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Lommatzsch bei Dresden: Terence Hill lebte als Kind in Deutschland – jetzt wird ihm hier ein Museum gewidmet

Wenige Wochen nach seinem 80. Geburtstag wird in Lommatzsch das erste Terence-Hill-Museum Deutschlands eröffnet. In der Kleinstadt hat der Schauspieler einen Teil seiner Kindheit verbracht.

Terence Hill

Terence Hill ist auch mit 80 Jahren noch aktiv

DPA

Als Schauspieler ist Terence Hill eine Legende. In Filmen wie "Die rechte und die linke Hand des Teufels", "Vier Fäuste für ein Halleluja" oder "Mein Name ist Nobody" bildete er mit seinem Kollegen Bud Spencer ein kongeniales Duo, das das Publikum begeisterte. Was aber wenige wissen: Terence Hill heißt eigentlich Mario Girotti. Und zu jener Zeit, als er noch nur Mario genannt wurde, lebte er einige Jahre in Deutschland.

Der heute 80-Jährige verbrachte vier Jahre in der Kleinstadt Lommatzsch bei Dresden. Geboren wurde er zwar in Venedig, sein italienischer Vater war aber mit seiner deutschen Mutter, die aus Dresden stammte, im Zweiten Weltkrieg nach Deutschland gezogen. Die Stadt Lommatzsch setzt ihrem wohl berühmtesten Sohn jetzt ein Denkmal: Am 11. Mai feiert dort das erste Terence-Hill-Museum Deutschlands Eröffnung.

Terence Hill verbrachte seine Kindheit in Lommatzsch

Damit soll ein Teil des Stadtmuseums neues Leben eingehaucht bekommen. Auf zwei Etagen soll es dort alles rund um Hills persönliche Geschichte und Schauspielkarriere zu sehen geben. In Lommatzsch trifft sich bereits seit Jahren die Fangemeinde zum "Spencerhill" Festival, das im vergangenen Jahr 4000 Menschen besuchten.

Die Familie von Terence Hill war 1943 aus der italienischen Region Umbrien nach Lommatzsch gezogen, wo bereits die Großeltern wohnten. Dort erlebten sie auch die Luftangriffe der Alliierten auf Dresden. Terence Hill sprach bis zu seinem sechsten Lebensjahr nur Deutsch, auch seine Frau stammt gebürtig aus Bayern.

Zur Eröffnung des ihm gewidmeten Museums ist Hill als Stargast natürlich herzlich eingeladen, ob er aber wirklich in die Stadt seiner Kindheit besuchen wird, ist noch nicht klar. Schließlich ist er auch mit 80 Jahren noch schwer beschäftigt: Erst im vergangenen Jahr brachte er den Film "Mein Name ist Somebody" auf die Leinwand, für den er sowohl das Drehbuch geschrieben als auch Regie geführt hatte.

Quellen: "Bild" / "Dresdner Neueste Nachrichten"

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