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ESC 2011: Lena, Vorsicht vor den Rasierpinseln!

Europas Herz schlägt für verrückte Zwillinge: Die Iren Jedward springen ins Finale des ESC. Zum Schluss eine Battle zwischen Mister Charming und alternder Diva - Grand Prix kann so spannend sein.

Von Jens Maier, Düsseldorf

Ja ist schon wieder Karneval? Schon vom ersten Takt an stand die Düsseldorf-Arena am Donnerstagabend Kopf. Und zwar trotz oder dank Schunkel- und Mitklatsch-Musik. Die lieferte keine Faschingsband, sondern Dino Merlin aus Bosnien-Herzegowina. "Unseren Frank Sinatra", nennen ihn die Bosnier stolz. In Deutschland dürfte er eher in der Liga Florian Silbereisen spielen. Den jecken Düsseldorfern gefielen die lustigen Musikanten jedenfalls. Und auch der Rest Europas scheint am Fernseher mitgeschunkelt zu haben. Ein fröhlicher Auftakt für Düsseldorf, wie es singt und lacht.

Beim zweiten Semifinale des Eurovision Song Contest bangten zehn weitere Länder um den Einzug ins Finale am Samstag. Aus 19 Teilnehmern wählten Zuschauer und Jurys die letzten Finalisten aus. Auch Deutschland durfte dieses Mal mit abstimmen. Damit ist die Konkurrenz für Lena Meyer-Landrut komplett. Obwohl die Halle mit zirka 18.000 Zuschauern nur zur Hälfte gefüllt war, tat das der guten Stimmung keinen Abbruch. Dafür sorgten nicht nur gut gelaunte Düsseldorfer, sondern vor allem die zahlreich angereisten Fans aus ganz Europa.

Österreich nach drei Jahren wieder dabei

Ein Meer von israelischen Flaggen weht vor der Bühne. "Für Dana habe ich mir eine Woche Urlaub genommen", sagt Itaih aus Tel Aviv. Damit meint er Dana International, die 1998 den Song Contest schon einmal gewonnen hat. Jetzt bangt er um ihren Finaleinzug. "Viva la Diva" hatte sie seinerzeit gesungen. 13 Jahre später reicht es nur für "Ding Dong". Als Anke Engelke die Finalisten bekannt gibt, halten sich die israelischen Fans zitternd aneinander fest. Nur noch ein Platz ist übrig. Und sowohl Eric Saade aus Schweden, als auch Dana sitzen noch hinter der Bühne im Green Room.

Die Österreicher waren zu diesem Zeitpunkt schon in Feierlaune. Ihre Kandidatin Nadine Beiler hat mit ihrer Ballade "The Secret Is Love" nicht nur in der Arena für Gänsehaut-Momente gesorgt, sondern offenbar auch vorm Fernseher. Die Alpenrepublik meldete sich nach drei Jahren Abstinenz eindrucksvoll im Wettbewerb zurück. Und das trotz Nadines Mireille-Mathieu-Gedächtnisfrisur. Trotz seltsamen Kopfschmucks, einer Einradfahrerin auf der Bühne und einem psychedelischen Hintergrund aus Strichmännchen kamen auch die verrückten Hüte aus Moldawien mit ihrer Rock-Nummer weiter. Oder vielleicht gerade deswegen?

"A Friend in London" - Freunde in Düsseldorf?

Während Schweden und Israelis noch zittern, schwenken auch die Dänen schon stolz ihre rot-weißen Fähnchen. Die Truppe "A Friend in London" hat mit einer schönen Popnummer den Einzug ins Finale geschafft. Der Mut von Sänger Tim Schou, ein rückenfreies Hemd zu tragen und wie ein Hundertmeterläufer einmal quer auf der Bühne durch die Arena zu sprinten, wurde belohnt. Bravo! Und auch Sandmalerei aus der Ukraine hat offenbar Anhänger in ganz Europa. Während Sängerin Mika Newton sang, malte im Hintergrund eine Künstlerin Gemälde in den Sand. Auf die Idee muss man erst mal kommen.

Den Reigen der Musik-Olympiade machen auch die Fahnen aus Rumänien und Slowenien perfekt. Im Finale am Samstag dürften sie aber eher im hinteren Drittel landen. Ganz im Gegensatz zu Getter Jaani aus Estland. Mit ihrem Hochhaus-Song "Rockefeller Street" hat sie Europa nicht nur gerockt, sondern auch geswingt. Ein paar Hochhaus-Pappschachteln auf die Bühne gestellt, dazu ein geiles Video im Hintergrund und nett anzusehende Tänzer - fertig ist der perfekte Grand-Prix-Beitrag. So einfach kann Eurovision sein.

Jedward springen in die Favoriten-Riege

Fahne einholen statt Fahne schwenken hieß es hingegen für die patriotischen Weißrussen. "I Love Belarus" hatten sie stolz verkündet. Das Düsseldorfer Publikum goutierte die Nationalstolzhymne trotz Bombast-Show aus Blitzlicht, Flammenwerfern und lautem Knall nur mit betretenem Schweigen. "Das ist ja, als hätten wir unseren WM-Hit 'Ich liebe Deutscheland' hierher geschickt", sagt ein deutscher Fan. "Nein, das wäre ja wenigstens witzig gewesen", antwortet ein anderer.

Witzig, das waren diese beiden: Jedward aus Irland. Die 19-jährigen Zwillinge singen zwar so schief asynchron, dass selbst die Jakob Sisters ihnen noch Konkurrenz machen würden, doch ihr Song "Lipstick" ist ein Ohrwurm. Ihre verrückten Rasierpinselfrisuren haben in Düsseldorf schon etliche Nachahmer gefunden, wenn auch nur als Papierperücke auf dem Kopf. Mit riesigen Luftsprüngen auf der Bühne haben sie sich ebenfalls ins Finale katapultiert und werden dort mittlerweile als Favoriten gehandelt.

"Ding-Dong, die Hex' ist tot"

"Sweden, Sweden, Sweden", schallt es jetzt aus der einen Ecke, "Dana, Dana, Dana", aus der anderen. Beide Teilnehmer haben fast perfekte Shows abgeliefert. Eric Saade hat bewiesen, dass er nicht nur tanzen, sondern auch singen kann. Selbst der Effekt mit der zerspringenden Glasscheibe sollte heute klappen. Hoch zufrieden war Saade mit seinem Auftritt und schleuderte vor Freude seine Jacke durch die Gegend. Am Ende hieß es also Mister Charming gegen alternde Diva. Und Europa hat sich für den Charmebolzen aus Schweden entschieden. "Ding-Dong, die Hex' ist tot", lästerten die einen, während Itaih und seine Freunde ihre Tränen unter ihren israelischen Flaggen verbergen.

Eine bessere Dramaturgie hätte sich selbst Hollywood nicht ausdenken können: Erst Musikantenstadl zum Mitklatschen, dann Gänsehaut-Momente zum Träumen. Nach einer kurzen Verschnaufpause zerspringende Glasscheiben auf der Bühne und Hammerweitwurf der Zyprioten. Schließlich verrückt umherspringende Zwillinge und am Ende ein spannender Kampf um den letzten Platz, bei dem sogar Tränen flossen. Das zweite Halbfinale des Eurovision Song Contest war trotz zweifelhafter Musikstücke beste Unterhaltung, denn die Show hat Spaß - und vor allem Lust aufs Finale gemacht.

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.