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Medien: «FAS» schickt DJMDG zum «Grand Prix»-Vorausscheid

Die «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung» (FAS) schickt einen eigenen Kandidaten ins Rennen um die deutsche Vorausscheidung zum nächsten Song Contest.

«Es ist ein musikalisches Experiment», sagte der Leiter des Gesellschaftsressorts der FAS, Alexander Marguier, in Frankfurt. Der junge Liedermacher Tobias Schacht soll beweisen, dass auch intelligente muttersprachliche Lieder beim Grand Prix eine Chance haben.

Kandidatur nach Zeitungsartikel

Tobias Schacht, der auch den Beinamen «Der Junge mit der Gitarre» trägt, tritt nach Angaben Marguiers zusätzlich zu den von Plattenfirmen nominierten Kandidaten an. NDR-Unterhaltungschef Jürgen Meier-Beer als ARD-Beauftragter für den Grand Prix habe ihm angeboten, einen Kandidaten nach eigenen Kriterien auszuwählen, sagte Marguier. Damit habe Meier-Beer auf einen Leitartikel in der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» reagiert, in dem Marguier den Wettbewerb kritisiert hatte.

Mehr Lokalkolorit

«Beim Grand Prix singen letztlich alle dasselbe, und möglichst noch auf Englisch», sagte Marguier. Ein Länderwettbewerb brauche mehr Lokalkolorit. In seinem Leitartikel hatte er geschrieben, der Wettbewerb könne sich «von einem Gruselkabinett zu einer interessanten, anspruchsvollen Show» entwickeln, wenn Europa seine musikalischen Wurzeln ernster nähme.

Einfaches Lied als Statement

"Der Junge mit der Gitarre" wird am 7. März in Kiel mit "Die Seite, wo die Sonne scheint" ins Rennen gehen. Dabei wird er zum ersten Mal von seinem Vater am Klavier begleitet. "Ich habe mich entschieden, dieser Veranstaltung etwas Unaufdringliches, Leises hinzuzufügen", sagt DJMDG. "Es ist ein ganz einfaches Lied, das weder beschönigt, noch negiert. Es ist ein Statement, mehr nicht."

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