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Marius Müller-Westernhagen Darum wollte er "Freiheit" nicht mehr spielen

Marius Müller-Westernhagen
Marius Müller-Westernhagen fremdelt mit der Gegenwart
© Uli Deck/DPA
In der kommenden Woche erscheint sein neues "MTV Unplugged"-Album: Der stern sprach mit Marius Müller-Westernhagen über seinen Hit "Freiheit", die "Playboy"-Fotos seiner Tochter und warum er zeitweise in Kapstadt lebt.

In den frühen 90er Jahren wurde Marius Müller-Westernhagen schon einmal gefragt, ob er für den Musiksender MTV ein "Unplugged"-Konzert aufnehmen würde - als erster deutscher Sänger überhaupt. Damals lehnte er ab. Jetzt - über 25 Jahre später - ist es endlich soweit: In der kommenden Woche erscheint die Live-CD. Darauf wird auch Gast Udo Lindenberg zu hören sein. Gleichzeitig erscheint ein Musikfilm von Fatih Akin.

Mit dem stern sprach Marius Müller-Westernhagen über die Musikauswahl für das "Unplugged"-Konzert. "Es war mir klar, dass bestimmte Hits dabei sein müssen, weil sie Teil meiner Geschichte sind, ob ich sie nun heute noch mag oder nicht", sagte Westernhagen. Mit dem Song "Freiheit", den er ein Jahrzehnt lang nicht mehr gespielt hatte, haderte der 67-Jährige besonders. "Ich hatte Angst, dass man diesen Song kaputt macht. ... Er ist kein Gassenhauer, den man mitgrölen soll. Ich wollte das dem Lied nicht antun", sagte er über seine Beweggründe, "Freiheit" nicht mehr zu spielen. Inzwischen habe er wieder genügend Distanz zu seinem Werk und "Freiheit" wird auf der Live-CD dabei sein. "Ich glaube, das ist jetzt die beste Fassung."

Westernhagen: "Ich wollte immer Respekt, keine Bewunderung"

Auf dem Konzert wird auch seine Tochter zu hören sein, die sich vor ein paar Jahren für den "Playboy" auszog. Das habe damals den ersten Krach mit dem Vater gegeben. "Ich habe ihr gesagt: Ich kann es dir nicht verbieten, du bist alt genug, du triffst deine eigenen Entscheidungen." Er habe sie gewarnt, dass es ihr später um die Ohren fliegen werde, dass sie einmal "das 'Playboy'-Mädchen war, sagte Westernhagen dem stern. Inzwischen haben die beiden ihren Frieden gefunden.

Westernhagen lebte lange Zeit recht zurückgezogen, hat einen Zweitwohnsitz in Kapstadt. "Ich genieße die Anonymität mehr als die Popularität", sagte Westernhagen. "Ich wollte immer Respekt, keine Bewunderung."

Das komplette Interview mit Marius Müller-Westernhagen lesen Sie im neuen stern - ab Donnerstag im Handel

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