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Britische Filmpreise: Emma Stone und "La La Land" holen fünf Baftas

Sie kommen aus dem Feiern nicht mehr heraus: Emma Stone und ihre Filmkollegen haben mit "La La Land" einen Ausnahme-Film geschaffen. Die zahlreichen Auszeichnungen bei den Britischen Filmpreisen lassen gespannt auf die anstehende Oscar-Verleihung blicken.

Emma Stone bei der Verleihung der Bafta Awards

Sie hat allen Grund sich zu freuen: Emma Stone wurde bei den diesjährigen Bafta-Awards zur besten Darstellerin gekührt

Zwei Wochen vor den Oscars blickt die internationale Filmwelt nach London - und das nicht ohne Grund. Die britischen Filmpreise, genannt Baftas, gelten als Indikator für einen möglichen Erfolg bei den Oscars.

Der große Gewinner der diesjährigen Verleihung dürfte aber ohnehin schon als Favorit für den begehrten US-Preis gelten: Die Musical-Romanze "La La Land" wurde am Sonntag in der Londoner Royal Albert Hall mit fünf Auszeichnungen geehrt, darunter auch die wichtigste Kategorie bester Film. Außerdem wurde "La La Land" für die beste Regie (Damien Chazelle), die beste Schauspielerin (Emma Stone) sowie die beste Filmmusik und die beste Kamera ausgezeichnet.

Emma Stone und Casey Affleck als beste Darsteller

Die hörbar erkältete Emma Stone, die sich in ihrer Kategorie unter anderem gegen Meryl Streep ("Florence Foster Jenkins") durchgesetzt hatte, verzichtete in ihrer Rede auf kritische Töne. Mit heiserer Stimme sagte sie, in Großbritannien und in den USA sei die Bevölkerung aufgrund der aktuellen politischen Entwicklung gespalten, Filme und Kreativität könnten "Gräben überwinden und dafür sorgen, dass sich Menschen weniger allein fühlen".

Den Preis als bester Darsteller bekam Casey Affleck für seine Rolle in "Manchester By The Sea". Das US-Drama wurde außerdem für das beste Original-Drehbuch (Kenneth Lonergan) prämiert. Zur besten Nebendarstellerin wurde die Amerikanerin Viola Davis in der US-Tragödie "Fences" gewählt, in der sie an der Seite von Denzel Washington spielt. Bester Nebendarsteller wurde der britische Schauspieler Dev Patel, der in dem britischen Drama "Lion: Der lange Weg nach Hause" neben Nicole Kidman zu sehen ist.

Keine Auszeichnung für deutsche Künstler

Die deutsche Komödie "Toni Erdmann", nominiert in der Kategorie bester nicht-englischsprachiger Film, ging leer aus. Die Trophäe bekam das ungarische Holocaust-Drama "Son Of Saul". Auch der deutsche Pianist und Filmkomponist Volker Bertelmann, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Hauschka, ging mit leeren Händen nach Hause. Er war für seine Filmmusik zu "Lion: Der lange Weg nach Hause" nominiert.

Die Preisverleihung der Baftas gilt als glamouröseste Veranstaltung der britischen Filmindustrie. Über die Verteilung der Baftas entscheiden die 6500 Mitglieder der British Academy of Film and Television Arts. Deren Präsident ist Prinz William.

Ryan Gosling und Emma Stone in Musical: Schmacht! Die schönsten Bilder aus dem Film-Hit "La La Land"
Ryan Gosling, Emma Stone

Und zack - verliebt! Ryan Gosling und Emma Stone spielen die Künstler Mia und Sebastian, die sich in Los Angeles zufällig immer wieder begegnen und schließlich ein Paar werden. Dass zwischen den beiden die Chemie stimmt, haben sie übrigens bereits in der Komödie "Crazy Stupid Love" unter Beweis gestellt.


sve / DPA