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stern-DISKUTHEK: "Wir teilen manches Leiden" – Kühnert und Amthor über ihre Rolle und die Krise von SPD und CDU

Deutschlands bekannteste Jungpolitiker, Juso-Chef Kevin Kühnert und der CDU-Abgeordnete Philipp Amthor, streiten in der DISKUTHEK über Gerechtigkeit und erklären, warum ihre Parteien die Jungen nicht erreichen. In einem Punkt sind sie sich äußerst einig.

Kevin Kühnert (SPD) und Philipp Amthor (CDU) mögen sich in Vielem widersprechen. Wenn es um ihr Alter und ihr Standing in der Politik geht, sind sie sich überraschend einig. In der DISKUTHEK, dem neuen Debattenformat des stern auf Youtube, sagte Amthor: "Wir teilen manches Leiden. Als Junger wird man häufig unterschätzt. Die Leute wollen eher über unsere Optik sprechen und nicht über Inhalte." Kühnert bestätigte diese Erfahrung: "Egal ob über meine Turnschuhe oder über sein Auftreten geredet wird, häufig wird versucht, die inhaltlichen Aussagen zu entwerten."

Bei den Inhalten sind sich die beiden dann selten einig. Wohnungsnot, Gerechtigkeit in Deutschland und der fehlende Draht zu jungen Wählern, das sind die Themen in der DISKUTHEK. Kühnert bekräftigte seine vieldiskutierten Kollektivierungs-Ideen. Auf die Frage, ob Vermögen und Einkommen in Deutschland gerecht verteilt seien, sagte der Juso-Vorsitzende mit Blick auf VW-Vorstände und BMW-Erben: "Glaubt wirklich jemand, dass ein Mensch das Hundertfache von einem anderen leisten kann, oder dass seine Lebensleistung pro halber Stunde schon so viel wert ist, wie ein anderer, der sich ein ganzes Jahr lang abrackert?" Für den Juso-Chef ist deshalb klar: Der Markt versagt. Amthor teilt diese Sicht nicht. Er setzt stattdessen auf die "freien Kräfte des Marktes". Diese müsse man, dort wo sie funktionieren, auch spielen lassen. Dass das funktionieren könne, zeige seine eigene Biografie – er sei der erste Studierte seiner Familie.

Kühnert vs. Amthor: "Das kann ein 60-Jähriger nicht sein"

Kevin Kühnert und Philipp Amthor in der stern-Diskuthek

Juso-Chef Kevin Kühnert (li.) und CDU-Politiker Philipp Amthor bei der Debatte in der stern-Diskuthek

Auch die Frage, warum die Parteien der Großen Koalition die jungen Wähler nicht erreichen, gingen Kühnert und Amthor unterschiedlich an. Während Amthor klar Themen wie Klimaschutz und Urheberrechtsreform benannte und den Umgang der Union mit Rezo kritisierte, sah Kühnert ein größeres Problem: Seiner Meinung nach gebe es bei Jüngeren, "und jung würde ich weit fassen, das geht bis an die 40 ran", aktuell ein Gefühl, dass in Politik aber auch in anderen mächtigen Positionen Menschen präsent seien, die "keinerlei Verständnis dafür haben, wie unsere Generation eigentlich lebt".

Braucht es also junge Leute an der Parteispitze von Union und SPD? Kühnert schloss das nicht aus – er sagte: "Ein 25-Jähriger ist nicht klüger als ein 60-Jähriger, aber er hat eine andere Sicht auf die Gesellschaft durch die Erfahrung, die er gemacht hat. Generation Erasmus, Digital Native – das kann ein 60-Jähriger nicht sein."

Die erste DISKUTHEK-Folge wird am Donnerstag, 27. Juni um 17 Uhr auf youtube.com/stern und stern.de veröffentlicht. Danach erscheint sie wöchentlich. Nächste Themen: Polizeigewalt und Rassismus im Deutschrap.

"Amthor vs. Kühnert" – schauen Sie schon mal rein – Diskuthek, das Debattenformat des stern

hh
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(