Met Gala
Das irre Luxusleben der Blue Ivy Carter

Met Gala: Jay-Z, Beyoncé und Tochter Ivy auf dem roten Teppich
Hat im Hause Carter die Superstar-Sonnenbrille auf: Blue Ivy mit ihren Eltern Jay-Z und Beyoncé bei der Met-Gala in New York.
© Evan Agostini / Invision / AP / Picture Alliance

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Bei der Met Gala in New York erschienen Beyoncé und Jay-Z erstmals mit ihrer Tochter Blue Ivy. Die 14-Jährige zeigte dabei, dass Dekadenz keine Frage des Alters ist. 

Bei der Met-Gala gibt es eine Regel, Anna Wintour hat sie vor ein paar Jahren eingeführt: Wer unter 18 ist, kommt nicht rein. Und Mrs. Wintour hat ja den Ruf, streng wie Fräulein Rottenmeier zu sein – sie macht da eigentlich keine Ausnahme. Nun haben aber offenbar zwei Supersuperstars bei ihr angeklopft und gesagt: Unser Töchterchen möchte so, so gern mal zur Met-Gala kommen! Und Anna Wintour muss weich geworden sein. Jedenfalls stand bei ihrer Modesause am Montagabend in New York plötzlich Blue Ivy Carter auf dem roten Teppich – die 14-Jährige von Beyoncé und Jay-Z. 

Sie trug eine weiße Robe von Balenciaga, glitzernde High Heels und blonde Strähnchen, passend zur Haarfarbe ihrer Mutter. Es war nicht Blue Ivys erster großer Auftritt, das Kind stand schließlich schon mit der Mutter auf der Bühne. Aber es war ein Auftritt, der wieder einmal zeigte, wer das ultimative Nepo-Baby ist – unter den vielen Nepo-Babys, die es inzwischen gibt. Denn kaum ein Kind hat früher damit angefangen, im Metier der berühmten Eltern eine eigene Karriere anzustreben und von deren Namen zu profitieren. Und so wie Blue Ivy jetzt neben Beyoncé und Jay-Z steht, selbstbewusst in Modelpose und mit schwarzer Sonnenbrille, ist kaum noch das 14-jährige Mädchen in ihr zu erkennen – eher ein angehender Superstar. 

Blue Ivy 2024 auf Tour mit ihrer Mutter Beyoncé
Mit der Mutter in ihrer Cowboy-Carter-Phase: Blue Ivy 2024 als Tänzerin auf der Bühne
© ASSOCIATED PRESS / Picture Alliance

Doch was soll auch sonst aus einem Kind werden, das noch nie den öffentlichen Terminal eines Flughafens betreten hat, weil es nur im Privatjet seiner Eltern umherjettet? Das schon mit neun von sich sagen konnte, einen Grammy gewonnen zu haben, für ein Video der Mutter, in dem es mitgespielt hat? 

Blue Ivy hatte damals bereits eine eigene Stylistin. Seit sie denken kann, trägt sie Klamotten von Gucci, Dolce & Gabbana oder Louis Vuitton. Sie wurde in eine Welt hineingeboren, in der sich alles potenziert, der Erfolg, das Geld, der Luxus, weil gleich beide Eltern berühmt sind. Jay-Z, bürgerlich Shawn Carter, ist ein Hip-Hop-Mogul, sein Vermögen wird auf 2,5 Milliarden Dollar geschätzt. Sein Immobilienportfolio ist ebenso prächtig wie seine Kunstsammlung. 

In Givenchy zum Basketball, in Balenciaga zur Met-Gala

In der Garage im Hause Carter stehen ein Ferrari F430 Spider, ein Bugatti Veyron Grand Sport oder ein Rolls-Royce Phantom VIII. Auch Beyoncé besitzt ein mächtiges Vermögen, es wird mit 800 Millionen Dollar beziffert. „Ich bin fest davon überzeugt, dass Frauen finanziell unabhängig von ihren Männern sein sollten“, sagte sie in einem Interview mit „GQ“. Aber auch unabhängig von ihren Eltern?

Blue Ivy wird ihr Leben lang „die Tochter von …“ sein. Manche mag das quälen, wie Zoë Kravitz: Die Tochter von Sänger Lenny Kravitz und der Schauspielerin Lisa Bonet habe früher eine „tiefe Unsicherheit“ deswegen verspürt, wie sie einmal sagte. Nicht so Blue Ivy, die ihr Schicksal zu umarmen scheint. Sie kennt es ja auch nicht anders. 

Ihre Geburt im New Yorker Lenox Hill Hospital war ihren Eltern 1,3 Millionen Dollar wert – für Renovierungsarbeiten in einem Kreißsaal und die Sicherheitsvorkehrungen im Krankenhaus. Ihre Mutter stellte ihr ein Schaukelpferd aus Gold für 600.000 Dollar in ihr 204 Quadratmeter großes Kinderzimmer. Ein Mensch, der weiß, was ein Pfund Butter im Supermarkt kostet, wird Blue Ivy vermutlich nicht mehr. 

Im Givenchy-Lederjäckchen: Blue Ivy als Sechsjährige mit Mutter Beyoncé und Oma Tina Knowles (r.) beim NBA All-Star Game in Los Angeles
Im Givenchy-Lederjäckchen: Blue Ivy als Sechsjährige mit Mutter Beyoncé und Oma Tina Knowles (r.) beim NBA All-Star Game in Los Angeles
© Abaca / Picture Alliance

Sie ist in Tonstudios, bei Filmpremieren und in der ersten Reihe bei NBA-Spielen zu Hause, zu denen sie ihre Eltern seit früher Kindheit begleitet. Gern im Givenchy-Lederjäckchen. Seit sie mit Beyoncé auf Welttournee war und auf der Bühne tanzte, als habe sie nie etwas anderes getan, ist klar, wohin Blue Ivys Reise geht: Sie möchte in die Fußstapfen ihrer Mutter treten. Beyoncé sagt, es sei ihr wichtig, ihre Töchter – neben Blue Ivy haben sie und Jay-Z ja noch die Zwillinge Rumi und Sir – zu starken jungen Frauen zu erziehen: „Ich möchte, dass sie sich selbst wiedererkennen – in Büchern, Filmen und auf dem Laufsteg. Mir ist wichtig, dass sie sich als CEOs, als Chefinnen sehen und wissen, dass sie ihr Leben selbst gestalten können“, so Beyoncé in der „Vogue“.

Nun sah sich ihre Älteste offenbar erst einmal bei der Met-Gala. Als jüngster Gast. Der guten Ordnung halber muss man sagen, dass Blue Ivy dort am Montag nicht die einzige unter 18 war: Nicole Kidman ließ offenbar auch ihre Beziehungen zu Anna Wintour spielen und erschien mit ihrer 17-jährigen Tochter Sunday Rose. Die modelt für Dior, trat aber nicht halb so lässig auf wie Blue Ivy. 

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