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Cirque du Soleil: Wer braucht schon Schwerkraft

Der kanadische Cirque du Soleil zeigt in Deutschland sein Programm "Dralion". Die Mischung ist bekannt und bewährt: Scheinbar menschenunmögliche Akrobatik eingebettet in ein Fest für alle Sinne.

Von Ralf Sander

Unmöglich, was die Chinesinnen dort tun: Sie falten sich in der Mitte zusammen, als gäbe es keine Wirbelsäulen. Sie stehen auf einem Bein, kerzengrade, klappen das andere einfach hoch, ähnlich einem Schweizer Taschenmesser. Dann klettert eine andere grazile Gestalt ganz nach oben, auf die himmelswärts gerichtete Fußsohle der ebenfalls sehr zarten unteren Artistin. Chinesische Akrobatik der Spitzenklasse, das hat man auch in Europa schon gesehen. Dass sieben Artistinnen ihre Gebilde und Pyramiden aus Menschenkörpern bauen, während sie mit den Fußspitzen auf Glühbirnen stehen - das gibt es nur beim Cirque du Soleil. In der Show "Dralion", deren Deutschlandtournee jetzt in Berlin Premiere feierte, hatte dieser Akrobatikakt seine Weltpremiere.

Seit der kanadische Zirkus 1984 aus einer Truppe von Straßenartisten entstanden ist, hat er sich zu einem internationalen Entertainmentunternehmen entwickelt. 73 Mitarbeiter zählte der Cirque du Soleil schon in seinem Gründungsjahr, inzwischen arbeiten 3000 Menschen weltweit für den Zirkus, darunter mehr als 900 Artisten. Zurzeit touren fünf Programme durch die ganze Welt, hinzu kommen mehrere fest installierte Shows des Sonnenzirkus, darunter alleine fünf in Las Vegas. "Dralion" ist die vierte Show, die in Deutschland zu sehen ist. Weltpremiere war im April 1999, die Europatournee dauert schon seit 2004.

Kombination verschiedener Künste

Seit nun mehr als 20 Jahren ist das Erfolgrezept der Kanadier die Verschmelzung von spektakulärer Akrobatik mit Tanztheater, Musical und klassischer Zirkuskunst. In einer Welt voller fantastischer Kostüme, seltsam entrückter Musik mit Gesängen in einer Kunstsprache und wilder Tanzchoreographien erwachen auch die ältesten Zirkusnummern zu neuem Leben. Pure Reizüberflutung, sagen die einen. Ein Fest für alle Sinne, sagen die anderen.

Ost und West verschmelzen

"Dralion" ist all das, obwohl die Show für Cirque-Verhältnisse vergleichsweise geerdet daher kommt. Der Zuschauer wird nicht auf eine Reise mitgenommen, die vollends von der Welt hinweg führt. "Dralion" bedient sich irdischer Inspirationsquellen, der Name ist eine Fusion aus "Dragon" (Drachen) und "Lion" (Löwe) und soll bedeuten, dass östliche und westliche Zirkustraditionen verschmolzen werden, nämlich die des chinesischen Zirkus und des Cirque du Soleil. Folglich sind Kostüme, Musik und auch die Artistiknummern selbst stark von asiatischer Kultur beeinflusst. Wenn man von drei italienischen Clowns einmal absieht. Da wird mit riesigen Bambusstangen jongliert, Fabelwesen - halb Drache, halb Löwe - balancieren auf Kugeln, ganze Horden springen durch kaum schulterbreite Reifen. Überhaupt: Springen und Fliegen... Wie schön es sich anscheinend ohne Schwerkraft leben lässt, zeigen Trampolinspringer, zwei Paare an einem Doppeltrapez, Seil springende Menschenpyramiden und einer der Höhepunkte der Show: das Pas de deux in der Schwebe. Artisten, die sich in schwindelnder Höhe durch lange Bahnen von Tüchern wickeln, an ihnen hinabstürzen, durch das Zelt flitzen, gibt es in jeder Show des Cirque du Soleil. Doch der erotische Lufttanz des Paares in "Dralion" gehört zu den schönsten von allen.

Auf eine Geschichte, die das Ganze zusammenhält, wurde verzichtet. Stattdessen sollen die vier Elemente Wasser, Feuer, Luft und Erde sowie die Zeit als auftretende Personen einen Zusammenhang darstellen. Das funktioniert nicht wirklich, sodass die Show den Charakter einer Nummernrevue nie ganz los wird. Dem Spaß und der Faszination tut das allerdings kaum Abbruch. Sehenswert ist alles in "Dralion", ob es nun besonders viel Sinn ergibt oder nicht. Staunen geht immer.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(