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Fernsehprogramm Weihnachts-TV total

Über Weihnachten bieten die Sender ein vor allem aus Wiederholungen und Volkstümlichem bestehendes Programm für alle Altersschichten. Im Privatfernsehen geht es dagegen auch schon mal rustikaler zu.

Fernsehen als Erholung vom Weihnachtsstress oder als Mittel gegen die Langeweile? Die Fernsehsender haben sich zu Weihnachten für alle Zuschauergruppen etwas einfallen lassen, wenn auch nicht besonders viel - zumindest am 24. Dezember dominieren im deutschen Fernsehen die Wiederholungen, abgesehen von Weihnachtsmessen und aufgezeichneten Volksmusikshows.

Wiederholung Nummer eins zaubert die ARD aus dem Archiv: Um 20.15 Uhr gibt es ein Wiedersehen mit Klausjürgen Wussow in dem zwei Jahre alten TV-Film "Ein himmlisches Weihnachtsgeschenk", in dem der heute 75-Jährige einen Nikolaus auf einem Weihnachtsmarkt spielt, wo er einen kleinen Jungen trifft, der nichts lieber als einen richtigen Großvater hätte - diesen Wunsch kann der alte Eduard Wagner dem Jungen tatsächlich erfüllen.

Viel Volkstümliches

Das ZDF feiert gleichzeitig "Weihnachten mit Marianne und Michael", eine Aufzeichnung aus Kranzegg im Allgäu. Das WDR-Fernsehen und der MDR spielen "Das Wunder dieser Nacht", eine Weihnachtsshow mit Patrick Lindner. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) schickt das Volksmusik-Duo Kathrin & Peter vor die Tür - die beiden moderieren im Krongut Bornheim vor den Toren Potsdams den bunten Weihnachtsabend unter anderem mit den Wildecker Herzbuben und Stefanie Hertel.

Keine Shows, dafür eine Reihe Filme sind im Privatfernsehen zu sehen. Bei RTL treibt Bud Spencer in der Actionkomödie "Der Bomber" sein Unwesen, Sat.1 zeigt "Die neuen Abenteuer des Pinocchio", ProSieben die Satire "Die Geister, die ich rief" frei nach Charles Dickens. Zu späterer Stunde an Heiligabend geht es im Privat-TV auch schon mal rustikaler zu: ProSieben nimmt den Western "Schneller als der Tod" (22.15 Uhr) ins Programm, RTL II den Actionfilm "Bruce Lee - die Todeskralle schlägt wieder zu" (23.45 Uhr).

ZFD sendet Rosamunde Pilcher

Die erste nennenswerte Filmpremiere folgt am ersten Weihnachtstag um 20.15 Uhr auf RTL: Das linkische Faultier Sid, das sture Mammut Manfred und der unberechenbare Säbelzahntiger Diego suchen in dem Animationsabenteuer "Ice Age" ein Findelkind - aus unterschiedlichen Gründen, aber das Happy End vereint das Trio. Die ARD schickt ihren neuen Quotenhelden, Moderator Florian Silbereisen (er schlug am Samstag jüngst nach Quoten Günther Jauch), mit dem "Weihnachtsfest der Volksmusik" ins Rennen, das ZDF spricht mit dem Rosamunde-Pilcher-Melodram "Dem Himmel so nah" die Gefühle der - vor allem weiblichen - Zuschauer an.

Altbekanntes mit "Traumschiff" und "Sissi"

Ein Klassiker folgt am zweiten Weihnachtstag in der ARD. Désirée Nosbusch moderiert als Zirkus-Direktorin im Zirkus Krone die Artistenshow "Stars in der Manege". Die Konkurrenz hält mit Quoten-Tricks und Tradition dagegen: Wolfgang Rademanns "Traumschiff" legt im ZDF nach Samoa ab. Sat.1 holt "Sissi, die junge Kaiserin" mit Romy Schneider aus den Regalen und ProSieben den modernen Klassiker "Kevin - Allein in New York" aus dem Jahre 1992 mit Macaulay Culkin in der Hauptrolle. Für Animationsfreunde serviert das ZDF am zweiten Feiertag einen kleinen Leckerbissen: Um 12.15 Uhr ist das Märchen "Frau Holle" erstmals als Trickversion mit Knetfiguren zu sehen.

Weg von Weihnachten und hinein in die TV-Vergangenheit führt der ARD-Zweiteiler "Spiele ohne Grenzen?" von WDR-Redakteur Klaus Michael am ersten Feiertag um 22.35 Uhr und am zweiten Feiertag um 23.15 Uhr. Zwölf prominente TV-Moderatoren unterhalten sich dabei über die Geschichte der deutschen Fernsehshow. Und noch ein Tipp für Weihnachtsmuffel: Am Heiligen Abend lädt Eurosport um 19 Uhr zum "Fußball Champions League"-Magazin mit den schönsten Torszenen des Jahres.

Carsten Rave/DPA DPA

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