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Kinocharts: Mit angezogener Handbremse an die Spitze

Die Computerspiel-Verfilmung "Need For Speed" rast in den Kinocharts nach ganz oben, profitiert aber vor allem vom 3D-Zuschlag. Denn mehr Zuschauer hatte eigentlich auch in dieser Woche "Non-Stop".

Von Patrick Heidmann und Nicky Wong

Platz 1 (-) "Need for Speed"

Kinotrailer: "Need For Speed"

Wen Sie kennen könnten: die Darsteller Aaron Paul ("Breaking Bad"), Dominic Cooper ("Mamma Mia!") und Michael Keaton ("Batman")

Die Geschichte in einem Satz:

Nachdem sein Kumpel bei einem illegalen Straßenrennen ums Leben gekommen ist, muss Tobey zu Unrecht in den Knast, doch als er wieder entlassen wird, bietet sich hinter dem Steuer bald die Chance auf Rache an seinem Erzrivalen Dino sowie auf einen stattlichen Gewinn zur Existenzsicherung

Geschwister im Kinoversum:

"Fast & Furious 6"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Keine Frage: Das Drehbuch mit seinen platten Dialogen hätte noch einiges an Feintuning vertragen. Und wie leichtfertig hier über die zahllosen Opfer der waghalsigen Rennen hinweggegangen wird, kann einen erschrecken. Aber die Stuntszenen dieser Computerspiel-Verfilmung sind schon verdammt gut (und fast gänzlich ohne CGI-Hilfe) gemacht. Und Aaron Paul ist zum Glück auch jenseits von "Breaking Bad" sehenswert.

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Platz 2 (1) "Non-Stop"

Kinotrailer: "Non-Stop"

Wen Sie kennen könnten: die Darsteller Liam Neeson ("96 Hours"), Julianne Moore ("Hannibal"), Michelle Dockery ("Downton Abbey") und Lupita Nyong'o ("12 Years a Slave")

Die Geschichte in einem Satz:

Air Marshall Bill Marks ist eigentlich ganz mit persönlichen Sorgen wie der Trauer um die Tochter oder seinem Alkoholproblem beschäftigt, doch als er während eines Routineflugs plötzlich Mord-Ankündigungen via SMS bekommt und schließlich selbst ins Zwielicht gerät, ist sein ganzer Heldenmut gefordert, um das Leben von 200 Passagieren zu retten.

Geschwister im Kinoversum:

"96 Hours - Taken 2", "Flightplan - Ohne jede Spur"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Seit er sich im stattlichen Alter von 55 Jahren vom Oscar-nominierten Drama-Darsteller zum zupackenden Actionhelden gewandelt hat, ist auf Liam Neeson Verlass. Die Klischees können noch so groß und die Logiklöcher in der Handlung noch so tief sein - der hünenhafte Nordire setzt sich souverän darüber hinweg und liefert regelmäßig solides Unterhaltungskino ohne viel Chichi ab. Dieses Mal ist er besonders überzeugend und die Spannung dank des Flugzeug-Settings einigermaßen hoch. Daran, dass es im Drehbuch mitunter hanebüchen zugeht und tolle Nebendarsteller wie Corey Stoll ("House of Cards"), Oscar-Gewinnerin Lupita Nyong'o und vor allem Julianne Moore etwas unterfordert sind, ändert das allerdings nichts.

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Platz 3 (2) "300: Rise of an Empire"

Kinotrailer: "300: Rise of the Empire"

Wen Sie kennen könnten: die Darstellerinnen Eva Green ("James Bond 007: Casino Royale") und Lena Headey ("Game of Thrones")

Die Geschichte in einem Satz:

Schon bevor Spartanerkönig Leonidas und seine 300 Männer sich 480 vor Christus den Persern in den Weg stellten, nahm die Auseinandersetzung zwischen den von Xerxes sowie seiner rachsüchtigen Kommandantin Artemisia angeführten Persern und den griechischen Völkern ihren ausgesprochen blutigen Anfang, in dem vor allem der mutige Athener Feldherr Themistokles eine tragende Rolle übernimmt.

Geschwister im Kinoversum:

"300"

Warum Sie den Film nicht sehen sollten:

Blut spritzt reichlich und in Zeitlupe. Damit sind auch schon alle Einfälle dieser mit viel Verspätung eintreffenden Mischung aus Prequel und Sequel aufgezählt. Trotz 3D-Effekten fehlt dem Film der visuelle Ideenreichtum seines Vorgängers, womöglich auch weil Zack Snyder nur noch als Produzent und Autor mit von der Partie ist. Die ermüdende Gewaltverherrlichung ist allerdings die gleiche geblieben.

