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Verleihung der American Music Awards 2011: Taylor Swift räumt ab

Eigentlich sollte es der Abend von Adele werden, doch es kam ganz anders: Sängerin Taylor Swift hat in Los Angeles gleich drei der begehrten American Music Awards abgeräumt. Aber auch ihre britische Kollegin ging nicht ganz leer aus.

Gerade 21 und schon eine Musiklegende: Taylor Swift hat die Verleihung der American Music Awards dominiert. Die Countrysängerin bekam am Sonntagabend in Los Angeles drei der begehrten Musikpreise. Darunter den Hauptpreis als "Künstler des Jahres".

In dieser Kategorie war eigentlich Adele als Favoritin gehandelt worden. Die englische Soulsängerin, selbst auch erst 23 Jahre alt, hatte die meisten Nominierungen: vier. Zum Schluss reichte es aber nur für zwei Preise.

Von ihrem Triumph schien Swift selbst überrascht zu sein und fand die ganze Situation einfach nur "verrückt". Sie dankte "meinen Freunden, meiner Familie, Gott - ach, einfach allen, denen ich so viel zu verdanken habe". Um den Preis hatte sie neben Adele mit Katy Perry, Lil Wayne und Lady Gaga konkurriert.

Kein Preis für Bieber und Gaga

Justin Bieber und Lady Gaga blieben diesmal, völlig untypisch für dieses Jahr, ohne Preis. Auch Katy Perry gewann in keiner der Kategorien, bekam aber einen Sonderpreis: Die 27-Jährige erhielt eine Auszeichnung aus Heidi Klums Händen, weil sie als erste Frau von nur einem Album fünf Singles ausgekoppelt und zu Nummer-eins-Hits gemacht hatte. Das hat vor ihr bisher nur ein Mensch geschafft: Michael Jackson.

Die American Music Awards sind seit fast 40 Jahren die Konkurrenzpreise zu den Grammys. Letztere, die kleinen goldenen Grammophone, gelten zwar als die wichtigeren Auszeichnungen. Die AMAs haben aber eine hohe Bedeutung, weil die Preisträger nicht von der Musikindustrie, sondern durch Verkaufszahlen und Internetabstimmungen festgelegt werden. Erfolgreichster Künstler der AMA-Geschichte ist noch immer Michael Jackson - mit 26 Preisen. Bis dahin hat Taylor Swift noch einen weiten Weg vor sich.

vim/Bang/DPA / DPA