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Casting-Star: Rätsel um Zusammenbruch von Susan Boyle

Sie wurde nur Zweite bei "Britain's Got Talent", danach brach Susan Boyle zusammen. Derzeit erholt sie sich in einer Klinik von den Strapazen ihrer Fernsehauftritte. Jetzt wird Kritik an der öffentlichen Behandlung von Boyle laut. Eine Altphilologin erinnert gar an den Fall der "Hottentotten-Venus".

Von Cornelia Fuchs, London

Vielleicht sind es die Buhrufe gewesen. Sie schallten Susan Boyle entgegen, als einer der Juroren ihren Auftritt im Finale der Casting-Show "Britain's Got Talent" lobte als "das Beste, das ich in der Geschichte dieser Sendung je gesehen habe". Susan Boyle vergrub daraufhin das Gesicht in ihren Händen, und es schien, als wolle sie hinter diesem Versteck gar nicht mehr hervorkommen.

Die Buhrufe waren nicht das erste Mal, dass Susan Boyle Boshaftigkeit entgegenschlug. Nachdem sie im Halbfinale nicht ganz souverän gesungen hatte, schien sie für manch Kritiker zum Abschuss freigegeben worden zu sein. Ein Radiomoderator verkündete, sie sei nur so weit gekommen, weil sie so hässlich sei. Pop-Star Lily Allen kommentierte im Internet per Kurzmitteilung, dass Susan Boyle überschätzt werde. Die ganze Woche über schienen sich die britischen Boulevard-Medien gegenseitig mit Meldungen übertrumpfen zu wollen, wie prekär es um Boyles Geisteszustand bestellt sei. Sie hatte den ihr nachstellenden Paparazzi im Hotel Schimpfworte an den Kopf geworfen und war danach Polizisten harsch angegangen, die wegen des Vorfalls herbeigerufen worden waren. Sie soll bei Proben wütend über Flure getobt sein und in Tränen aufgelöst die Bühne verlassen haben.

"Jungfer mit Katze" oder "haariger Engel"

Die Figur, die im Internet in den vergangenen Wochen gönnerhaft als "haariger Engel" und "Jungfer mit Katze" charakterisiert wurde, verwandelte sich unter dem Vergrößerungsglas der Öffentlichkeit in einen Freak, eine unberechenbare Frau mit buschigen Augenbrauen. Diesen Druck hat der angeblich "größte Star der Welt" am Wochenende nicht mehr ausgehalten. Die Show hat sich von der Bühne verlagert in eine Klinik, bekannt für die Betreuung von Prominenten, die ihrem Ruhm nicht mehr gewachsen sind.

In der Tageszeitung "The Times" schreibt heute die Altphilologie-Professorin Mary Beard an Boyle: "Willkommen im Zoo, Susan" und fährt dann fort mit der Geschichte der schwarzen Südafrikanerin Sara Baartman, die im Jahre 1810 als "Hottentoten-Venus" in London ausgestellt wurde. Damals kamen Zuschauer, um die seltsame Frau aus der Fremde anzustarren und manchmal auch mit einem Spazierstock anzustupsen.

Vergleich mit "Hottentotten-Venus"

Als Baartmans Fall vor Gericht kam, weil Menschenrechtler ihre Behandlung für unwürdig hielten, argumentierten ihre Aussteller, dass Baartman am Eintritt zur Show beteiligt sei. Und die Professorin Beard folgert daraus in ihrem Artikel für die "Times": "Die Argumente von Baartmans Managern unterscheiden sich nur wenig von den Produzenten, die nun das Vorführen von Susan Boyle verteidigen. Die Show sei eine Chance auf Ruhm und Reichtum, sagen sie. Sie fördere keinen Voyeurismus und nutze niemanden aus." Aber, fährt Beard fort: "Natürlich beutet diese Show aus. Und unsere westliche Zivilisation genießt diese Art von voyeuristischem Vergnügen seit Jahrhunderten."

Es mag eine sehr radikale Ansicht sein auf das Genre der Casting-Shows, die Beard vertritt. Doch es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Zuschauerzahlen der Show wuchsen, je kontroverser die Auftritte in den vergangenen Wochen wurden.Und es war nicht nur Susan Boyle, die dem Druck der Show nicht gewachsen war. Die zehnjährige Hollie Steele brach in der vergangenen Woche im Halbfinale schluchzend während ihres Live-Auftrittes zusammen und flehte um eine zweite Chance, als würde ihr Leben davon abhängen. Und schon in der Vorauswahl hatte ein Sänger vor lauter Lampenfieber nach seinem Auftritt nicht mehr sprechen, sondern nur noch weinen können. Er wurde prompt ins Halbfinale durch gewunken, wohl vor allem, um die Spannung aufrechtzuerhalten, ob er dem Druck standhalten würde.

Das Ende vom Aschenputtel-Märchen

Susan Boyle war mit ihrem ungeschliffenen Charme ein Geschenk für die Produzenten von Britain's Got Talent. Sie schien das perfekte Märchen zu verkörpern von der Unscheinbaren, die sich in eine Prinzessin verwandelt. Nur ist das Leben selten wie ein Märchen - und es sind nun Psychologen und andere Experten, die sich öffentlich darüber wundern dürfen, dass solch ein Allgemeinplatz als große Erkenntnis gelten darf. Für kurze Zeit schien es, als ob das Fernsehen und das Internet durch das Versprechen von Ruhm und Erfolg mit einem Schlag das Schicksal einer Frau verändern könnten, die den Großteil ihres Lebens in der Obhut ihrer Eltern verbracht hat. Und die nach dem Tod ihrer Mutter jahrelang in eine tiefe Traurigkeit versunken war.

Ihre Familie sagt, dass Susan Boyle vor allem großes Heimweh gehabt habe vor ihrem Zusammenbruch am Wochenende. Und sie habe ihre Katze Pebbles vermisst, die ihr seit zehn Jahren ein Begleiter ist. Viele Zeitungen melden heute, dass Boyle nicht auftreten wird bei der geplanten Tournee im Juni, in der alle Finalisten der Show hintereinander weg an 15 Tagen in 15 Städten auftreten werden. Wenn sie Glück hat, wird Susan Boyle dann wieder bei ihrer Katze zu Hause sein.

Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.