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Reaktionen auf ESC-Skandal: Das sagt Kümmerts Team zur Absage

Was war da los? Andreas Kümmert ist der Sieger des ESC-Vorentscheid - aber er will es nicht sein. Auch Kümmerts Produzent und ein Vetreter seiner Plattenfirma suchen nach Antworten.

Fassungslos blieben die Zuschauer am Donnerstagabend beim ESC-Vorentscheid zurück: Der soeben gewählte Sieger Andreas Kümmert hatte die Wahl #link;stern.de/kultur/musik/eurovision-song-contest/esc-vorentscheid-sieger-andreas-kuemmert-will-nicht-nach-wien-und-taucht-ab-2178111.html;nicht angenommen#. Vor dem Publikum in Hannover und im Live-TV erklärte der 27-Jährige: "Es ist momentan so, ich bin nicht wirklich in der Verfassung, diese Wahl anzunehmen. Ich muss deshalb …, ich geb' meinen Titel an Ann Sophie." Und fügte dann schüchtern hinzu: "Ich bin nur ein kleiner Sänger."

Die vollkommen überraschte Moderatorin Barbara Schöneberger reagierte souverän und erklärte die Zweitplatzierte Ann Sophie zur Gewinnerin. Doch wie konnte es so weit kommen? Warum hat Kümmert überhaupt teilgenommen, wenn er in letzter Sekunde doch nicht zum Spektakel nach Wien fahren will? Andreas Kümmer selbst ist abgetaucht und schweigt.

Kurz nach der unvorhergesehenen Wendung suchen auch die Menschen aus seinem Team nach einer Erklärung. Kümmerts Produzent Christian Neander und Siggi Schuller von der Plattenfirma Universal sprachen mit der ARD. Wirkliche Antworten haben auch sie nicht.

"Wir wussten von nichts, wir waren völlig baff"

"Wir wussten von nichts, wir waren völlig baff", sagt Schuller. "Ich glaube, er hat spontan entschieden und festgestellt, dass er es einfach nicht packt. Er ist kein einfacher Mensch und hat kein einfaches Leben - das spürt man." Kümmert habe wohl zu spät den Unterschied zwischen "wollen" und "können" verstanden.

Denn beide betonen: Der immer leicht zottelig wirkende Sänger mit der rauchigen Stimme wollte aus freien Stücken zum ESC fahren. "Er wollte das und er hat abgeliefert und auf der Bühne alles gegeben. Er hat sich nur vorzuwerfen, dass er nicht einschätzen konnte, wie sehr er das nicht kann", versucht Schuller zu erklären. Die ganze Öffentlichkeit sei im Moment ein großes Problem für Kümmert.

Der Schritt habe für Andreas Kümmert aus Sicht der Plattenfirma keine Konsequenzen. Kümmert werde weiter an einer neuen Platte arbeiten. "Mein Rat an ihn war: Geh jetzt am besten zwei Wochen in den Wald und schreib Songs", so Schuller.

sst