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Neu im Kino: Geheimagent auf verlorenem Posten

Chris Pine ist schon der vierte Schauspieler in der Rolle von Agent Jack Ryan, doch auch er kann gegen eine öde Geschichte nichts ausrichten. Und so stiehlt ihm die 70-jährige "Philomena" die Show.

Von Patrick Heidmann und Nicky Wong

"Jack Ryan: Shadow Recruit"

Kinotrailer: "Jack Ryan: Shadow Recruit"

Wen Sie kennen könnten: Regisseur und Darsteller Kenneth Branagh ("Thor") und die weiteren Darsteller Chris Pine ("Star Trek"), Kevin Costner ("Der mit dem Wolf tanzt") und Keira Knightley ("Fluch der Karibik")

Die Geschichte in einem Satz:

Ex-Soldat Jack Ryan wird an der Wall Street von der CIA abgeworben und nach Moskau geschickt, wo er bald einen nicht nur auf die Börsen gerichteten Terroranschlag des russischen Oligarchen Cherevin verhindern muss, sondern plötzlich auch von seiner nichts ahnenden Freundin Cathy konfrontiert wird.

Geschwister im Kinoversum:

"Der Anschlag"

Warum Sie den Film nicht sehen sollten:

Nichts gegen die strahlend blauen Augen von Chris Pine. Aber einen durchschnittlichen Actionfilm verwandeln auch die nicht in einen guten. Vielleicht hätte Regisseur Kenneth Branagh mehr Energie darauf verwenden sollen, echte Spannung zu kreieren als bloß sich selbst als Klischee-Bösewicht eitel in Szene zu setzen. Oder er hätte Knightley aus ihrer undankbar-unglaubwürdigen Girlfriend-Rolle retten können. So aber wird aus den erfolgreichen Romanvorlagen von Tom Clancy auch im vierten Anlauf (nach Alec Baldwin, Harrison Ford und Ben Affleck in der Agenten-Rolle) leider keine gelungene Kino-Reihe.

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"Pompeii 3D"

Kinotrailer: "Pompeii 3D"

Wen Sie kennen könnten: den Darsteller Kiefer Sutherland ("24")

Die Geschichte in einem Satz:

Im Jahr 79 n. Chr. legt sich der Sklave Milo in seiner Liebe zu der schönen Cassia ausgerechnet mit dem skrupellosen Senator Corvus an, was allerdings bald schon das geringere Problem ist, als plötzlich der Vesuv auszubrechen droht.

Geschwister im Kinoversum:

"Zorn der Titanen"

Warum Sie den Film zur Not sehen können:

Sagen wir es mal so: Die Frisur von "Game of Throne"-Star Kit Harington ist Oscar-verdächtig. Und Kiefer Sutherland mal wieder auf der Leinwand statt auf dem Bildschirm zu sehen, ist eine Freude. Ganz abgesehen davon, dass der Film zumindest im Vergleich mit anderen von Paul W. S. Anderson ("Die drei Musketiere", "Resident Evil") erstaunlich gelungen ist. Wirklich gut ist er deswegen allerdings trotzdem nicht.

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"Philomena"

Kinotrailer: "Philomena"

Wen Sie kennen könnten: Darstellerin Judi Dench ("James Bond 007: Skyfall")

Die Geschichte in einem Satz:

Eigentlich hat der zynische Journalist Martin Sixsmith keine Lust auf menschelnde Geschichten, doch dann hilft er doch der 70-jährigen Philomena bei der Suche nach ihrem Sohn, den sie 50 Jahre zuvor auf Drängen irischer Nonnen zur Adoption freigeben musste.

Geschwister im Kinoversum:

"Die unbarmherzigen Schwestern"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Regisseur Stephen Frears war für Meisterwerke ("Mein wunderbarer Waschsalon") genauso verantwortlich wie für Totalausfälle ("Lady Vegas"). Zum Glück fällt "Philomena" eher in erste Kategorie. Was zum einen am wunderbar pointierten, aber gleichermaßen berührenden Drehbuch von Hauptdarsteller Steve Coogan, zum anderen an der immer famosen Judi Dench in der Titelrolle liegt.

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"Die Abenteuer von Mr. Peabody und Sherman"

Kinotrailer: "Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman"

Wen Sie kennen könnten: die Stimmen von Matze Knop ("Die Superbullen"), Hella von Sinnen ("Neues vom Wixxer"), Andrea Sawatzki ("Erkan und Stefan - Der Tod kommt krass ") und Christian Berkel ("Das Experiment")

Die Geschichte in einem Satz:

Mr. Peabody, seines Zeichens Nobelpreisträger, Olympiasieger und rundum genialer Hund, hat eine Zeitreise-Maschine erfunden und reist zusammen mit seinem menschlichen Adoptivsohn Sherman zurück zu den entscheidensten Momenten der Weltgeschichte, was allerdings nur so lange gutgeht, bis der Kleine aus Versehen die Vergangenheit verändert.

Geschwister im Kinoversum:

"Turbo - Kleine Schnecke, großer Traum"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Die Vorlage dieses neuen Animationsfilms aus dem Hause DreamWorks (Figuren aus der 60er Jahre TV-Show "Rocky & Bullwinkle") kennt bei uns kein Mensch. Aber einem unterhaltsamen und visuell überzeugenden Familienspaß steht das nicht im Wege. Die Gags reichen von bizarr bis harmlos, nur die gut gemeinten Botschaften hätten gerne etwas weniger aufgetragen werden dürfen.

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Patrick Heidmann