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Royals: Mit diesem Drama kämpft die Queen

Die schlechten Nachrichten reißen nicht ab. Zerfällt das britische Königshaus oder nutzen die Royals die Chance, um sich neu zu erfinden?

Die Mitglieder der Königsfamilie im Juni 2019 auf dem Balkon des Buckingham-Palasts

Die Mitglieder der Königsfamilie im Juni 2019 auf dem Balkon des Buckingham-Palasts

Zwei Scheidungen innerhalb weniger Tage - und das kurz nach dem Megxit und dem Skandal um Prinz Andrew (59) - im britischen Königshaus geht es seit Wochen turbulent zu. Royal-Experte Dickie Arbiter (80) hatte vor kurzem in der Show "Good Morning Britain" erklärt, Queen Elizabeth II. (93) sei immer verärgert, wenn etwas in der Familie passiere. Dann waren die vergangenen Monate für die 93-Jährige sicher schwer zu ertragen. Schon im Januar 2019 sorgte ihr Ehemann für Aufregung.

Autounfall von Prinz Philip

Prinz Philip (98) hatte im Januar 2019 nahe des königlichen Landsitzes in Sandringham einen Verkehrsunfall verursacht. Bei dem Unfall - der Royal stieß beim Abbiegen mit einem anderen Wagen zusammen - kam Philip mit dem Schrecken davon. Im anderen Unfallauto befanden sich zwei Frauen und ein Baby. Das Kind blieb ebenfalls unverletzt, eine der Frauen erlitt Schnittverletzungen, die andere brach sich ein Handgelenk. Eine Diskussion entbrannte, ob Philip noch selbst Auto fahren dürfe. Der Ehemann der Queen hatte daraufhin freiwillig seinen Führerschein abgegeben.

Skandal um Prinz Andrew

Im November 2019 sah sich Prinz Andrew gezwungen, seinen Rücktritt zu verkünden. Der Sohn der Queen hatte zuvor ein TV-Interview gegeben, das zum PR-Desaster geriet. Darin hatte er die Taten des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein (1953-2019), zu dem er in der Vergangenheit Kontakt hatte, nicht verurteilt und auch kein Mitgefühl für die Opfer gezeigt. Epstein soll jahrelang minderjährige Mädchen und junge Frauen missbraucht und zur Prostitution gezwungen haben.

Eines der mutmaßlichen Epstein-Opfer, eine Frau namens Virginia Giuffre (36), behauptete öffentlich, drei Mal zum Sex mit Prinz Andrew gezwungen worden zu sein. Beim ersten Mal soll sie erst 17 Jahre alt gewesen sein. Andrew hat alle Vorwürfe im Zusammenhang mit dem Epstein-Skandal wiederholt zurückgewiesen.

Der Megxit

Am 8. Januar 2020 hatten Queen-Enkelsohn Prinz Harry (35) und seine Frau Herzogin Meghan (38) völlig überraschend erklärt, dass sie als hochrangige Mitglieder der königlichen Familie zurücktreten, finanziell unabhängig vom Palast werden und ihre Zeit zwischen Großbritannien und Nordamerika aufteilen wollen. Das Königshaus teilte später mit, dass Harry und Meghan ab dem Frühjahr auf ihre Titel "Königliche Hoheit" verzichten und keine offiziellen Aufgaben mehr für die Royals übernehmen werden.

Zusammen mit ihrem neun Monate alten Sohn Archie leben Harry und Meghan momentan in Kanada, wo sie offenbar auch langfristig bleiben wollen. Aber auch in Meghans Heimat Los Angeles will die Familie angeblich mehr Zeit verbringen.

Scheidungen

Am 11. Februar gab der Palast bekannt, dass sich erstmals ein Enkelkind der Queen scheiden lässt: Peter Phillips (42) und seine Frau Autumn (41) haben sich getrennt. Das Sorgerecht für die Kinder Savannah (9) und Isla (7) wollen sich die beiden teilen. Peter Phillips, Sohn von Prinzessin Anne (69) und Mark Phillips (71), war 2008 vor den Traualtar getreten. Die Queen soll bereits im vergangenen Jahr über die bevorstehende Scheidung informiert worden sein.

Nur wenige Tage später verkündete nun ein weiteres Mitglied der Königsfamilie das Ehe-Aus: Auch der Neffe von Elizabeth II., David Armstrong-Jones (58), Earl of Snowdon, und seine Frau lassen sich scheiden. Darauf habe sich das Paar freundschaftlich geeinigt, hieß es. Armstrong-Jones ist der Sohn von Prinzessin Margaret (1930-2002) und Antony Armstrong-Jones (1930-2017). Mit seiner Frau Serena (49) war er 26 Jahre lang verheiratet. Sie haben zwei Kinder, Charles (20) und Margarita (17).

Ist eine schlankere Königsfamilie effizienter?

Die schlechten Nachrichten reißen also nicht ab für die berühmteste Familie der Welt. Der Rückzug von Andrew sowie der Ausstieg von Meghan und Harry könnten aber laut einigen Royal-Experten auch eine Chance sein. Eine verschlankte Königsfamilie sei effizienter, kostengünstiger und biete weniger Angriffsfläche, heißt es. Dass es bereits vor dem Megxit Pläne gab, sich auf die wichtigsten Familienmitglieder zu konzentrieren, zeigt ein Foto, das der Palast Anfang Januar veröffentlichte. Darauf zu sehen: die Monarchin und ihre Thronfolger Prinz Charles (71), Prinz William (37) und der kleine Prinz George (6).

Anfang Februar legten die beiden Paare, die im Mittelpunkt der britischen Monarchie stehen, dann auch einen seltenen gemeinsamen Auftritt hin. Herzogin Kate (38) und Prinz William besuchten gemeinsam mit Williams' Vater Prinz Charles und seiner Ehefrau Herzogin Camilla (72) ein Rehabilitationszentrum. Die Queen selbst absolviert ebenfalls weiter Auftritte, dazu kommen Prinzessin Anne und ihr jüngerer Bruder Prinz Edward (55), die für die Königsfamilie im Einsatz sind. Am beliebtesten bei den Fans dürften aber die Nachwuchs-Royals sein: Wo die Kinder von William und Kate, George, Charlotte (4) und Louis (1) auftauchen, ist die Freude stets groß.

SpotOnNews