Bei RTL läuft aktuell die 19. Staffel der Tanzshow „Let’s Dance“. In der neunten Folge wurden unter dem Motto „Magic Moments“ die Tränendrüsen schwer beansprucht. Die Tanzfläche verwandelte sich in einen Beichtstuhl, die Promis brachten ihre verletzlichsten Momente mit – und das Publikum im Studio zum Weinen.
Einen der emotionalsten Momente lieferte Gustav Schäfer. Trotzdem verpasste der Schlagzeuger der Band Tokio Hotel den Einzug ins Viertelfinale und musste die Sendung verlassen.
Den Auftakt der Show machte der Schweizer Sportler Joel Mattli mit einer Rumba, die weniger ein Tanz als ein offener Brief war – adressiert an seine Mutter. „Meine Mutter weiß vielleicht manchmal gar nicht, was sie mir und meiner Schwester bedeutet“, sagte er, sichtlich bewegt, vor der Performance. Getanzt wurde zu „If Tomorrow Never Comes“ von Ronan Keating, dem Lieblingslied seiner Mutter, die im Studio saß und am Ende einen Blumenstrauß in die Arme gedrückt bekam. Die Jury belohnte den Moment mit 24 von 30 Punkten.
Rapper Milano legte danach einen energetischen Freestyle zu „Dernière Danse“ von Indila hin. „Für mich dein bester Tanz“, kommentierte Juror Jorge González. 28 Punkte.
Ross Antony lässt los – und holt 30 Punkte
Ein weiterer emotionaler Höhepunkt des Abends gebührte Ross Antony. Der Entertainer nutzte die Bühne, um sich zu seinem eigenen Song „Goodbye Papa“ mit dem Tod seines Vaters auseinanderzusetzen. Dass er während seines Todes nicht bei ihm war, konnte er sich lange nicht verzeihen. Nach dem Tanz sagte er: „Ich fühle mich befreit, danke.“ Dafür gab es die volle Punktzahl.
Anna-Carina Woitschack tanzte zu „Rise Up“ von Andra Day und erzählte gemeinsam mit Evgeny Vinokurov die Geschichte ihres Vaters, der den Krebs besiegt hat. Juror Joachim Llambi ließ dabei seine bekannte Strenge fallen: „Der beste Tanz des Abends“, sagte er – und ergänzte bei der Punktvergabe: „Zehn sind viel zu wenig!“ Jurykollegin Motsi Mabuse ließ sich zu einer regelrechten Hymne auf den Tanz hinreißen: „Man fühlt, dass man lebt, man spürt die ganze Welt.“ Auch hier: volle Punktzahl.
Vater-Tochter-Momente auf dem „Let’s Dance“-Parkett
Jan Kittmann widmete seinen Contemporary-Tanz zu „You Raise Me Up“ von Josh Groban seiner achtjährigen Tochter. Was auf der Tanzfläche folgte, riss das Publikum von den Stühlen: Standing Ovations noch vor der Punktevergabe. Llambi lobte ausdrücklich: „So will ich dich sehen, so will ich, dass du um den ersten Platz hier kämpfst, denn du hast eine Chance.“ Das Ergebnis: 30 Punkte.
Gustav Schäfer dagegen verarbeitete in seinem Tanz das Wunder seiner Tochter Lotti, deren Überleben während der Schwangerschaft zeitweise ungewiss war. Auf dem Höhepunkt von Aerosmiths „I Don't Want to Miss a Thing“ sprang nicht Profi-Partnerin Anastasia Maruster, sondern Lotti selbst in die Arme ihres Vaters. Der Moment ließ kaum jemanden kalt: Vater, Tochter, Mutter, Publikum, Jury – alle hatten Tränen in den Augen. Die Punktzahl: 24.
Joachim Llambi mit Bomberjacke und Cap
Im abschließenden Tanzduell trat Schäfer gegen Ross Antony im Boogie-Woogie an. Die Jury sah Antony als den stärkeren Tänzer der beiden: 25 zu 22 Punkte. Auch die übrigen Duelle boten starke Momente. Joel Mattli und Jan Kittmann lieferten sich im Flamenco ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das die Jury mit jeweils 28 Punkten quittierte. Milano und Anna-Carina Woitschack traten im Streetdance zu „Boom! Shake the Room“ von DJ Jazzy Jeff & The Fresh Prince gegeneinander an – und begeisterten Llambi so sehr, dass er sich spontan Bomberjacke und Cap von Milano lieh: „Ihr habt so abgeliefert, die Nummer war zwei Klassen besser als der ganze Rest!“ Für beide Paare: volle Punktzahl.
In der kommenden Woche findet dann das Viertelfinale von „Let’s Dance“ statt – allerdings ohne Moderatorin Victoria Swarovski. Sie moderiert den Eurovision Song Contest in Wien. Für Swarovski übernimmt Sport-Moderatorin Laura Wontorra.
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