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Nach Kritik an Helene Fischer: Das ZDF distanziert sich von den Aussagen seiner Moderatorin – die legt noch mal nach

ZDF-Moderatorin Maja Weber hatte nach Ausstrahlung eines Konzertfilms über Helene Fischer eines ihrer Outfits scharf kritisiert. Auf Twitter stieß sie bereits auf Gegenwind. Nun hat sich auch das ZDF geäußert.

Helene Fisches Latex-Outfit war für ZDF-Journalistin Maja Weber unangebracht

Nachdem am Samstagabend der Konzertfilm "Helene Fischer – Spürst du das?" im ZDF ausgestrahlt wurde, hat sich Moderatorin Maja Weber öffentlich zu einem Bühnenoutfit der Sängerin ausgelassen: Ein Look aus rotem Latex-Top und -Höschen erinnere an "Mode der Reeperbahn" und die 35-Jährige habe sich wohl "vom Rotlichtviertel in Amsterdam" inspirieren lassen, schrieb die 42-Jährige auf Twitter. Damit aber nicht genug: Das Outfit stelle die "Käuflichkeit von Frauen dar" und "es suggeriert jungen Frauen, dass es 'wow' ist. Prostitution ist nicht 'wow'. Und ihre Insignien auch nicht", erklärte Weber.

Gegenüber der "Bild" distanzierte sich der Sender nun von den Aussagen seiner Mitarbeiterin, die unter anderem das Nachrichtenmagazin "heute Xpress" moderiert. Ein Pressesprecher sagte der Zeitung: "Das ZDF teilt in keiner Weise die Meinung von Frau Weber. Wir sind stolz darauf, dass Helene Fischer mit ihren Auftritten und Konzerten im ZDF präsent und erfolgreich ist." Ob Maja Weber nun Konsequenzen drohen, ist nicht bekannt.

Maja Weber rechtfertigt ihre Aussagen auf Twitter

Sie selbst hatte sich nach der Kritik an ihren Aussagen selbst noch einmal auf Twitter zu Wort gemeldet. Dort rechtfertigte sich Weber in neun Punkten für ihre Aussagen. Unter anderem schrieb sie: "1. Ich gönne Frau Fischer ihren durch viel Talent, eine großartige Stimme und hartes Training erarbeiteten Erfolg. Neidisch bin ich darauf nicht. 2. Ich bin kein Fan. 3. Viele ihrer Outfits finde ich gut. Das aus Latex nicht." Sie bleibe aber dabei, "dass es Latexmode wohl eher nur in Sexshops zu kaufen gibt. Und die gibt es auf der Reeperbahn." 

Weiter schrieb sie: "Und zu Prostitution positioniere ich mich gern nochmal: Ich erkenne ihre Legitimität erst dann an, wenn sich gleich viele Frauen UND Männer prostituieren." Trotz ihres Rechtfertigungsversuchs stößt sie weiter auf die Kritik anderer Twitter-Nutzer. Unter ihrem Posting heißt es etwa: "Da twittert sich gerade eine um Kopf und Kragen." Einige User schließen sich dagegen der Meinung Webers an.

Auch Heino stellt sich hinter Helene Fischer

Die Moderatorin stößt aber nicht nur bei Twitter auf Gegenwind. Auch Sänger Heino findet die Vorwürfe der Moderatorin haltlos: "Ich finde, dass Helene dieses Lack-Outfit durchaus tragen kann, ohne dass es billig aussieht. Es mit Prostitution in Verbindung zu setzen, ist Quatsch. Sie geht ja mit dem Outfit nicht in die Kirche, sondern steht auf der Bühne, da gehört so was heute dazu", sagte er der "Bild". Schauspielerin Susan Sideropoulos verstehe darüber hinaus nicht, warum eine deutsche Künstlerin für ein solches Outfit kritisiert wird, während internationale Stars dafür gefeiert werden: "Sie macht doch im Grunde nur dasselbe wie eine Madonna oder Lady Gaga – das gehört doch zur Performance!"

Quellen: "Bild" / Twitter

maf