eine weitere Million abgezwackt hat, um das Drehbuch aufzupeppen. Denn die Story, die im Film erzählt wird, kommt ausgesprochen dünn daher und überzeugt selbst den tumben Popcorn-Actionfreund nicht wirklich. Da reißt dann weder der Werwolf noch das wirklich göttlich umgesetzte Monster von Frankenstein nichts mehr heraus: Im Feld steckt einfach nicht genug Leben. Und das liegt nicht nur im Fakt begründet, dass die meisten Darsteller sowieso untot sind.

Der zweistündige Film zeigt zumindest im Heimkino seine Klasse: Zwei Stunden lang kracht es ordentlich in den Boxen, wenn gruselige Schockeffekte zum Einsatz kommen. Auch die Trickeffekte sind natürliche eine Augenweide. Von der in Lack und Leder appetitlich verpackten Kate Beckinsale ganz zu schweigen.

Verleih: Universal
Ton: DD 5.1
Bild: 16:9
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: 126 Minuten
Preis: ca 20 Euro

Ratten 2

Im Jahr 2001 zeigte der Pro-7-Film "Die Ratten", dass es anscheinend auch in Deutschland möglich ist, gehobenes Horror-Trash-Kino fürs Fernsehen zu produzieren. Die Geschichte von Amok laufenden Ratten, die Frankfurt überrennen und nur mit brutaler Waffengewalt zu stoppen sind, wurde solide erzählt und mit bekannten Schauspielern umgesetzt. Die Fortsetzung "Ratten 2" lief erst vor kurzem in Fernsehen - und liegt nun in einer Dolby-Digital-5.1-Fassung auf DVD vor.

Im Film treffen wir wieder auf den coolen Hubschrauber-Piloten Dabrock (Ralph Herforth) und den leicht durchgeknallten Soldaten Stuffz (herrlich überzogen: Christian Kahrmann). Sie fahren in das einsam gelegene Kornostheim im Odenwald, um die Hochzeit eines Freundes zu feiern. Das Fest wird allerdings gestört: Die Ratten sind wieder da. Dieses Mal sind sie dem Labor eines Forschers entkommen - noch aggressiver, noch tödlicher und noch zahlreicher. Klar, dass die Freunde die Herausforderung sofort annehmen. Und wie gut, dass der Stuffz in seinem Armeelaster die nötigen Waffen parat hält.

"Die Ratten 2" ist handwerklich bestens gemacht. Die komplett am Rechner entstandenen Rattenmassen wirken absolut echt - da hat man sich Hollywood inzwischen sehr angenährt. Auch die Schockelemente und die schrägen Dialoge kommen gut. In der Heimkinoanlage wirken natürlich auch die Soundeffekte viel besser als im Fernseher. Regisseur Jörg Lühdorff hätte zwar noch mehr an der Logik des Films feilen können, die manchmal riesige Löcher aufweist. Wer aber Spaß an trashigen Horrorfilmen hat, wird über diesen Lapsus gerne hinwegsehen.

Bei den Extras ist die DVD superb aufgestellt. Sie bietet ein Gag Reel, Interviews, eine Vorschau auf "Ratten 3", ein Making of und zwei Audiokommentare sowie einen Bericht über das Rattentraining. Verleih: Constantin Film
Ton: DD 5.1
Bild: 1:1,85
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: 98 Minuten
Preis: ca 20 Euro

Die Rebellen vom Liang Shan Po 25/26

Im China des 12. Jahrhunderts ist der Kaiser schlecht beraten. Er hört auf den teuflischen Ko Kiou, der seinen Einfluss immer weiter ausdehnt und mit grausamer Härte die Bauern knechtet, um sich an ihren Steuern zu bereichern. Der ehrbare Ex-Offizier Lin Chung und seine Getreuen gehen deswegen in den Widerstand, um Ko Kiou zu bekämpfen - hauptsächlich mit List und Tücke. Und wenn es sein muss, dann auch im offenen Kampf. Sie, die Rebellen vom Liang Shan Po, sind die letzte Hoffnung für alle ehrlichen Bürger im alten China.

Die 26-teilige Fernsehserie zeigte in den Achtzigern den Mut, eine märchenhafte und sehr komplizierte Geschichte mit zahllosen Hauptdarstellern zu erzählen, die von der Wucht ihrer Geschichte an moderne fernöstliche Filme wie "Tiger & Dragon" oder "Hero" erinnert. Farbenprächtige Gewänder, kunstvoll ausgedachte Charaktere und wunderbar choreographierte Schwertkämpfe sorgten dafür, dass "Die Rebellen" schon in den Achtzigern zum Kult wurden. Freunde der Martial-Arts-Filme des modernen Kinos sollten sich diesen Edelstein aus der Vergangenheit nicht entgehen lassen.

