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Internet-Hit "Our Generation": Jung-Poet begeistert - und ruft Neider auf den Plan

24 Zeilen, die bewegen: Jordan Nichols, Achtklässler aus den USA, fasziniert das Netz derzeit mit einem Gedicht, das sich rasant verbreitet. Klar, dass Kritiker nicht lang auf sich warten ließen.

Von Moritz Dickentmann

Wenn sich ein 14-Jähriger fragt, wofür seine Generation eigentlich steht, dann klingt das zunächst nicht sonderlich spannend. Was soll so ein junger Bub schon zu erzählen haben? Eine ganze Menge, wie das 24-zeilige Gedicht "Unsere Generation" von Jordan Nichols aus den USA beweist. Ähnlich wie die Bremer Poetry-Slammerin Julia Engelmann, die mit ihrem Text "One Day/Reckoning Song" vor einigen Wochen im Netz für Aufsehen sorgte, löste auch der Achtklässler aus Wilmington im US-Bundesstaat North Carolina einen wahren Internet-Hype aus. Warum? Nichols bedient sich eines Stilmittels, das man so nicht unbedingt von einem Teenager erwarten würde: Sein Gedicht lässt sich sowohl von oben nach unten wie auch von unten nach oben lesen - mit beeindruckendem Effekt.

Ein Text, zwei Aussagen

Liest man den Text ganz normal, so macht es den Eindruck, der Schüler habe seine Generation bereits aufgegeben. "Our generation will be known for nothing", legt er gleich zu Beginn pessimistisch los und führt aus:

"Never will anybody say,

We were the peak of mankind.

That is wrong, the truth is

Our generation was a failure."

Auch in den darauffolgenden Zeilen lässt Nichols kein gutes Haar an seinen Altersgenossen, zeichnet stattdessen ein düsteres Bild. Liest man sein Gedicht anschließend jedoch einmal von unten nach oben, dreht sich die Aussage um 180 Grad: Statt Pessimismus verbreitet der Schüler plötzlich Mut. So heißt es:

"We actually succeeded

Thinking that

Our generation was a failure.

That is wrong, the truth is

We were the peak of mankind.

Never will anybody say,

Our generation will be known for nothing."

Berühmt - dem Bruder sei Dank

Diese überraschende Wendung macht "Unsere Generation" derzeit zum weltweiten Internet-Hit. Seine plötzliche Berühmtheit verdankt Jordan Nichols übrigens seinem älteren Bruder Derek, der das Gedicht via Twitter verbreitete:

Und damit eine Woge der Begeisterung auslöste. Allein in den ersten drei Tagen wurde das am 26. Februar veröffentlichte Gedicht fast 140.000 Mal retweetet - und Jung-Autor Jordan Nichols von der Netzgemeinde mit Bewunderung bedacht:

Doch wo Erfolg ist, da sind Neider nicht fern.

Alles nur geklaut?

Viele User bezweifeln jedenfalls, dass ein gerade mal 14-Jähriger in der Lage sei, so einen tiefgründigen Text zu verfassen. Stattdessen wird dem Achtklässler vorgeworfen, sein Gedicht sei ein Plagiat, beziehungsweise es weise zumindest sehr große Ähnlichkeiten zum Gedicht "Lost Generation" von Jonathan Reed auf.

Der für den Hype verantwortliche Derek Nichols nahm seinen kleinen Bruder daraufhin gleich in Schutz:

So oder so: Jordan Nichols hat die Netzgemeinde durch seine 24 Zeilen bewegt.

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(