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"Bares für Rares" "Das sollte man nie eine Frau machen lassen" – "Waldi" provoziert mit Chauvi-Spruch

Bares für Rares
"Bares für Rares"-Experte Detlev Kümmel (r.) nimmt das rosa Moped von Petra und Maikel Schaub in Augenschein. Horst Lichter schaut zu.
© ZDF
Bei "Bares für Rares" steht ein Objekt mit ungewöhnlicher Farbe zum Verkauf: ein rosa Simson-Moped aus dem Jahre 1964. Im Händlerraum schockiert Walter "Waldi" Lehnertz die Verkäuferin.

"Nicht so ein ganz einfacher Fall", urteilt Horst Lichter lapidar. Petra und Maikel Schaub aus Fuldatal kommen mit einem ungewöhnlichen Objekt zu "Bares für Rares". Genauer gesagt ist die Farbe gewöhnungsbedürftig. Das Moped aus dem Jahr 1964 ist rosa. "Diese Farbe habe ich mir ausgesucht", sagt Petra Schaub. Da es nicht der Originalfarbton ist, könnte sich der Verkauf der aufwendig restaurierten Maschine schwierig gestalten.

"Was ist noch original? Beim Tank und beim Motor bin ich sicher, aber dann wird's schon schwierig", sagt "Bares für Rares"-Experte Detlev Kümmel. Das Lenkrad sei erneuert worden, auch der Scheinwerfer sei fest verbaut. "Die Simson Spatz ist Baujahr 1964. Aber davon ist nicht mehr viel zu sehen", sagt Kümmel. Dies könnte Sammler abschrecken. Trotzdem sehe das Kleinkraftrad schön aus und sei vor allem fahrtauglich.

"Bares für Rares"-Experte sieht Farbe als Problem

Drei bis vier Monate Arbeit hat Maikel Schaub in den Umbau investiert. Allein die Materialkosten beziffert er auf 2400 Euro. Das hätte er gerne wieder. Doch der Experte bremst seine Erwartungen. "Dafür muss man erstmal einen Käufer finden", sagt er. Deshalb liegt sein Schätzpreis leicht darunter. "Ich denke 1800 bis 2000 Euro sind realistisch." Die Verkäufer wollen ihr Glück bei den Händlern probieren. Aber finden sich Rosa-Fans darunter?

Walter "Waldi" Lehnertz schockt die Verkäuferin zunächst mit einem Chauvi-Spruch. Als er erfährt, dass sie die Farbe ausgesucht hat, sagt er: "Das sollte man nie eine Frau machen lassen." Doch Fabian Kahl kontert: "Ich finde die super." Lehnertz startet die Gebote mit 580 Euro, Wolfgang Pauritsch erhöht auf 700. Schnell schießt der Preis nach oben. Doch bei 1500 sagt Lehnertz: "Das ist mein letzter Preis." Doch dann beginnt ein Preispoker. Schließlich einigen sich Verkäufer und "Waldi" auf 1780 Euro.

"Da kauft der 'Waldi' ein rosa Moped", freut sich Wolfgang Pauritsch. "Ich bin auch manchmal Waltraud", kontert der. Die Verkäufer sind zufrieden: "Wir haben es mit einem weinenden und einem lachenden Auge in die Eifel verkauft."

mai

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