Epix Media gebührt der Dank der Fans, dass alle 26 Episoden endlich auf DVD vorliegen. So ist es möglich, sich die anspruchsvolle und trotzdem extrem spannende Serie noch einmal anzuschauen. Schade ist bei all diesen Bemühungen nur, dass das Bild extrem schlecht ist: es krisselt, ist zu dunkel und könnte deutlich schärfer ausfallen. Auch der Ton kann mit Stereo nur mäßig überzeugen. Da wünscht man sich doch sehr, dass das originale Skript von damals mit ebenso charismatischen Darstellern noch einmal neu verfilmt wird. Zu den Extras der letzten DVD gehören ein Episoden-Guide, Portraits der Filmfiguren, ein Blick hinter die Kulissen, eine Holzschnitt-Galerie der Rebellen, Trailer und Biografien der Crew. Verleih: Epix Media
Ton: DD 2.0
Bild: 4:3
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: 90 Minuten
Preis: ca 20 Euro

Raumschiff Enterprise Staffel 2

Lange hat es gedauert, bis Paramount im Rahmen der der Raumschiff-Enterprise-Komplettveröffentlichung endlich an das Original dachte. Nach "The Next Generation", "Voyager" und "Deep Space Nine" kommen nun endlich auch die drei Staffeln von "Star Trek" an die Reihe. Die zweite Staffel wird in einer himmelblauen Plastikbox ausgeliefert und sammelt 26 Episoden auf 7 DVDs.

Die Scheiben sammelt die originalen Episoden, die erstmals im Jahr 1967 ausgestrahlt wurden. Die Fans stehen Captain James Tiberius Kirk zur Seite, wenn er an Bord der NCC 1701 in ferne Bereiche des Weltalls aufbricht - dorthin, wo noch nie zuvor ein Mensch gewesen ist. "Star Trek" bietet solide Science Fiction mit spannenden Geschichten, die trotz hölzerner Dialoge und billiger Pappmache-Kulissen Fernsehgeschichte geschrieben haben. Unvergessen sind Mr. Spocks "Faszinierend" oder Pilles Kommentar angesichts eines verletzten Steinmonsters: "Ich bin Arzt, kein Maurer". Zu den Highlights der blauen Box zählt die nie im deutschen Fernsehen gezeigte Episode "Patterns of Force" alias "Schablonen der Gewalt", in der es Kirk mit außerirdischen Nazis zu tun bekommt. Die urkomische Folge "Kennen Sie Tribbles" und Spocks Ausflug in gewalttätige Gefühle in "Weltraumfieber" sind ebenfalls ein Muss für alle Science-Fiction-Fans. Interessant ist auch der Pilotfilm zur Serie "Ein Planet, genannt Erde", die dann aber nie realisiert wurde.

Drei Stunden mit Extras runden das pralle DVD-Paket ab. Zu den Extras gehören Trailer für alle Episoden der 2. Staffel sowie für die anderen Serien, Informationen über die Autoren von "Star Trek" sowie Dokumentationen über die Charaktere und ihre Schauspieler. Ein echter Tipp: Wer Englisch versteht, sollte die Folgen im Original sehen - dann auch in Dolby Digital 5.1. Verleih: Paramount
Ton: DD 1.0
Bild: 4:3
FSK: ab 16 Jahren
Laufzeit: 1262 Minuten
Preis: ca 95 Euro

Star Trek Voyager Staffel 4

Seit 1966 die ersten Folgen von "Star Trek" im US-Fernsehen ausgestrahlt wurden, ist die Welt nicht mehr wie vorher. Die Menschen sehen die Sterne mit anderen Augen und verabschieden sich mit den Worten: "Live long and prosper". Gene Roddenberrys Versionen von einem Leben der Menschen im Weltall durchzieht die Fernsehlandschaft bis heute und hat für zahlreiche Ableger gesorgt. Umstritten ist bis heute die Serie "Star Trek Voyager", die 1995 startete. Viele Fans lieben die Episoden, weil einmal eine Frau ans Steuer durfte und weil sie einen völlig neuen Quadranten vorstellen. Andere lehnen sie völlig ab.

Sei es drum: Paramount legt auch die sieben Staffeln von "Voyager" konsequent auf DVD vor. Im Heimkino können die Fans verfolgen, wie das Föderationsraumschiff Voyager unter Leitung von Captain Janeway bereits während der allerersten Mission vom "Fürsorger" in den Deltaquadranten geworfen wird - Tausende von Lichtjahren von Zuhause entfernt. Die ersten drei Staffeln beschäftigten sich vornehmlich damit, die Voyager-Besatzung einen Weg nach Hause suchen zu lassen. Das kam bei den Zuschauern nicht immer gut an. Um die Quoten aufzupeppen, wurden für die vierte Staffel völlig neue Autoren engagiert, die der Serie eine neue Richtung geben sollte. Das gelang mit der Einführung der lecker anzusehenden Seven of Nine - ein weibliches Wesen, das sich aus dem Borg-Kollektiv ausgegrenzt hatte und mit ihrer spröden Erotik für Herzrasen bei den männlichen Zuschauern sorgte. Viele der besten Folgen der Serie sind in der vierten Staffel zu finden, darunter der Zweiteiler "Das Tötungsspiel", in dem die Besatzung der Voyager von fremden Kriegern für ihre zynischen Spiele gekapert wird. Im neuen Ziegelstein finden sich 26 Episoden auf sieben DVDs - in Dolby Digital 5.1.

