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Grimme-Preis: Free-TV-Termin für "Babylon Berlin" steht

Die Grimme-Preise 2018 sind vergeben. Unter anderem wurde verraten, wann sich die Fans auf "Babylon Berlin" im Ersten freuen dürfen.

Liv Lisa Fries als Charlotte Ritter in der mit dem Grimme-Preis ausgezeichneten Serie "Babylon Berlin"

Liv Lisa Fries als Charlotte Ritter in der mit dem Grimme-Preis ausgezeichneten Serie "Babylon Berlin"

Am Freitagabend versammelte sich wie alle Jahre die deutsche Fernseh-Prominenz in der Stadt Marl. Am dort ansässigen Grimme-Institut wurde der nach dem ersten Generaldirektor des Nordwestdeutschen Rundfunks, Adolf Grimme, benannte Grimme-Preis verliehen. Insgesamt durften sich 71 Preisträger bei der zum 54. Mal stattfindenden Preisverleihung über eine Auszeichnung freuen. Moderiert wurde die Veranstaltung von arte-Moderatorin Annette Gerlach (53).

Den ersten Grimme-Preis des Abends durften Klaas Heufer-Umlauf (34) und Joko Winterscheidt (39) stellvertretend für "Circus HalliGalli" und #GoslingGate entgegennehmen. Außerdem wurde in der Kategorie Unterhaltung die Kabarettistin (68) für ihre Serie "Kroymann" ausgezeichnet. Sie bedankte sich bei den Produzenten unter anderem dafür, dass sie "keine Vorbehalte gegenüber einer alten Feministin" gehabt hätten.

Echo-Diss von

Der dritte Grimme-Preisträger im Unterhaltungs-Bunde war Jan Böhmermann (37) für seinen "Neo Magazin Royale"-Beitrag "Eier aus Stahl - Max Giesinger und die deutsche Industriemusik". Der deutsche Satiriker nahm auf der Bühne seinen insgesamt vierten Grimme-Preis entgegen. " wird nie langweilig", ließ er Annette Gerlach wissen und konnte es außerdem nicht lassen, gegen die Echo-Verleihung am Vortag zu schießen: Der Song "Menschen Leben Tanzen Welt" habe es demnach unter anderem nicht geschafft, mit dem Echo ausgezeichnet zu werden, da im Text keine Holocaust-Assoziationen eingebaut worden seien.

Ernste Themen in den restlichen Kategorien

In den Kategorien Kinder und Jugend sowie der Königsdisziplin Information und Kultur gingen die Preise vor allem an Beiträge zu ernsten Themen wie Migration, Resozialisierung und Gesellschaftskritik. Ausgezeichnet wurden die Serien "Germania" und "5vor12" sowie "Ab 18! Du warst mein Leben", "Cahier Africain", "Sewol - Die gelbe Zeit" und "Alles gut - Angekommen in Deutschland". Außerdem durften Volker Steinhoff (55), Sven Lohmann (43) und Dietmar Schiffermüller stellvertretend für die "Panorama"-Redaktionen für die besondere journalistische Leistung ihrer Berichterstattung zu den Ereignissen des G20-Gipfels (NDR) den Grimme-Preis entgegennehmen.

Tränen beim Publikumspreis

Emotional wurde es beim Publikumspreis der Marler Gruppe, der 2018 zum 50. Mal vergeben wurde. Den Grimme-Preis erhielten unter anderem Hauptdarstellerin Rosalie Thomass (30) und Regisseur Hans Steinbichler (51) für den Film "Eine unerhörte Frau", der auf einer wahren Begebenheit basiert. Er erzählt die Geschichte von Angelika Nachtmann und ihrer Tochter. Nachtmann war sichtlich berührt voller Lobesworte: "Es hätte von dem ganzen Team keiner besser umsetzen können." Thomass rührte sie damit zu Tränen.

" Berlin" im Oktober im Free-TV

Im Wettbewerb um die Sparte Fiktion wurden "Babylon Berlin", der Dreiteiler "Landgericht - Geschichte einer Familie", die Serie "4 Blocks", der Film "Zuckersand" und die Netflix-Produktion "Dark" ausgezeichnet. Tom Tykwer (52), einer der drei Regisseure der ARD-Sky-Koproduktion "Babylon Berlin", verriet allen Fans der Serie: Im Oktober 2018 wird die Geschichte um Gereon Rath und Charlotte Ritter (Liv Lisa Fries) im Free-TV ausgestrahlt. Die dritte Staffel sei derzeit in Arbeit.

SpotOnNews
Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo