Stefan Mross (50) präsentiert die Show „Immer wieder sonntags“ aus dem Europa-Park in Rust bereits seit 2005 und begrüßt in den Sommermonaten wechselnde Gäste aus der Schlagerszene. Der Sonntagvormittag im Ersten wird ab 2027 ohne die Sendung auskommen müssen: Der Dauerbrenner, der 1995 seine Premiere feierte, wird nach der laufenden Saison eingestellt.
Das gaben der SWR und die ARD am Freitag gemeinsam bekannt. Die finale Staffel der Schlager-Liveshow beginnt am 31. Mai 2026 und umfasst zwölf Ausgaben. Dazu kommt am 6. September eine Extra-Sendung sowie am 13. September eine Best-of-Show als krönender Abschluss.
Seit 1995 gehörte das Format zum festen Inventar des deutschen Fernsehsommers - zunächst moderiert von Max Schautzer, für ein Jahr von Sebastian Deyle und seit 2005 von Stefan Mross. In 31 Staffeln entstanden insgesamt 378 Folgen. Gedreht wird die Open-Air-Livesendung seit 1998 auf dem Gelände des Europa-Park-Erlebnisresorts in Rust.
„Immer wieder sonntags“: Finanzielle Zwänge
Die Entscheidung gegen eine Fortsetzung ist laut SWR vor allem wirtschaftlich begründet. Clemens Bratzler, SWR-Programmdirektor Information, bezeichnete den Schritt in der Mitteilung als schmerzhaft: „Die wirtschaftliche Situation des SWR lässt uns aber keine andere Wahl.“ Gleichzeitig betonte er die Wertschätzung für Stefan Mross und das gesamte Team. Die Mittel, die bislang für die Show aufgewendet wurden, sollen teils eingespart, teils in neue digitale Unterhaltungsformate investiert werden.
ARD-Programmdirektorin Christine Strobl würdigte die Bedeutung der Sendung für das Programm: Über drei Jahrzehnte habe „Immer wieder sonntags“ den Sonntagvormittag in der ARD geprägt. Stefan Mross habe der Sendung als Nachfolger von Max Schautzer mit seiner unverwechselbaren Art ihr Gesicht gegeben und sich in der „Immer wieder sonntags“-Arena zu einem der bekanntesten Entertainer der Schlagerwelt entwickelt. „Alles hat seine Zeit“, so Strobl - Formate veränderten sich, das Unterhaltungsportfolio der ARD entwickle sich weiter.
Dass ausgerechnet finanzielle Überlegungen das Ende herbeiführen, dürften viele Fans bitter aufnehmen. Bratzler räumte das auch offen ein: Man verstehe, dass treue Zuschauer enttäuscht sein werden. Mit der verlängerten Abschlusssaison wolle man das Format gemeinsam mit dem Publikum noch einmal angemessen feiern - und dann würdevoll verabschieden.