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Filmstart "Exit Marrakech": Eine graue Vater-Sohn-Beziehung im bunten Marokko

Ein Fest der Sinne - das ist Marokko in Caroline Links Film "Exit Marrakech". Inmitten dieser Schönheit erzählt sie von einer facettenreichen Annäherung zwischen einem Vater und seinem Sohn.

Zurück in Afrika: Zehn Jahre nach dem Oscar für ihre Romanverfilmung von Stefanie Zweig reist die Regisseurin Caroline Link mit einem Film wieder auf den Kontinent. Doch anders als "Nirgendwo in Afrika" über eine jüdische Immigrantenfamilie spielt ihr neues Werk nicht in Kenia, sondern in Marokko. Vor der atemberaubenden Kulisse des nordafrikanischen Landes hat die Filmemacherin die faszinierende und bewegende Vater-Sohn-Geschichte "Exit Marrakech" angesiedelt. Nach und nach entwickelt sich das wunderschön gefilmte Roadmovie zu einem subtilen und vielschichtigen Drama der großen Gefühle, hervorragend gespielt von Ulrich Tukur als Vater und Samuel Schneider als 17-jährigem Sohn.

Jahrelang hatte der Theaterregisseur Heinrich keine Zeit für seinen Sohn und überließ die Erziehung weitgehend seiner Ex-Frau (Marie-Lou Sellem). Doch in diesen Ferien hat er Ben nach Marokko eingeladen, wo er gerade an einem Theaterprojekt arbeitet. Nach langer Zeit will er endlich eine Beziehung zu ihm aufbauen. Doch die Rechnung geht nicht auf. Ben ist voll Trotz und Widerwillen.

Während der Vater das Hotelleben genießen will, brennt der Sohn darauf, das geheimnisvolle Marrakesch zu erforschen. Eines Tages haut er aus dem Hotel ab und folgt der hübschen Karima (Hafsia Herzi) in ihr sittenstrenges Heimatdorf im Atlasgebirge. Dort löst er mit seiner Ankunft einen Skandal aus. Ben sucht das Weite und ist in Marokko plötzlich völlig auf sich gestellt. Fasziniert will er das Land auf eigene Faust erkunden. Heinrich bekommt unterdessen Angst um seinen spurlos verschwundenen Sohn und zieht los, um ihn zu suchen. So beginnt eine abenteuerliche Reise, die vieles verändert.

Raum für Gefühl

Link erzählt die Geschichte sehr sparsam. Emotionen treten nur subtil zutage. Doch gerade darum geht es: Alle sind sehr beherrscht, funktionieren und erwarten von sich immer nur das Beste. Da bleibt wenig Raum für Herzlichkeiten, aber umso mehr für Enttäuschungen. Etwa als Ben dem Vater seine selbst verfassten Kurzgeschichten zum Lesen gibt. Als Heinrich sie nach langem Bitten endlich liest, reagiert er wenig feinfühlig: "Ich find's ein bisschen sentimental."

Ben ist wieder mal enttäuscht und will die glatte Oberfläche endlich aufbrechen. Mit beharrlichem Trotz und offener Ablehnung will er seinen Vater dazu zwingen, ehrlich zu reagieren und Gefühle zu zeigen. Er will einen liebevollen, interessierten Vater, und kein perfektes Vorbild. "Du warst mit 17 halt schon der Oberchecker", wirft er ihm wütend vor. Allmählich dringt diese Wut auch zu Heinrich durch, der sich irgendwann nicht mehr hinter seinen wichtigen Terminen verschanzen kann. "Eigentlich habe ich dich komplett verpasst", stellt er im Laufe des Films erschüttert fest.

Trailerpremiere "Exit Marrakech": Wenn der Vater mit dem Sohne in der Wüste

Überraschende Ansichten

Die wunderschön gefilmten Bilder von Kamerafrau Bella Halben lassen einen tief eintauchen in die Geräusche, Farben und Gerüche des Landes. Ein erschreckender Gegensatz zur Kälte und Gefühlsarmut, die zwischen Ben und Heinrich herrscht. Marokko dagegen ist ein Fest der Sinne, aber jenseits üblicher Touristenpfade mit schwankenden Kamelen und pittoresken Altstadtgassen. Immer wieder gibt es auch überraschende Ansichten, etwa ein Hotel mitten in der Wüste, ein fast schon surrealistisch anmutender simpler 1970er Jahre-Bau im Stil einer Kongresshalle, wo Heinrich und Ben eine Nacht lang absteigen.

In der wunderschönen Landschaft Marokkos sind Vater und Sohn am Ende auf sich selbst zurückgeworfen. In den Weiten des Landes finden sie endlich den Raum, sich mit ihren jahrelang aufgestauten Gefühlen auseinanderzusetzen und diesen freien Lauf zu lassen. Ein notwendiger, aber auch sehr schmerzhafter Prozess mit ungewissem Ende beginnt.

Von Cordula Dieckmann, DPA / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(