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Jeckes Treiben Kopfnuss, Skelett im Streifenwagen, Handy im Dixi-Klo – Kurioses vom Karneval

Karneval kurios
Ein als Tod verkleideter Karnevalist verlässt ein Köln aufgestelltes Dixi-Klo (Archivbild)
© Oliver Berg / Picture Alliance
Noch bis Aschermittwoch haben Karnevalisten in Deutschland Zeit, die Sau rauszulassen. Für die Polizei bedeutet das vor allem eines: jede Menge Einsätze. So mancher davon der letzten Tage dürfte auch bei den Beamten für Kopfschütteln (oder Lacher) gesorgt haben.

Seit vergangenem Donnerstag, eingefleischten Karnevalisten besser als Weiberfastnacht bekannt, trinken, schunkeln und feiern sich die Jecken der Nation durch die fünfte Jahreszeit. Fünf tolle Tage liegen also bereits hinter ihnen, zwei weitere folgen noch bis Aschermittwoch, dem offiziellen Beginn der Fastenzeit.

Während sich die kostümierten Feiernden auch aufgrund des mal weniger, in der Regel aber doch sehr ausufernden Alkoholkonsums dieser Tage nicht selten enthemmter als sonst geben, bedeutet Karneval – oder Fasching, um die südlicheren Regionen nicht auszuschließen – für die Polizei vor allem eines: jede Menge Einsätze. Prügeleien und Belästigungen, (jugendliche) Alkoholleichen oder Trunkenheitsfahrten gehören da zum traurigen Tagesgeschäft, bei manchen Einsätzen dürften aber auch die Einsatzkräfte von Polizei und Ordnungsamt mit dem Kopf schütteln.. 

Ekliges Malheur, schmerzhaftes Missverständnis

Einen nicht nur sprichwörtlich besch... Auftakt in die diesjährige Session erlebte am vergangenen Donnerstag jedenfalls eine Jeckin in Köln. Wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtete, hatte sich die nicht näher beschriebene Frau telefonisch beim Ordnungsamt der Domstadt gemeldet – mit einer kuriosen Nachfrage. So wollte sie dem Bericht zufolge wissen, wann denn ein am Zülpicher Platz, einer Hochburg des Straßenkarnevals, platziertes Dixi-Klo geleert werde. Demnach hatte die Frau ihr Handy ins Plastik-Klo fallen lassen, wollte dieses aber unbedingt wieder haben. Ob sie Erfolg hatte, ist nicht überliefert.

Ziemlich schmerzhaft endete am Samstagabend eine Faschingsfeier für einen 57-Jährigen im thüringischen Nordhausen. Der Sanitäter, der privat auf der Veranstaltung war, wollte einem anderen Besucher Erste Hilfe leisten, nachdem dieser offenbar kollabiert war. Also eilte er dem da nicht mehr Feiernden zu Hilfe – was wiederum ein 41-Jähriger völlig missverstand. Wie die Polizei mitteilte, verpasste er dem Helfer einen Kopfstoß, weil er offenbar dem just in diesem Moment eintreffenden Notarzt den Weg frei machen wollte. In der Folge musste der 57-Jährige medizinisch versorgt werden, er erstattete zudem Anzeige wegen Körperverletzung. 

Blüten-Alarm auf Karnevalsparty

Ebenfalls am Samstagabend, allerdings in Mainz, wollte eine Jeckin offensichtlich eine steile Party feiern, dafür aber nichts ausgeben. Zumindest zeitweise hatte sie damit Erfolg – dann aber stellten auch die Mitarbeiter der Veranstaltung fest, dass der "weibliche Gast" (mehr ist der Polizei nicht bekannt) seine Getränke mit 10-Euro-Blüten bezahlt hatte. Bei einer Prüfung der Kasse wurde dann vier weitere falsche Banknoten entdeckt, die die Polizei sicherstellte. Von der Betrügerin fehlte da jedoch bereits jede Spur.

Ein auf den ersten Blick grausigen Fund machten am Sonntag Polizisten aus Wanne-Eickel, die aufgrund eines ausgelösten Alarms zu einer Gesamtschule gefahren waren. So fanden die Beamten vor Ort ein menschliches Skelett vor – was sich bei genauerer Betrachtung jedoch als eine Plastik-Version entpuppte. Weil sich zum selben Zeitpunkt eine Person in der Nähe auffällig verhielt, letztlich aber unerkannt flüchten konnte, vermuten die Beamten, dass das Skelett aus dem Bestand der Schule stammt, wie es in einer Mitteilung hieß. Das Knochengerippe kam jedenfalls in den Genuss einer Fahrt im Streifenwagen, wie die Beamten mit einem Foto dokumentierten. 

karneval - skelett
"Gruselig", aber wenigstens kein menschliches Überbleibsel: Das in Wanne-Eickel gefundene Skelett "sitzt" im Streifenwagen
© Polizei Bochum

Quellen: "Kölner Stadt-Anzeiger" / Polizei Nordhausen / Polizei Mainz / Polizei Bochum

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