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Platz 4 (-) "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand"

Kinotrailer: "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand"

Wen Sie kennen könnten: falls Sie aus Schweden kommen sicherlich Hauptdarsteller Robert Gustafsson, der schon als witzigster Mann Skandinaviens bezeichnet wurde

Die Geschichte in einem Satz:

Pünktlich zu seinem 100. Geburtstag macht sich der Sprengstoff-Liebhaber Allan Karlsson ziellos aus dem Altersheim davon, hat bald eher zufällig einen gewaltbereiten Neonazi an den Fersen und stolpert unbedarft von einem Abenteuer ins nächste, genauso wie er es - zwischen Weltenlenkern wie Franco oder Stalin - sein Leben lang getan hat.

Geschwister im Kinoversum:

"Forrest Gump"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Die schwedische Romanvorlage war ein weltweiter Bestseller und strotzt nur so vor absurden Einfällen und kuriosen Situationen. Als Film wirkt der (in Rückblenden erzählte) Schweinsgalopp durch eine alternative Geschichte des 20. Jahrhunderts stellenweise arg albern, was vielleicht auch an der Maske des Hauptdarstellers liegt. Insgesamt aber macht die Komödie verdammt viel Spaß, was unter anderem an Albert Einsteins tumbem Bruder Herbert liegt!

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Platz 5 (3) "Bibi und Tina - Der Film"

Kinotrailer: "Bibi & Tina - Der Film"

Wen Sie kennen könnten: Regisseur Detlev Buck ("Die Vermessung der Welt") und Darsteller Charly Hübner ("Alles auf Zucker!")

Die Geschichte in einem Satz:

Während es der zwielichtige Pferdezüchter Kakmann auf ganz Falkenstein und den Reiterhof ihrer Mutter abgesehen hat, macht die fiese Sophia ihrem Freund schöne Augen, was Bibi und ihre Freundin Tina vor einige knifflige Herausforderungen stellt.

Geschwister im Kinoversum:

"Hanni & Nanni 3"

Warum Sie den Film nicht sehen sollten:

Aus Detlev Buck werde mal einer schlau. Was bringt den Regisseur von Filmen wie "Männerpension" oder "Knallhart" dazu, sich einer ultra-kommerziellen Jungteenie-Geschichte wie dieser Bibi-Blocksberg-Variante anzunehmen? Wir hoffen sehr, dass es vor allem darum ging, ein schönes Häuschen im Grünen abzubezahlen. Denn dieser nervig-schrille Film samt seiner bizarren Musicaleinlagen (komponiert von Peter Plate) und Videoanimationen ist Bucks Qualitäten als Filmemacher eigentlich nicht würdig.

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Platz 6 (6) "Pettersson & Findus - Kleiner Quälgeist, große Freundschaft"

Kinotrailer: "Pettersson und Findus - Kleiner Quälgeist, große Freundschaft"

Wen Sie kennen könnten: die Darsteller Ulrich Noethen ("Der Untergang") und Marianne Sägebrecht ("Omamamia")

Die Geschichte in einem Satz:

Damit er nicht so alleine ist, bekommt der alte Pettersson von seiner Nachbarin den kleinen Kater Findus geschenkt, der nicht nur sprechen kann, sondern sich auch als Frechdachs und vor allem als echter Freund erweist.

Geschwister im Kinoversum:

"Morgen, Findus, wird's was geben"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Die Geschichten von Petterson und Findus des schwedischen Zeichners und Kinderbuchautors Sven Nordqvist gehören zu den schönsten, die sich in Europas Kinderzimmern finden lassen. Und wer sie kennt, der kennt vermutlich auch die diversen Zeichentrickversionen, die es davon schon in Film und Fernsehen zu sehen gab. Deswegen hätte es eigentlich diese deutsche Neuverfilmung, in der die Menschen echt sind und der Kater aus dem Computer stammt, nicht gebraucht. Zumal angesichts von reichlich moderner Rasanz der altmodisch-unaufgeregte Reiz der Vorlage ein wenig verloren geht. Es spricht für die Produzenten, dass "Petterson & Findus - Kleiner Quälgeist, große Freundschaft" in seiner Detailfreude trotzdem noch einer der besseren Filme für kleine Kinogänger ist.

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Platz 7 (4) "Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman"

Kinotrailer: "Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman"

Wen Sie kennen könnten: die Stimmen von Matze Knop ("Die Superbullen"), Hella von Sinnen ("Neues vom Wixxer"), Andrea Sawatzki ("Erkan und Stefan - Der Tod kommt krass ") und Christian Berkel ("Das Experiment")

Die Geschichte in einem Satz:

Mr. Peabody, seines Zeichens Nobelpreisträger, Olympiasieger und rundum genialer Hund, hat eine Zeitreise-Maschine erfunden und reist zusammen mit seinem menschlichen Adoptivsohn Sherman zurück zu den entscheidensten Momenten der Weltgeschichte, was allerdings nur so lange gutgeht, bis der Kleine aus Versehen die Vergangenheit verändert.