Verleih: Paramount
Ton: DD 5.1
Bild: 4:3
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: 1144 Minuten
Preis: ca 95 Euro

Six Feet Under Staffel 2

In Amerika entdecken die Autoren und Schauspieler wieder die gute, alte TV-Serie. Viele perfekt inszenierte Serien bannen Millionen Zuschauer an die Bildschirme und heimsen zahlreiche Preise ein. Nur wenige dieser Serien wie "24" oder "Sex and the City" schaffen es über den Teich bis nach Deutschland. Erstaunlich ist es, dass zu den Gewinnern auch die recht schräge und schwarzhumorige Serie "Six Feet Under" zählt: Bei VOX entwickelt sie sich zum Kult.

Es geht um die Bestattungsfamilie Fisher, die in Los Angeles eine kleine Firma führt. Nach dem völlig überraschenden Unfalltod des Vaters müssen sich die Witwe, die beiden ungleichen Brüder und die noch minderjährige Tochter mit ihrem plötzlich veränderten Leben und natürlich auch mit dem Sterben auseinandersetzen. Jede einzelne Folge beginnt mit einem äußerst ungewöhnlichen Tod, der den Leichnam des Opfers dann in einen Sarg der Familie Fisher führt. Die einzelnen Folgen verfolgen den neuen Todesfall akribisch, nehmen sich aber ebenso viel Zeit, um die persönlichen Wirrungen der Totengräberfamilie zum Thema zu machen. Die hierzulande völlig unbekannten Schauspieler füllen ihre Rolle bravourös mit Leben, woran die filigran und sehr feinhumorigen Drehbücher natürlich einen hohen Anteil haben.

Der zweite schwarze Ziegelstein von Warner sammelt alle 13 Folgen der zweiten Staffel in chronologischer Reihenfolge und ohne Werbeunterbrechung auf fünf DVDs. Es gilt inzwischen als Muss für alle Fernsehfreunde, sich die neuen Abenteuer von Nate, David, Ruth und Claire anzuschauen. Schade ist nur, dass die Folgen der neuen Staffel nicht mehr in Dolby Digital 5.1, sondern nur noch in Stereo vorliegen. Auch die Bildqualität ist nicht mehr so top wie bei der ersten DVD-Box. Fans bemängeln auch, dass die Qualität der Verpackung nachgelassen hat. Verleih: Warner
Ton: DD 2.0
Bild: 4:3
FSK: ab 16 Jahren
Laufzeit: 727 Minuten
Preis: ca 40 Euro

Best of Olm! 2

Hans Werner Olm ist seit 25 Jahren auf Deutschlands Bühnen aktiv. Er hat in Klamauk-Filmen mitgemischt und war als Straßenmusiker aktiv. Trotz seines vielseitigen Talents hat Olm über 20 Jahre auf seinen richtigen Durchbruch warten müssen. Die lange Reifezeit hat Olm aber nicht nur seines Haupthaars beraubt, sondern ihn auch richtig gut gemacht. In seiner Fernsehsendung "Olm" zeigt der Comedian immer wieder, wie ungewöhnlich vielseitig er ist.

Ganz egal, ob er als singender Hippie Iff unterwegs ist, als Paul Schrader Prommis narrt oder als Krawall-Wuchtbrumme Luise Koschinsky die Grenzen des schlechten Geschmacks auslotet: Der Mann bringt das Publikum zum Lachen. Dabei ist Olm als Musiker wie als Schauspieler gleichermaßen begnadet. Kommt dann noch eine erfrischende Frechheit hinzu, hebt sich Olm auch von manchem weichgespülten Kollegen ab.

Die zweite "Best-of"-DVD sammelt die besten Szenen aus der dritten "Olm"-Staffel. In 45 Clips kommen die verschiedenen Alter Egos von Olm noch einmal zum Einsatz. Da darf Paul Schrader beim RTL Promiboxen so tun, als gehöre er mit dazu. Luise Koschinsky tanzt den Can Can oder singt "Im Wagen vor mir". Derweil ist der Iff auf dem Hundesportplatz, im Babymarkt oder am Wannsee unterwegs, um den überraschten Bürgern ganz spezielle Variationen bekannter Lieder zu trällern. Edelproll Günni Schwagalla räsoniert über seinen Führerschein und Helmut Prinz besucht den Media Markt. Dass da nicht alle Beiträge überzeugen können, ist klar. Einfach nur überflüssig sind etwa die Episoden zu "Gitarre lernen mit dem Iff". Dafür kommen die schrägen Fotostories umso besser.

Im Bonusmaterial verstecken sich zwei Gastauftritte von Otto und Oliver Welke, ein Live-Zusammenschnitt von einem Olm-Abend und ein paar ältere Olm-Beiträge aus den letzten 20 Jahren. Verleih: BMG
Ton: DD 2.0
Bild: 4:3
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: 150 Minuten
Preis: ca 20 Euro

Carsten Scheibe, DVD-Portal Typemania

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?