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"heute-Show" über die AfD: "Sieg heul: Die braune Revolution frisst ihre Kinder"

Neues von der AfD in der "heute-Show": Oliver Welke zeigt die auf dem Parteitag heulende Frauke Petry und stellt die AfD-Kandidaten für den Bundestag vor (potentielle Abgeordnete zum Gruseln). Doch es gibt auch ein Ständchen.

Szene im Studio der "heute-Show": die weinende Frauke Petry und Oliver Welke.

Szene im Studio der "heute-Show": die weinende Frauke Petry und Oliver Welke.

"Unserem wichtigsten Medienpartner geht's gerade nicht so gut." Mit diesen Worten eröffnet Oliver Welke, Moderator der "heute-Show", die Sendung am Freitagabend mit Neuigkeiten von der Partei "Alternative für Deutschland". Im Moment befindet sich die AfD in einer "Umfragedelle". In Umfragen sei die Partei auf acht bis zehn Prozent der Wählergunst abgerutscht.

Deshalb flogen auf dem Parteitag in Sachsen jüngst die Fetzen: Ein Parteikollegen hatte Frauke Petry auf offener Bühne als Diktatorin bezeichnet. "Seit wann ist das unter Rechten eine Beleidigung?", fragt Oliver Welke. Petry nahm den Zuruf alles andere als gelassen. Bei der Parteisprecherin flossen die Tränen.

Für den Moderator ist es offensichtlich, dass sich in der AfD die Radikalen durchsetzen. Denn die alte Regel lautet: "Die braune Revolution frisst ihre Kinder", so Welke.

Endlösung der Schuldkulturfrage

Heute show

AfD-Kandidat aus Sachsen für den Bundestag: der Richter Jens Maier aus Dresden.

Zurzeit legen die Landesverbände der AfD fest, welche Kandidaten für sie in den Bundestag einziehen sollen. Einer von ihnen: Jens Maier. Die "heute-Show" zeigt einen Ausschnitt aus einer Rede, in der der ultrarechte Richter aus Dresden Sätze wie diesen sagt: "Ich erkläre den Schuld-Kult für beendet. Für endgültig beendet." Für Welke wäre damit geklärt, dass "Deutschland offiziell nicht mehr Schuld am Holocaust" hat, so der Polit-Comedian. Maier ist von der AfD auf einen sicheren Platz zwei der Landesliste Sachsen nominiert. Derselbe AfD-Kandidat hat auch vor "der Herstellung von Mischvölkern" gewarnt.

Im Laufe der Sendung stellt Welke weitere Kandidaten für die Bundestag vor. Hinter dem Moderator lautet auf einem Display das Motto: Heim in den Reichstag. "Ich fürchte, die Kern-Klientel wählt die AfD heutzutage nicht obwohl sie so rechts, sondern weil sie so rechts geworden sind", argumentiert Welke.

"Bernie, Bärchen Höcke" in der "heute-Show"

Doch in der gestrigen Sendung wird nicht nur auf die AfD eingeschlagen. Es wird auch der Geburtstag eines AfD-Mitgliedes gewürdigt: Ein kurzer Clip zeigt ein Partei-Ständchen für Björn Höcke. Beim Abspielen lässt Welke es sich nicht nehmen, den O-Ton-Gesang mit den Worten "lieber Bernd, zum Geburtstag viel Glück" zu übertönen.

Der beurlaubte Gymnasiallehrer wird übrigens nicht für den Bundestag im September kandidieren. Er bleibt als AfD-Fraktionsvorsitzender im Thüringer Landtag.

Hier können Sie sich die "heute-Show" vom 7. April noch einmal anschauen.

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