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Eurovision Song Contest: Rakers, Engelke und Raab moderieren den Grand Prix

Nach dem Modus für Lenas Songauswahl stehen nun auch die Moderatoren für den Eurovision Song Contest 2011 in Düsseldorf fest: Anke Engelke, Stefan Raab und Tagesschau-Sprecherin Judith Rakers werden gemeinsam durch die Sendungen führen. Eine der insgesamt drei Shows wird auf ProSieben ausgestrahlt.

Die Vorbereitungen für den Eurovision Song Contest 2011 in Düsseldorf nehmen Konturen an. Während ARD und ProSieben ihre Kooperation fortsetzen und unter dem Motto "Unser Song für Deutschland" ein Lied für die Titelverteidigung von Lena Meyer-Landrut suchen, steht nun auch fest, wer den größten Gesangswettbewerb Europas moderieren wird. Comedian Anke Engelke und Entertainer Stefan Raab werden zusammen mit "Tagesschau"-Sprecherin Judith Rakers durch die beiden Halbfinals und das Finale im Mai 2011 führen. Den Kommentar für die Fernsehzuschauer übernimmt NDR-Musikexperte Peter Urban.

Bereits seit Wochen war darüber spekuliert worden, welche Moderatoren vor 35.000 Grand-Prix-Fans in der Düsseldorfer Arena und bis zu 120 Millionen Fernsehzuschauern durch die drei Shows führen. Während Engelke und Raab als heiße Kandidaten gehandelt wurden, gilt Rakers als Überraschung. "Der Eurovision Song Contest ist für mich Institution und Kult zugleich: Als Kind war er Pflichtprogramm bei uns zu Hause, im Studium feierten wir wilde Grand-Prix-Partys und jetzt darf ich Teil des Moderatorenteams sein", freute sich die "Tagesschau"-Sprecherin und "3 nach 9"-Moderatorin.

Moderation auch auf englisch und französisch

Die drei Moderatoren werden auf englisch und französisch durch den Grand Prix führen. Zum ersten Mal werden im kommenden Jahr alle drei großen Song-Contest-Shows bundesweit live im Fernsehen zu sehen sein. Das erste Halbfinale wird am 10. Mai (21.00 Uhr) bei ProSieben ausgestrahlt - nach Angaben des Senders werbefrei. Das zweite Halbfinale ist am 12. Mai (21.00 Uhr) im Ersten zu sehen. Das Finale wird am 14. Mai (21.00 Uhr) ebenfalls im Ersten übertragen.

Als "große Ehre und Freude" bezeichnete Engelke die Teilnahme an der Moderation. Der Grand-Prix-Sieg von ABBA im Jahr 1974 habe sie zu einem großen Fan der schwedischen Pop-Band gemacht. Raab, der bereits als Komponist und Texter sowie als Interpret auf der Bühne des Song Contests stand, wird nun als Moderator eine weitere Funktion wahrnehmen. "Ich war ja schon in vielen Funktionen dabei, aber das schlägt dem Fass den Boden aus", sagte der Entertainer.

Lena ohne Ende

Unter dem Motto "Unser Song für Deutschland" wird das Lied für die Titelverteidigung von Lena Meyer-Landrut beim Song Contest gesucht. Dazu soll es insgesamt drei TV-Sendungen geben. Die beiden Halbfinals sollen am 31. Januar und 7. Februar auf ProSieben laufen. Das Finale wird am 18. Februar in der ARD ausgestrahlt. Damit setzen die beiden Sender ihre Kooperation fort, mit der sie in diesem Jahr bereits Lena als deutschen Beitrag gefunden hatten.

In den beiden Halbfinalsendungen von "Unser Song für Deutschland" trägt Lena jeweils sechs Titel vor. Per Telefon und SMS können die Zuschauer für ihren Favoriten stimmen. Die drei beliebtesten Lieder eines jeden Halbfinals erreichen das Finale. Dort entscheidet dann das TV-Publikum, mit welchem Song Lena ihren Titel verteidigen wird. Wie bereits in der diesjährigen Version von "Unser Star für Oslo" wird Jury-Präsident Stefan Raab mit wechselnden Mitjuroren aus der Musik- und Entertainmentbranche die Auftritte bewerten. Durch die Sendungen führen 1Live-Moderatorin Sabine Heinrich und ProSieben-Moderator Matthias Opdenhövel.

"Bewährte und bereits siegreiche Mannschaft"

Lena Meyer-Landrut hatte in diesem Jahr mit ihrem Song "Satellite" den Grand Prix gewonnen. Der deutsche Vorentscheid war zuvor von der ARD und ProSieben gemeinsam ausgetragen worden. Die Zusammenarbeit war eine Premiere für den öffentlich-rechtlichen Senderverbund und den Privatsender. Nach dem Sieg von Lena wurde schnell die Idee verfolgt, die Sängerin beim Song Contest 2011 als Titelverteidigerin noch einmal für Deutschland antreten zu lassen.

ARD-Unterhaltungschef Thomas Schreiber zeigte sich erfreut über die Fortführung der Sender-Kooperation. Dadurch trete eine "bewährte und bereits siegreiche Mannschaft" an, die die Titelverteidigung erneut zu einer nationalen Aufgabe mache. "Mit der Unterstützung bekannter Komponisten und renommierter Jurymitglieder werden die Zuschauer den richtigen Song für Deutschland auswählen", sagte Schreiber. ProSiebenSat.1-Vorstand Andreas Bartl bezeichnete die Neuauflage der Zusammenarbeit als neues Kapitel einer "fantastischen Erfolgsgeschichte".

Christian Wolf/DAPD / dapd