Geschwister im Kinoversum:

"Turbo - Kleine Schnecke, großer Traum"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Die Vorlage dieses neuen Animationsfilms aus dem Hause DreamWorks (Figuren aus der 60er-Jahre-TV-Show "Rocky & Bullwinkle") kennt bei uns kein Mensch. Aber einem unterhaltsamen und visuell überzeugenden Familienspaß steht das nicht im Wege. Die Gags reichen von bizarr bis harmlos, nur die gut gemeinten Botschaften hätten gerne etwas weniger dick aufgetragen werden dürfen.

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Platz 8 (7) "Grand Budapest Hotel"

Kinotrailer: "The Grand Budapest Hotel"

Wen Sie kennen könnten: Regisseur Wes Anderson ("Rushmore") und die Darsteller Ralph Fiennes ("Der englische Patient"), Bill Murray ("Lost in Translation"), Edward Norton ("American History X"), Adrien Brody ("Der Pianist"), Saoirse Ronan ("In meinem Himmel"), Willem Dafoe ("Spider-Man"), Jeff Goldblum ("Jurassic Park"), Harvey Keitel ("Reservoir Dogs"), Jude Law ("Sherlock Holmes") und Tilda Swinton ("Michael Clayton")

Die Geschichte in einem Satz:

Im heruntergekommenen Grand Budapest Hotel in Zubrowka lernt ein Schriftsteller den Besitzer kennen, der ihm von seiner Lehrzeit in den Dreißigerjahren erzählt, in der er als Jugendlicher bei Concierge Gustave H. nach dem Tod einer reichen Urlauberin in manches Abenteuer verwickelt wurde.

Geschwister im Kinoversum:

"Moonrise Kingdom"

Warum Sie den Film unbedingt sehen sollten:

Verspielt, skurril und farbenfroh waren die Filme von Wes Anderson immer schon. Doch so in sich stimmig, so perfekt in der Balance zwischen Witz und Melancholie, so unglaublich leichtfüßig wie hier ging es auch bei ihm selten zu. Weil obendrein die Ausstattung und Kameraarbeit des in Görlitz gedrehten Berlinale-Eröffnungsfilm herausragend, Ralph Fiennes in der Hauptrolle unerwartet komisch und der Rest des Ensembles ebenso prominent wie spielfreudig ist, ist "The Grand Budapest Hotel" vermutlich der schönste Film des laufenden Jahres.

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Platz 9 (5) "Stromberg - Der Film"

Kinotrailer: "Stromberg - Der Film"

Wen Sie kennen könnten: die Darsteller Christoph Maria Herbst ("Der Wixxer") und Bjarne Mädel ("Der Tatortreiniger")

Die Geschichte in einem Satz:

Zum Firmenjubiläum macht sich Stromberg mitsamt seiner Mitarbeiter aus der Schadensregulierung in ein Landhotel auf, wo die gesamte CAPITOL-Belegschaft feiern soll, er aber angesichts der bevorstehenden Schließung seiner Filiale vor allem den eigenen Wechsel in die Zentrale vorbereiten will.

Geschwister im Kinoversum:

die "Stromberg"-Serie

Warum Sie den Film sehen sollten:

Wenn Sie zur kleinen, aber feinen Fangemeinde der nach fünf Staffeln eingestellten Kult-Mockumentary-Comedy "Stromberg" gehören, versteht sich ein Kinobesuch sicherlich von selbst. Vielleicht waren Sie sogar unter jenen, die via Crowdfunding diesen Kinoabstecher überhaupt erst möglich gemacht haben. Selbst wer im Fernsehen nie eingeschaltet hat, dürfte sich hier nun amüsieren, dafür sorgt nicht zuletzt das komödiantische Talent von Christoph Maria Herbst oder Bjarne Mädel. Wobei nicht verschwiegen werden soll, dass der ungemütliche "Stromberg"-Witz in 25-minütigen Episoden noch besser funktionierte als im Leinwandformat.

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Platz 10 (8) "Vaterfreuden"

Kinotrailer: "Vaterfreuden"

Wen Sie kennen könnten: Regisseur und Darsteller Matthias Schweighöfer ("What a Man") und die Darsteller Tom Beck ("Zweiohrküken") und Friedrich Mücke ("Friendship!")

Die Geschichte in einem Satz:

Felix genießt das sorglose Singledasein, das er auf Anregung seines Bruders mit Samenspenden finanzieren will, in vollen Zügen, doch als er nach einem peinlichen Frettchenbiss unfruchtbar wird, erwacht plötzlich die Familiensehnsucht und er sucht nach der eigentlich anonymen Frucht seiner Lenden...

Geschwister im Kinoversum:

"Schlussmacher"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Die Print-Kollegen beim stern listen in der aktuellen Ausgabe sehr amüsant auf, welche zehn Zutaten bei einem Film von und mit Matthias Schweighöfer nie fehlen dürfen. Auch seine dritte Regiearbeit "Vaterfreuden" entspricht natürlich genau diesem Schema. Deswegen sagen wir es einfach mal so: Wenn Sie sich über den omnipräsenten Berliner bislang immer amüsiert haben, dann dürften daran auch das bissige Frettchen und Milan Peschel als Hühnerei nichts ändern.

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(